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Fußball

Dortmund holt überlebenswichtigen Sieg

Der BVB kam am 4. Spieltag der Champions-League-Gruppenphase endlich zum ersten Sieg und verhinderte damit das vorzeitige Aus. Leverkusen konnte das Überwintern in der Königsklasse noch nicht vorzeitig perfekt machen.

BVB-Trainer Jürgen Klopp kneift während eines Interviews ein Auge zu (Foto: dapd)

Das war knapp: Trainer Klopp

Der Deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund hat seine letzte Chance genutzt und darf weiter auf den Einzug ins Achtelfinale der Champions League hoffen. Die Schwarz-Gelben gewannen am vierten Spieltag der Gruppenphase gegen Olympiakos Piräus knapp, aber verdient mit 1:0 (1:0) und haben nun vier Punkte auf dem Konto. Damit klettert der BVB in der Tabelle auf den dritten Rang vor den griechischen Meister. Kevin Großkreutz sorgte vor gut 65.000 Zuschauern im ausverkauften WM-Stadion mit seinem ersten Europacup-Treffer (7.) für die Entscheidung und gleichzeitig für eine gelungene Revanche für die 1:3-Pleite zwei Wochen zuvor in der griechischen Hauptstadt.

Ein hartes Stück Arbeit

Das viel zitierte "Endspiel" für Dortmund sah von Beginn an hoch motivierte Borussen, die schon nach drei Minuten den Führungstreffer auf dem Fuß hatten. Doch Großkreutz zirkelte den Ball freistehend aus nur elf Metern nach einem Pass von Mario Götze über das Tor. Besser machte es der Nationalspieler wenig später, als er den Ball aus 20 Metern unhaltbar für Olympiakos-Torhüter Balasz Megyeri zum Führungstreffer in die Maschen wuchtete. Der 38-malige griechische Meister versuchte, aus einer gut gestaffelten Defensive mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Den ersten Torschuss ihrer Mannschaft sahen die mitgereisten Fans von Piräus in der 15. Minute von Kevin Mirallas, doch BVB-Keeper Roman Weidenfeller parierte ohne Mühe.

Kevin Großkreutz (2.v.r.) feiert mit Sebastian Kehl (l.) und Marcel Schmelzer (r.) sein Siegtor (Foto: dpa/lnw)

Kevin Großkreutz (2.v.r.) feiert mit Sebastian Kehl (l.) und Marcel Schmelzer (r.) sein Siegtor

Im Vergleich zum Auftritt im Hinspiel wirkte die Dortmunder Abwehr wesentlich konzentrierter und im Angriffsspiel durchdachter und torgefährlicher. Im Gegensatz zu den ersten drei Gruppenspielen präsentierte sich der BVB nicht so ungestüm und schien seine Lehren aus den Niederlagen in Marseille (0:3) und Piräus gezogen zu haben. "Wir haben die Gewichtung richtig gelegt. Wir hatten es mehr als verdient. Es war ein schönes Tor, das Ergebnis lügt nicht, bei den letzten Spielen nicht und heute auch nicht", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp nach dem Arbeitssieg erleichtert und stellte klar, "es ging darum, ein Ergebnis zu erzielen. Es hat nur gezählt, dass wir im Wettbewerb bleiben, und das sind wir. Ich bin zufrieden und stolz."

Leverkusen gab seine Trümpfe aus der Hand

Stefan Kiessling freut sich über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für Leverkusen (Foto: AP/dapd)

Kiesslings Tor zum 1:1 war zu wenig für die Leverkusener

Dagegen musste Bayer 04 Leverkusen eine 1:3 (1:1)-Niederlage beim FC Valencia hinnehmen und verpasste dadurch den vorzeitigen Einzug in die Runde der letzten 16. Die Spanier, die das Hinspiel 1:2 verloren hatten, liegen vor den letzten beiden Runden als Tabellen-Dritter nur noch einen Punkt hinter dem Werksklub.

