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Fußball

Dortmund führt die Liga an

Hoffenheim bezwingt Mönchengladbach und Frankfurt entscheidet das Derby in Kaiserslautern für sich. Nach dem Dortmunder Sieg in Köln und der Mainzer Niederlage gegen Hamburg setzt sich der BVB vor Mainz an die Spitze.

Demba Ba (vorn, am Boden) von Hoffenheim erzielt das Tor zum 2:1. (Foto: Ronald Wittek dpa/lsw)

Hoffenheims Demba Ba (vorn, am Boden) erzielt das 2:1

1899 Hoffenheim hat wieder einen Europacup-Platz erobert und gleichzeitig Borussia Mönchengladbach in eine handfeste Krise gestürzt: Die Kraichgauer gewannen zum Abschluss des 8. Spieltages gegen Borussia Mönchengladbach trotz eines 0:1-Halbzeit-Rückstandes noch mit 3:2 (0:1) und beendeten damit ihre Negativserie von zuvor vier Spielen in Folge ohne Sieg. Dagegen blieb das Team von Michael Frontzeck, das das Spiel nach Roten Karten für Juan Arango und Sebastian Schachten mit nur acht Feldspielern beendete, auch im sechsten Spiel in Serie ohne Dreier. Der Sieg der Hoffenheimer war trotz des frühen Rückstands durch Raul Bobadilla (12.) insgesamt hochverdient. Der Treffer von Demba Ba kurz nach der Halbzeit (46.), ein Eigentor von Bamba Anderson (57.) sowie ein Elfmetertor von Sejad Salihovic (82.) machten den Sieg der Gastgeber perfekt. Mohamadou Idrissou konnte in der Nachspielzeit nur noch den Anschlusstreffer erzielen. "Das war wieder Hoffenheimer Fußball. Schade, dass wir immer erst in Rückstand geraten müssen, um so einen Fußball zu spielen", freute sich 1899-Akteur Boris Vukcevic direkt nach der Partie.

Frankfurt siegt am Betzenberg

Die Frankfurter Spieler bejubeln den Torschützen Theofanis Gekas (r.), der die Eintracht mit dem ersten Treffer auf die Siegerstraße brachte. (Foto: Thomas Wieck/dapd)

Die Frankfurter bejubeln Gekas (r.), der die Eintracht mit dem ersten Tor auf die Siegerstraße brachte

Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Theofanis Gekas hat Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern noch tiefer in die Krise geschossen. In der ersten Sonntagspartie des 8. Spieltags legte der Grieche mit seinen beiden Treffern (45. und 67.) den Grundstein zur 0:3 (0:1)-Niederlage der Pfälzer im brisanten Südwestderby gegen Eintracht Frankfurt. Nach der vierten Pleite in Folge bleibt der FCK im Tabellenkeller. Das dritte Tor für die Hessen im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion erzielte Alexander Meier (83.). Während der FCK seit nunmehr sechs Spielen auf einen Erfolg wartet, feierte die Eintracht den dritten Sieg in Folge. Dabei vergab Srdjan Lakic die große Chance zur Lauterer Führung. Doch der Angreifer scheiterte mit einem Foulelfmeter (26.) an Frankfurts Torwart Oka Nikolov. FCK-Trainer Marco Kurz gab nach der Niederlage zu: "Sieht man beide Halbzeiten, dann geht der Sieg der Frankfurter in Ordnung." Sein Frankfurter Kollege Michael Skibbe stellte fest: "Das erste Tor war enorm wichtig, denn Kaiserslautern hat in der ersten Halbzeit mächtig Druck gemacht. Wir mussten uns lange wehren. Der gehaltene Elfmeter hat das Spiel wesentlich beeinflusst."

Mainz zeigt erstmals Nerven

Thomas Tuchel trieb sein Mainzer Team vergeblich an. (Foto: Fredrik von Erichsen dpa/lrs)

Thomas Tuchel trieb sein Mainzer Team vergeblich an

Erstmals merkte man Mainz 05 gegen den Hamburger SV von der ersten Minute den Druck an, unter dem die Mannschaft nach dem phantastischen Saisonstart stand. Die Elf zeigte nur eine durchschnittliche Leistung und konnte ihren gewohnten Offensivwirbel nur zu selten zeigen. Der Hamburger SV brillierte auch nicht gerade, ließ die Mainzer aber eben nicht wie gewohnt zum Zuge kommen und gewann mit 1:0 (0:0) Den letztlich auch glücklichen Siegtreffer erzielte Paolo Guerrero für die Hamburger erst kurz vor Schluss. Der HSV schob sich mit diesem Erfolg ganz nach vorn hinter das Spitzenduo. Mit 14 Punkten belegen sie nun Rang vier. Sachlich wie immer meinte der Mainzer Trainer Thomas Tuchel: "Davon geht die Welt nicht unter." Man würde das Spiel nun sachlich analysieren und dann entsprechend reagieren.

