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Fußball

Dortmund enteilt den Verfolgern

Meister Dortmund feiert den achten Sieg in Serie und schreibt damit Vereinsgeschichte. Dahinter zeigen die Verfolger Nerven: München verliert in Leverkusen und Schalke in Freiburg. Eine bittere Pleite erlebte der HSV.

Dortmunds Shinji Kagawa (r.) und der Mainzer Nikolce Noveski gehen zum Ball. (Foto: Juergen Schwarz/dapd)

Fast schon wieder meisterlich: Dortmunds Kagawa (r.)

Bigpoint für Borussia Dortmund: Während die Konkurrenz aus München und Gelsenkirchen schwächelte, nutzten die Schwarz-Gelben die Gunst der Stunde und setzten sich in der Tabelle klar von den Verfolgern ab. Dank des knappen, aber hoch verdienten 2:1 (1:0)-Sieges gegen Mainz führt Dortmund nun mit sieben Punkten Vorsprung auf Bayern München. Im Spiel gegen sein altes Team setzte Dortmunds Coach Klopp wieder auf Offensivfußball und wurde schnell belohnt: Blaszczykowski traf nach einer knappen halben Stunde zur Führung, ehe ausgerechnet der erst im Winter vom BVB an Mainz verkaufte Zidan gegen seine ehemaligen Teamkollegen zum zwischenzeitlichen Ausgleich traf (74.). Nur zwei Minuten später machte Kagawa das Siegtor, der zuvor noch beste Möglichkeiten ausgelassen hatte. Nach dem achten Sieg in Folge (Vereinsrekord) nimmt die Dortmunder Borussia nun Kurs auf die Titelverteidigung – auch wenn Trainer Klopp dem klaren Vorsprung nicht viel abgewinnen konnte: "Es ist besser als hinterherzurennen", meinte er knapp.

Bayerns Titelträume schon ausgeträumt?

Leverkusens Daniel Schwaab (l.) und Muenchens Luiz Gustavo kämpfen um den Ball. (Foto: Patrick Sinkel/dapd)

Ins Straucheln geraten: Bayern verliert bei Bayer

Einen herben Rückschlag gab es dagegen für die Titelambitionen des FC Bayern München: Im Duell mit Verfolger Leverkusen agierten die Münchener glücklos und verloren am Ende verdient mit 0:2 (0:0) in Leverkusen. Es war der erste Sieg von Leverkusen gegen enttäuschende Bayern seit 2004. Die Tore erzielten Kießling (79.) nach einem Fehler von Nationaltorhüter Manuel Neuer und Bellarabi (89.) per Konter. Begonnen hatten Gäste aus München in der ausverkauften Leverkusener BayArena wie eine Heimmannschaft: spielbestimmend, torgefährlich und mit hoher Laufbereitschaft. Die Bayern-Offensive erinnerte wieder an die Hinrunde, bis auf eine Tatsache: Die Tore fehlten. Das blieb auch in der zweiten Hälfte so, in der das Spiel zunehmend verflachte. Bayern-Trainer Heynckes nahm bei seiner Rückkehr nach Leverkusen seinen glücklosen Stürmer Gomez vom Platz, doch auch der eingewechselte Ribéry konnte die Offensive des Rekordmeisters nicht beleben. Damit drohen die Bayern weiter an Boden auf Spitzenreiter Dortmund zu verlieren, während Leverkusen wieder etwas näher an die Champions League-Plätze heranrückt.

Freiburg ärgert Schalke

Stuttgarts Martin Harnik (l.) köpft den Ball vor Hamburgs Jacopo Sala. (Foto: Philipp Guelland/dapd)

Obenauf: Der VfB Stuttgart führt den Hamburger SV vor

Sie kamen, um drei Punkte im Kampf um die Meisterschaft mitzunehmen, doch sie gingen ohne einen Einzigen: Die Schalker "Knappen" waren als haushohe Favoriten nach Freiburg gereist, enttäuschten ihre Fans beim 1:2 (0:1) jedoch maßlos. Die erste Halbzeit ging klar an die Gastgeber: Der SC Freiburg bestimmte über weite Strecken das Spiel und ging durch Sebastian Freis (18.) in Führung, ehe Caliguri (66.) per Foulelfmeter erhöhte. Der Anschlusstreffer durch Pukki (72.) reichte nicht mehr gegen starke Freiburger, die an diesem Tag den besseren Fußball spielten.