Roberto Soldado in der 65. und Adil Rami in der 75. Minute machten den glücklichen Sieg der Spanier perfekt. Die Gastgeber hatten die Werkself vor 40.000 Zuschauern mit einem Blitztreffer von Jonas (1.) bereits früh geschockt, ehe Stefan Kießling in der 31. Minute der durchaus verdiente Ausgleich gelang. Am Ende aber feierte der FC Valencia seinen ersten Heimsieg gegen eine deutsche Mannschaft seit 15 Jahren.

Bayer-Keeper Leno verschuldete das 0:1

Leverkusens Torhüter Bernd Leno (r.) versucht vergebens, den Torschuss von Jonas noch zu halten (Foto: dpa)

Bayer-Keeper Leno (r.) ist machtlos und kassiert das 0:1

Mit dem bislang zweitschnellsten Tor in der Geschichte der Champions League waren die Hausherren in Führung gegangen. Nach exakt 10,5 Sekunden nutzte Jonas einen kapitalen Fehler von Bayer-Torwart Bernd Leno zum 1:0. Der Keeper hatte nach einem Rückpass von Manuel Friedrich dem brasilianischen Nationalspieler den Ball vor die Füße gespielt. Jonas, der bereits im Hinspiel die Spanier in Führung gebracht hatte, ließ der Leihgabe vom VfB Stuttgart keine Chance. Schneller als Jonas war bislang nur der Niederländer Roy Makaay, der am 7. März 2006 für Bayern München nach 10,03 Sekunden gegen Real Madrid getroffen hatte.

Nach dem Blitztor für Valencia lief bei Bayer zunächst wenig zusammen. Der zuletzt schon überzeugende Michael Ballack setzte dann nach einer guten halben Stunde mit einer Maßflanke Kießling hervorragend in Szene, der sich diese Chance nicht entgehen ließ und seinen ersten Treffer in der Königsklasse erzielte. Anschließend kontrollierte Bayer das Geschehen. Im zweiten Durchgang spielte Valencia mit aller Macht auf Sieg, aber die Bayer-Abwehr hielt den zumeist ungestümen Angriffen der Hausherren stand, bis zur 65. Minute: Da nutze Soldado einen Fehler des bis dahin starken Toprak zur Führung, ehe Rami Bayers Manuel Friedrich düpierte und per Kopf für die Entscheidung sorgte. "Es war eine unnötige Niederlage", sagte Ballack. "Wenn man nach dem schnellen Rückstand so zurückkommt, ist das schon aller Ehren wert", meinte Lars Bender und versuchte der Pleite so noch etwas Positives abzugewinnen.

Der FC Bayern setzt auf seine Heimstärke

Mario Gomez verschießt im Hinspiel beim SSC Neapel einen Elfmeter (Foto: AP)

Verschossen: Gomez im Hinspiel beim Elfmeter

Der dritte deutsche Vertreter in der Königsklasse, Bayern München, trifft am Mittwoch (02.11.2011) auf den SSC Neapel aus Italien. Bei der Heimstärke in dieser Saison muss der Tabellenführer der Bundesliga eigentlich nichts befürchten. Im eigenen Stadion haben die Bayern die letzten acht Partien gewonnen, mit 33:0-Toren.

Selbst Trainer Jupp Heynckes hat derzeit kaum einen Grund zur Kritik. "Die Mannschaft zeigt exzellenten Fußball, wir haben eine sehr gute Raumaufteilung, sind sehr ball- und passsicher."

Taktisch sehr stark

Respekt vor dem Gegner haben die Spieler des deutschen Rekordmeisters aber allemal. "Neapel ist eine richtige Hausnummer. Sie sind unangenehm zu bespielen, sehr lauf- und kampfstark. Und sie spielen ein System, das wir in der Bundesliga so nicht vorfinden", erklärte beispielsweise Toni Kroos. Und Stürmer Mario Gomez sagte: "Wenn wir mal Pech haben oder unsere Klasse nicht abrufen, kann es ganz schnell in die andere Richtung gehen."

Gomez weiß, wovon er spricht. Er hatte beim 1:1-Hinspiel vor zwei Wochen einen Elfmeter verschossen. In der Gruppe A führt Bayern München die Tabelle mit zwei Punkten vor den Italienern an.

Autor: Calle Kops
Redaktion: Joscha Weber

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