Sahin (r.) bejubelt sein Siegtor vor dem enttäuschten Podolski. (Foto: DeFodi.denull)

Sahin (r.) bejubelt sein Siegtor vor dem enttäuschten Podolski

Die Mainzer verpassten damit also den Startrekord von acht Siegen in Folge. Und sie mussten auch die Tabellenführung abgeben, die sich Borussia Dortmund am Freitag (15.10.2010) mit dem 2:1 (1:0) beim 1. FC Köln sicherte. Dortmund führt jetzt mit 21 Punkten dank des besseren Torverhältnisses vor den Mainzern. Es war der siebte Sieg in Folge für die Dortmunder – ein Vereinsrekord. "Am Ende ist es verdient. Der Plan war, dass wir bis zum Ende dran glauben", analysierte dann auch BVB-Coach Jürgen Klopp. "Wenn du oben stehst, hast du eben auch manchmal ein bisschen Glück", meinte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Die sicherlich auch unglückliche Niederlage war die fünfte in Folge für die Kölner, die damit auf den Abstiegsrängen angekommen sind.

Bayer Leverkusen sprang auf den dritten Tabellenplatz durch ein kurioses 3:2 (0:1) beim VfL Wolfsburg. Bei 15 Punkten haben die Leverkusener aber auch schon 6 Zähler Rückstand auf die beiden führenden Teams. Nur in den ersten Minuten spielten die über 70 Minuten völlig enttäuschenden Leverkusener mit und hatten sogar die ersten Chancen. Doch nach der frühen Führung agierten nur noch die Wolfsburger, Leverkusen ging völlig unter und ließ alles vermissen. Dass das Spiel noch kippte war allein Schuld der Wolfsburger, die nach 70 Minuten einen Blackout hatten und den Leverkusenern zwei Tore schenkten. Danach hatten die Rheinländer wieder Oberwasser und kamen geradezu folgerichtig noch zum Siegtreffer, den ausgerechnet der lange verletzte Simon Rolfes erzielte.

Münchner Rumpfelf mit Erfolg

Münchens Gomez jubelt über das erste seiner drei Tore. (Foto: Oliver Lang/dapd)

Münchens Gomez jubelt über das erste seiner drei Tore

Auf nicht weniger als zehn verletzte Spieler mussten die Münchner Bayern in ihrer Anfangself verzichten – und präsentierten sich gegen Hannover 96 dann auch dementsprechend spielerisch schwach. Aber auch eine absolut durchschnittliche Leistung reichte, um die Hannoveraner über weite Strecken der Partie voll im Griff zu haben und letztlich verdient mit 3:0 (1:0) zu gewinnen. Alle drei Treffer erzielte ausgerechnet der zuletzt kaum eingesetzte, viel gescholtene Mario Gomez mit schönen Einzellleistungen – auch wenn beim zweiten Tor die Hand im Spiel war. Wie Miro Klose scheint auch Gomez der Einsatz in der Nationalmannschaft zu beflügeln. Trotz des Erfolges bleiben die Bayern zehn Punkte von der Tabellenspitze entfernt.

Schalke 04 gegen den VfB Stuttgart – nein, das war nicht das Spitzenspiel dieser Runde, sondern die Partie, in der über die Vergabe der Roten Laterne an den Tabellenletzten entschieden wurde. Diesen Platz nimmt nach dem 2:2 (1:1) der VfB Stuttgart ein. Nach der Entlassung von Christian Gross konnte Interimstrainer Jens Keller zwar einen Punkt auf Schalke holen, für den Schritt aus dem Tabellenkeller reichte es aber eben nicht. Schalke 04 ließ weiterhin jegliche Klasse vermissen und machte sich eine phasenweise vorhandene Überlegenheit durch krasse Abwehrschwächen zunichte. Beide Clubs warten somit weiterhin auf den zweiten Saisonsieg und stecken mitten drin im Abstiegskampf.

Ein Aufsteiger überrascht die Liga

Der Paulianer Jubel geht weiter. (Foto: Phillip Guelland/dapd)

Der Paulianer Jubel geht weiter

Nach einem knappen Viertel der Saison hat sich St. Pauli den Titel als bisher bester Aufsteiger redlich verdient. Das 3:2 (1:0) über den 1. FC Nürnberg war bereits der vierte Saisonsieg - allerdings erst der erste Erfolg vor eigenem Publikum. Die 13 Punkte nach acht Spielen bedeuten einen Vereinsrekord. Allerdings sollten die Hamburger nicht zu viel jubeln, überzeugend war der Erfolg über die Franken wahrlich nicht und hing bis zur letzten Minute am seidenen Faden.

Nicht besonders gut gespielt, aber zumindest gewonnen – das ist das Fazit von Werder Bremen nach dem 2:1 (1:0)-Erfolg über den SC Freiburg. Der dritte Saisonsieg lässt die Bremer zumindest etwas aufatmen, während für die Breisgauer nichts kaputt gegangen ist, noch hält sich der Club in der ersten Tabellenhälfte. Dass es nur zu einem knappen Erfolg reichte, waren die Bremer selbst Schuld, monierte auch Trainer Thomas Schaaf: "Wir hätten die Partie viel früher entscheiden müssen."

Autor: Calle Kops
Redaktion: Tobias Oelmaier

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