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Fußball

Dortmund gewinnt das Eröffnungsspiel

Nach 111 Tagen Pause ist die Fußball-Bundesliga in ihre 50. Saison gestartet. Meister Dortmund besiegte zum Auftakt Werder Bremen durch Tore von Reus und Götze mit 2:1.

Borussia Dortmund scheint einfach ungschlagbar. Der deutsche Meister blieb zum Saisonauftakt im Heimspiel gegen Werder Bremen zum 29. Mal in Folge ohne Niederlage. Nachdem BVB-Präsident Reinhard Rauball die Jubiläums-Saison in seiner Funktion als Liga-Präsident traditionell nach einer kleinen Zeremonie eröffnet hatte, entwickelte sich sofort ein munteres Spiel mit vielen Torraumszenen.

Zwar hatten die Bremer die ersten Möglichkeiten, die Dortmunder aber nutzten ihre erste Chance nach zehn Minuten zur 1:0-Führung. Der 17-Millionen-Zugang Marco Reus traf per Flachschuss aus halbrechter Position. Torhüter Sebastian Mielitz, der für den nach Hoffenheim abgewanderten Tim Wiese aufgerückt war, traf keine Schuld. In der Folge hatte Borussia Dortmund mehr vom Spiel, zunächst aber, ohne weitere Treffer zu setzen. Auf der Gegenseite schoss Marco Arnautovic aus zehn Metern an den Pfosten.

Sebastian Proedl im Zweikampf gegen Marco Reus (Bild: Getty Images)

Gegen den wendigen Marco Reus war oft auch eine Bremer Überzahl machtlos

Nach der Pause drückten zunächst die Dortmunder, aber als Bremens Trainer Thomas Schaaf 20 Minuten vor Schluss mit Niels Petersen einen weiteren Angreifer brachte, war es das Zeichen für bedingungslose Offensive. Nach einer gefühlvollen Flanke von Arnautovic traf Neuzugang Theodor Gebre Selassie (75.) per Kopf zum Ausgleich. Eine Überraschung schien sich anzubahnen, zumal Bremen weiter auf Angriff spielte, aber schon in der 81. Minute schloss der kurz zuvor eingewechselte Mario Götze eine tolle Kombination mit dem 2:1-Siegtreffer ab. Götze war nach wochenlanger Verletzungspause erleichtert: "Nach so langer Zeit in diesem Stadion wieder getroffen zu haben, war eine große Befreiung für mich, ein tolles Gefühl."

Damit bleibt also die Serie bestehen: Seit der Titelverteidiger die Auftaktpartie bestreiten darf, seit der Saison 2002/2003, gab es für den amtierenden Meister noch nie eine Niederlage.

Bayern in Fürth

Rekordmeister Bayern München muss am Samstag bei Neuling SpVgg Greuther Fürth antreten, wo er sein letztes Punktspiel verlor: 1:2 am 16. August 1964 in der Regionalliga Süd. Blamabler waren zwei Pokalauftritte der Münchner in Fürth: 1998 siegten die Bayern erst im Elfmeterschießen und 1994 schieden sie in der ersten Runde beim Vorgängerklub TSV Vestenbergsgreuth mit 0:1 aus. Im Duell mit dem Aufsteiger "werden wir sehen, wo wir stehen", sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm. "Für Fürth ist es ein Highlight, die Fans und die Spieler sind heiß. Aber wir sind auch heiß. Ein Punkt wäre nicht genug."

Die Fürther geben sich nach dem überraschenden Pokalaus beim Drittligisten Kickers Offenbach (0:2) nicht schockiert. "Zurückschauen bringt da nichts mehr", bekräftigte Trainer Mike Büskens: "Wir haben eine historische Partie vor uns, der unser voller Fokus nun gilt."

Unruhe in Gladbach

Die 1:3-Pleite in der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew sorgt bei Borussia Mönchengladbach für Unruhe. "Unsere Stürmer sind alle zu ähnlich", klagte Trainer Lucien Favre. "Sie bleiben alle im Zentrum, finden nicht die richtige Position." Die richtige Mischung soll im Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim gefunden werden. Die Gäste wollen sich nach dem 0:4-Debakel im Pokal beim Viertligisten Berliner AK rehabilitieren.

Der VfB Stuttgart steht nach dem 2:0 gegen Dynamo Moskau vor dem Einzug in die Gruppenphase der Europa League - und hofft nun zunächst auf einen guten Bundesliga-Start gegen den VfL Wolfsburg. "Das wird wieder ein schwieriger Gegner, der sehr hohe Ziele hat. Wir müssen Gas geben", sagte Ibisevic über die Wolfsburger

Stuttgarts Vedad Ibisevic feiert einen Torerfolg gegen Dynamo Moskau. (Foto: dpa)

Stittgarts Matchwinner gegen Dynamo Moskau in der Europa League: Vedad Ibisevic

Armin Veh, Trainer von Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt, setzt zum Saisonauftakt gegen Bayer Leverkusen auf den Überraschungseffekt. "Leverkusen ist individuell besser besetzt", sagte Veh: "Aber im Sport kann man an einem Tag auch jeden Gegner schlagen." Oberstes Ziel sei es, "die Klasse zu halten."

Das besondere Kribbeln in Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf startet nach mehr als 15 Jahren und drei Monaten Erstligaabstinenz ohne zwei wichtige Spieler in die Bundesliga. In der Partie bei Vorjahresneuling FC Augsburg muss Trainer Norbert Meier auf Kapitän Andreas Lambertz und Innenverteidiger Bruno Soares verzichten. Meier ist nach eigenem Bekunden weniger aufgeregt vor seinem Erstliga-Comeback als seine Profis. "Das besondere Kribbeln sehe ich eher bei den Spielern. Denn wir haben viele dabei, die noch nie Bundesliga gespielt haben", sagte der Chefcoach.

Zwei Pokalverlierer stehen sich in Hamburg gegenüber. Der Hamburger SV war beim Drittligisten Karlsruher SC mit 2:4 untergegangen, der 1. FC Nürnberg scheiterte am Viertligisten TSV Havelse mit 2:3 nach Verlängerung. "Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen wird", sagte Club-Trainer Dieter Hecking. Für beide Traditionsteams dürfte bereits am 1. Spieltag der Kampf um den Klassenerhalt beginnen.

Das gilt wohl auch für die Teams im Duell SC Freiburg gegen den FSV Mainz 05. Abgeschlossen wird der Spieltag am Sonntag mit der Partie zwischen Hannover 96 und dem FC Schalke 04.

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