HSV völlig von der Rolle

Der Freiburger Sebastian Freis (r.) trifft gegen Schalkes Torwart Timo Hildebrand zum 1:0. (Foto: Michael Kienzler/dapd)

Überraschend: Freiburg bezwingt Schalke verdient

Betretene Gesichter in Hamburg schon in der Anfangsphase: Eklatante Abwehrschwächen im Hamburger Strafraum führten schnell zum Rückstand gegen diesmal kaltschnäuzige Stuttgarter. Ibisevic (23.) und Kuzmanovic (31.) per Foulelfmeter nutzten die Hamburger Gastfreundschaft aus und sorgten für die 2:0 Pausenführung. Prompt nach dem Wiederanpfiff fiel die Entscheidung: Erneut traf Kuzmanovic per Elfmeter zum 3:0. Beide Strafstöße hatte der Hamburger Rajkovic verursacht. In der Schlussminute traf Harnik noch zum 4:0 (2:0)-Endstand. Gefrustet fuhr kurz zvor Guerrero Stuttgarts Keeper Ulreich von hinten in die Beine und sah völlig verdient die Rote Karte. Er wird seinem Team nach diesem groben Foul wohl länger fehlen und in Hamburg wird Trainer Thorsten Fink sich sehr unangenehme Fragen gefallen lassen müssen.

Rehhagel siegt gegen seine "alte Liebe"

Berlins Co-Trainer Rene Tretschok (l.) und Berlins Trainer Otto Rehhagel sitzen auf der Ersatzbank. (Foto: Maja Hitij/dapd)

Gutgelaunt: Rehagel (r.) bezwingt seinen Ex-Club Bremen

Beim Wiedersehen von "König Otto" mit seinem ehemaligen Verein Werder Bremen gab es am Ende einen Sieger: Rehhagels Hertha gewann knapp, aber nicht unverdient mit 1:0 (0:0) gegen enttäuschende Bremer. Spielerisch war das Aufeinandertreffen keine Offenbarung, denn beide Mannschaften setzten auf eine stabile Defensive – ganz so wie es Otto Rehhagel bei den meisten Teams in der Vergangenheit praktiziert hatte. Es war dann bezeichnenderweise ein verunglückter Schuss, der zum ersten und einzigen Tor in Berlin führte: Rukavytsya (62.) traf zum Tor des Tages, das für die Berliner zu einem Befreiungsschlag aus der Krise werden könnte.

Die Verunsicherung war in Kaiserslautern förmlich zu spüren: Lautern mit zuletzt vier und Wolfsburg mit zuletzt zwei Niederlagen zeigten beide ein nervöses Spiel mit vielen Abspielfehlern und Unsicherheiten in der Abwehr. Doch vor allem vor dem Tor blieben beide Mannschaften weitgehend harmlos und trennten sich folglich torlos 0:0.

Augsburg zeigt Charakterstärke

Ein 2:2 (1:1)-Unentschieden zwischen Hannover und Augsburg, das einen furiosern Auftakt sah: Die in der heimischen Arena noch ungeschlagenen Hannoveraner wurden kalt erwischt. Die Gäste aus Augsburg gingen durch Bellinghausen (12.) in Führung und auch danach drückte der Aufsteiger weiter, hatte mehrere Großchancen, die jedoch ungenutzt blieben. Augsburg zeigte sich zwar hochmotivert nach dem klaren Sieg gegen Hertha BSC am vergangenen Spieltag, doch wenig effektiv, was Hannovers Haggui (33.) mit dem 1:1-Ausgleich bestrafte. In der zweiten Halbzeit drehte Hannover dann zunächst das Spiel mit dem 2:1 durch Diouf (69.), ehe Augsburg sich zurückkämpfte und per Foulelfmeter von Callsen-Bracker (89.) zu einem verdienten Auswärtspunkt kam.

Autor: Joscha Weber
Redaktion: Calle Kops

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