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Fußball

Dortmund mühelos weiter

Viertligist Holstein Kiel hätte im DFB-Pokal Geschichte schreiben können. Im Viertelfinale war der Regionalligist gegen Meister Dortmund gefordert. Doch der BVB war für den krassen Außenseiter eine Nummer zu groß.

Dortmunds Robert Lewandowski und Shinji Kagawa (r.) feiern Lewandowskis Tor zum 1-0 gegen Holstein Kiel (Foto: dpa)

Robert Lewandowski und Shinji Kagawa (r.) besorgten die Tore

Der deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund hat locker und leicht das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht. Der Bundesliga-Tabellenführer gewann beim Viertligisten Holstein Kiel mit 4:0 (2:0). Die entscheidenden Treffer vor rund 11.500 Zuschauern im ausverkauften Holstein-Stadion fielen früh: Robert Lewandowski in der 11. und Shinji Kagawa in der 18. Minute machten eigentlich schon alles klar. Schon danach wurde deutlich, dass der Regionalligist aus dem Norden seiner Rolle als "Pokalschreck" nicht mehr gerecht werden kann. Im zweiten Durchgang legten die Dortmunder Lucas Barrios (80.) und Ivan Perisic (87.) nach.

Für ein Pokalspektakel zu souverän

Dortmunds Robert Lewandowski (2.v.r.) erzielt den Treffer zum 0:1 (Foto: dapd)

Lewandowski (2.v.r.) macht das 0:1

100 Jahre nach ihrem einzigen Meistertitel hatten die Kieler für das "Jahrhundertspiel" extra einen neuen Rasen verlegt und ihn mit einem 150.000 Euro teuren Klimazelt erwärmt. Mit dem dennoch hart gefrorenen Untergrund kamen zunächst die "Störche", die zuvor die Zweitligisten Energie Cottbus und MSV Duisburg sowie den Bundesligisten Mainz 05 ausgeschaltet hatten, besser zu Recht. Sie waren es, die in der 8. Spielminute die erste Torchance des Spiels hatten.

Doch schnell nahmen die Dortmunder das Heft in die Hand, zogen trotz des harten Platzes ihr Spiel auf und kontrollierten die Partie nach Belieben. Der Respekt des Regionalliga-Zweiten vor dem Favoriten wuchs minütlich. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich daran nichts. Die motivierten BVB-Profis legten bei ihrem abgeklärten Spiel Wert darauf, sich nicht unnötig zu verletzen und womöglich in der Bundesliga im Kampf um den Meistertitel auszufallen.

Einsatzminuten für Langerak

Der BVB trat bis auf die verletzten Mario Götze und Sven Bender in Bestbesetzung an. Allerdings wechselte Trainer Jürgen Klopp seinen Torhüter: Für Roman Weidenfeller erhielt Langerak eine weitere Bewährungschance. Der Australier hatte bereits im Zweitrundenspiel gegen Dynamo Dresden (2:0) und zuletzt beim Bundesliga-Rückrundenstart in Hamburg (5:1) zwischen den Pfosten gestanden. "In der Bundesliga wäre nicht angepfiffen worden, es war sehr schwierig heute. Aber wir haben den Platz so angenommen, wie er war. Wir haben den Kampf angenommen, das war der entscheidende Punkt", sagte BVB-Verteidiger Mats Hummels nach der Partie. Auch Trainer Jürgen Klopp kritisierte das "Eishockey auf Rasen": "Der Platz war unter diesen Bedingungen nicht bespielbar. Da muss man im Februar woanders spielen, wo es eine Rasenheizung gibt."

Bayern unter Druck

Bayern Münchens Spieler (l.-r.): Hamit Altintop, Franck Ribery, Mark van Bommel mit Pokal und Arjen Robben feiern nach ihrem Sieg im DFB Pokal-Finale in Berlin mit dem Pokal (15.05.2010) (Foto: dpa)

Ein Titel ist für die Bayern Pflicht

Vor einer höheren Pokalhürde als der Bundesliga-Spitzenreiter aus Dortmund steht der Verfolger aus München. Der Stolperstart in die Rückrunde mit nur vier Punkten aus drei Partien hat beim FC Bayern München vor dem Spiel beim VfB Stuttgart für ungewohnte Nervosität gesorgt: "Wir sind jetzt unter Druck", bekannte Sportdirektor Christian Nerlinger.

Dritter im Bund der Pokalfavoriten ist Borussia Mönchengladbach. Gut drei Monate nach dem 2:1-Erfolg in der Meisterschaft bei Hertha BSC will der Bundesligavierte den Erfolg an gleicher Stätte wiederholen. Trainer Lucien Favre ist es zwar die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, aber nach eigenem Bekunden kein besonderes Spiel: "Dass es mein Ex-Club ist, ist mir egal."

Holstein Kiel ist ausgeschieden, damit ist Greuther Fürth der einzige Club im Viertelfinale, der nicht zur deutschen Eliteliga zählt. Gleichwohl rechnet sich der Zweitligist im Duell beim derzeit instabilen Gegner 1899 Hoffenheim gute Chancen aus. Schließlich hatte Hoffenheim-Coach Holger Stanislawski nach dem 2:2 seines Teams am Wochenende gegen den FC Augsburg Anzeichen von Resignation erkennen lassen. Manager Ernst Tanner hofft auf eine Trotzrektion der Mannschaft: "Wir haben die Chance, erstmals ins Halbfinale zu kommen."

Autor: Calle Kops
Redaktion: Joscha Weber

Viertelfinale:

Holstein Kiel - Borussia Dortmund 0:4

Mittwoch (08.02.2012)

Hertha BSC - Borussia Mönchengladbach

1899 Hoffenheim - SpVgg Greuther Fürth

VfB Stuttgart - Bayern München