1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

Dortmund heiß auf Donezk

Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League reist Borussia Dortmund in die Ukraine und pocht dabei auf seinen Außenseiter-Status. Womöglich auch zurecht, denn Schachtjor hat sich viel vorgenommen.

Erstmals seit 15 Jahren können die Dortmunder wieder in das Viertelfinale der Champions League einziehen. Nach dem Gewinn der wohl schwersten Vorrundengruppe mit Siegen über Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam misst sich der BVB mit einem weiteren Überraschungsteam der Gruppenphase: Schachtjor Donezk. Das Selbstbewusstsein bei dem ukrainischen Achtelfinal-Gegner der Dortmunder ist groß: "Natürlich können wir die Champions League gewinnen", stellt Kapitän Darijo Srna klar. Und sein Teamkollege Alex Teixeira – einer von insgesamt acht Brasilianern im Kader – tönt sogar: "Wir sind besser als die Seleção. Wir sind das Brasilien Europas."

Duell zweier Revierklubs

Der siebenmalige ukrainische Meister ist längst aus dem langen Schatten von Dynamo Kiew herausgetreten, hat momentan in der Liga 13 Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten FC Dnipro Dnipropetrowsk und strebt die vierte Meisterschaft in Folge an. Allerdings befindet sich die ukrainische Premier League noch in der Winterpause. Shakhtar hat ähnliche Wurzeln wie die Dortmunder: Es ist ein Bergbauverein. Doch seitdem Donezk mit viel Geld vom angeblich reichsten Mann Europas, dem Oligarchen Rinat Achmetow, unterstützt wird, sind die Ziele des östlichsten Teilnehmers der Königsklasse gewaltig.

.

Der ukrainische Unternehmer Rinat Akhmetov im Stadion von Schachtjor Donezk. (Foto: Jens Kalaene)

Zieht bei Schachtjor die Fäden: Oligarch Rinat Achmetow.

Allein 175 Millionen Euro investierte der Klubchef in die ultramoderne, beheizbare Donbass-Arena, das EM-Stadion, das die Ukrainer liebevoll den "Brillanten von Donezk" nennen. "Alles für den Sieg" lautet passenderweise das in das Trikot eingenähte Motto. Und was das bedeutet, hat zuletzt der FC Chelsea erfahren, den Schachtjor aus dem Wettbewerb befördert hat. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte war der UEFA-Cup-Sieg gegen Werder Bremen 2009. Im Viertelfinale der Chamions League stand Donezk erst einmal.

BVB: Außenseiter oder Geheimfavorit?

All das lässt BVB-Trainer Jürgen Klopp kalt. "Sie wollen dieses Jahr die Champions League gewinnen. Dazu müssen sie uns aber rausschmeißen." Die Motivation sei enorm, seit Wochen fiebern die in der Champions League bisher noch ungeschlagenen Dortmunder der K.o.-Phase entgegen. "Wir haben in diesem Wettbewerb ganz, ganz Großes vor", erklärte Klopp am Tag vor der Partie. Dabei muss er aber zunächst auf den zuletzt überragend aufspielenden Ilkay Gündogan verzichten, der verletzt ausfällt. Außerdem ist Kevin Großkreutz wegen einer Lungenentzündung nicht mit dabei.

Das desaströse 1:4 in der Bundesliga gegen den Hamburger SV am Wochenende sei verarbeitet, nach einem solchen Spiel dürfe nicht alles schlecht sein, stellte Klopp klar. Außerdem steht die Abwehrkette wieder: Unter anderem kann der gegen den HSV schmerzlich vermisste Marcel Schmelzer wieder auflaufen. Über eine starke Defensive soll eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in drei Wochen (Dienstag, 05.03.2013, 20:45 MEZ) gelegt werden: "Keinen kriegen und vorne einen reinmachen würde schon helfen", formulierte Klopp.

Schalke und Bayern spielen erst nächste Woche

Neben Dortmund sind auch noch die beiden Bundesligisten Schalke 04 und Bayern München in der Runde der letzten 16 vertreten.Weil alle drei Teams ihre Gruppen gewonnen haben, spielen sie zunächst auswärts und haben dann im entscheidenden Rückspiel Heimvorteil. Bayern und Schalke treten aber erst in der kommenden Woche zu ihren Achtelfinal-Hinspielen an: Die Bayern treffen auf den FC Arsenal mit Nationalspieler Lukas Podolski (Dienstag, 19.02.2013, 20:45 MEZ) und Schalke bekommt es mit Galatasaray Istanbul zu tun (Mittwoch, 20.02. 2013, 20:45 MEZ).

Die Redaktion empfiehlt