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Bildung

Dortmund - Mut zur Innovation

Es gab Zeiten, als eine Uni so gar nicht ins Bild der Arbeiterstadt Dortmund zu passen schien und die Bergleute Studenten gegenüber skeptisch waren. Dass die Stadt sie trotzdem gründete, hat sich für die Region gelohnt.

Der Mathe-Tower der Technischen Universität Dortmund (Foto: TU Dortmund / Jürgen Huhn)

Von der Industriemetropole zum Wissenschaftsstandort: Dortmund setzt auf Zukunftsbranchen

Die 1968 eröffnete Technische Universität (TU) hat Dortmunds Neuorientierung maßgeblich mitgeprägt: Logistik, Informations- und Mikrotechnologie heißen die Zauberworte, die Dortmund in eine neue Ära führen sollen. Aushängeschild der TU sind die Natur- und Ingenieurswissenschaften, daneben gibt es die Gesellschafts- und Kulturwissenschaften, einen eigenen Fachbereich Journalistik und - deutschlandweit einzigartig - den Studiengang Statistik.

Die TU arbeitet eng mit der Fachhochschule Dortmund zusammen, die von Design über Wirtschaftswissenschaften bis hin zu Maschinenbau sieben Fachbereiche anbietet. Stolz ist man in Dortmund auf das fächerübergreifende Studium und den Praxisbezug: Bauingenieurstudenten beispielsweise arbeiten eng mit Architekturstudenten und Informatikern zusammen, Lehrer eng mir Raumplanern oder Informatikern, um gemeinsam ein Problem zu lösen. In einigen Masterstudiengängen wird auf Englisch gelehrt.

Studierende der Technischen Universität Dortmund (Foto: TU Dortmund / Jürgen Huhn)

Teamarbeit ist angesagt an der Technischen Universität Dortmund

Im Jahr 2007 hat die TU Dortmund mit den Nachbaruniversitäten Bochum und Duisburg-Essen die "Universitätsallianz Metropole Ruhr" (UAMR) gegründet. Die drei bleiben zwar eigenständig, wollen aber gemeinsam Forschungs- und Lehrschwerpunkte weiterentwickeln und sich jeweils auf bestimmte Fächer spezialisieren. Durch die räumliche Nähe haben Studierende den Vorteil, an allen drei Unis Seminare belegen zu können, Scheine werden selbstverständlich überall anerkannt.

Praxisbezug gleich nebenan

In unmittelbarer Nachbarschaft der TU hat sich 1988 ein deutschlandweit renommierter Technologiepark angesiedelt, in dem rund 280 Firmen und Gründerzentren mit 8500 Mitarbeitern aktiv sind. Studierende profitieren von den Unternehmen um die Ecke, sie können dort Praktika absolvieren, forschen und vielleicht einmal selbst zum Existenzgründer werden.

Alle Jahre wieder im November organisieren Studierende ehrenamtlich die sogenannte "Konaktiva Dortmund", die größte Jobmesse im Rhein-Ruhr-Gebiet. Unter dem Motto "Studenten treffen Unternehmen" werden hier Kontakte für das spätere Berufsleben geknüpft.

Keine Geisterstadt ...

Die TU Dortmund liegt zwar auf der grünen Wiese vor den Toren der Stadt, ist aber vom Hauptbahnhof mit der S-Bahn in sechs Minuten zu erreichen. Für die, die nicht gerne zu Fuß gehen gibt es seit 1984 die H-Bahn, die europaweit erste Hochbahn im Nahverkehr. Im Zehn-Minuten-Takt schweben die himmelblauen Kabinen zwischen Campus Nord, Campus Süd und den Studentenwohnheimen in Eichlinghofen hin und her.

Die H-Bahn in Dortmund (Foto: TU Dortmund / Jürgen Huhn)

Mit der himmelblauen H-Bahn pendeln die Studierenden von Campus zu Campus

Rund drei Viertel der Studierenden sind Pendler, die täglich anreisen und abends wieder aus dem Dunstkreis von Hörsälen und Bibliotheken verschwinden. Zur kompletten Geisterstadt verwandelt sich der Campus dann trotzdem nicht, denn rund um die Uni ist ein eigener kleiner Stadtteil mit Läden, Kneipen, Restaurants und Wohnheimen entstanden, und die einzelnen Fachschaften oder der AStA laden regelmäßig zu Partys auf dem Gelände ein. Höhepunkt ist das alljährliche Campusfest: Dann öffnet die Universität ihre Labore und Werkstätten und feiert gemeinsam mit Dortmunder Bürgerinnen und Bürgern bis tief in die Nacht.

Ausländische Studienanfänger profitieren vom "come2campus"-Programm des Akademischen Auslandsamtes: Ältere Semester helfen den Neuankömmlingen beim Einleben in der neuen Stadt und beantworten alle Fragen - egal, ob es um die Uni, Behördengänge oder die beste Kneipe im Viertel geht.

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