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Sport

Doppel-Gold für Vielseitigkeitsreiter

Medaillensegen für die deutsche Olympiamannschaft. Die Vielseitigkeitsreiter gewannen Gold im Teamwettbewerb sowie Gold und Bronze im Einzel. Silber ging an die Slalom-Kanuten. Die Judoka haben Silber sicher.

Sandra Auffarth. (Foto: REUTERS)

Sandra Auffarth sicherte sich nach Gold auch noch Bronze

Vielseitigkeitsreiter Michael Jung hat an seinem 30. Geburtstag nach dem Erfolg mit dem Team auch im Einzel die Goldmedaille gewonnen. Der Welt- und Europameister blieb auch im zweiten Spring-Umlauf fehlerfrei und siegte mit 40,60 Punkten vor der Schwedin Sara Algotsson Ostholt, die nach einem Abwurf am letzten Hindernis auf 43,30 Punkte kam. Bronze holte sich mit 44,80 Zählern Sandra Auffarth mit Opgun Louvo. Zuvor war Jung schon mit der Equipe zum Sieg geritten und hatte der deutschen Olympia-Mannschaft damit am vierten Wettkampftag der Spiele in London die erste Goldmedaille beschert. Zusammen mit Ingrid Klimke (Abraxxas), Sandra Auffarth, Dirk Schrade (King Artus) und Peter Thomsen (Barny) setzte sich Jung mit 133,70 Punkten vor Großbritannien (138,20) und Neuseeland (144,40) durch. Damit wiederholten die deutschen Vielseitigkeitsreiter den Triumph von Peking 2008.

Bischof hat Silber sicher

Judo-Olympiasieger Ole Bischof greift auch bei den Spielen in London nach der Goldmedaille. Der 32-Jährige besiegte im Halbfinale seiner Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm Travis Stevens aus den USA durch Kampfrichterentscheid nach Verlängerung und zog damit wie vor vier Jahren ins Finale ein. Damit hat der Ausnahme-Judoka bereits Silber sicher. Damit kann Bischof als erster deutscher Judoka überhaupt zwei Goldmedaillen bei Sommerspielen erkämpfen.

Ole Bischof (l.) jubelt (Foto: REUTERS)

Judoka Ole Bischof auf dem Weg zum erhofften Gold?

Dagegen scheiterte Claudia Malzahn gleich in ihrem ersten Kampf. Die 28-Jährige unterlag der Slowenin Urska Zolnir nach rund zwei Minuten durch eine große Wertung (Ippon) und musste damit das Feld räumen. Malzahn reihte sich damit in die Serie der Misserfolge der deutschen Mattenkämpfer in London ein, die reihenweise nicht über ihre Auftaktkämpfe hinauskamen.

Silber für Slalom-Kanuten

Canadier-Fahrer Sideris Tasiadis hat Silber gewonnen. Der Olympia-Debütant paddelte im Lee Valley White Water Centre in 98,09 Sekunden zur ersten Medaille der deutschen Slalom-Kanuten seit dem Olympiasieg von Alexander Grimm 2008 in Peking. Die Goldemdaille holte der Franzose Tony Estanguet (97,06). Bronze ging an Michal Martikan aus der Slowakei (98,31).

Kerber im Tennis-Achtelfinale

Wimbledon-Halbfinalistin Angelique Kerber steht im Achtelfinale des Tennisturniers. Die Weltranglistensiebte hatte im Aufeinandertreffen mit ihrer Gegnerin Timea Babos aus Ungarn keine Probleme und gewann mit 6:1, 6:1. In der Runde der besten 16 trifft Kerber nun auf die dreimalige Olympiasiegerin Venus Williams (USA).

Für den Bogenschützen Camilo Mayr ist das Abenteuer Olympia schon nach der ersten Runde beendet. Der in Bogota/Kolumbien geborene 21 Jahre alte Student verlor im altehrwürdigen Lord's Cricket Ground sein Duell gegen den Chinesen Yu Xing mit 0:6 Satzpunkten. Damit finden beide Einzel-Entscheidungen ohne deutsche Beteiligung statt. Zuvor war Elena Richter in Runde zwei gescheitert.

Schwimm-Staffel im Finale

Paul Biedermann hat eine souveräne deutsche Freistilstaffel über 4 x 200 Meter ins olympische Finale geführt. Als Schlussschwimmer unterlag er zwar im Anschlagfinale knapp dem französischen Konkurrenten auf der Nebenbahn, doch 7:09,23 Minuten waren insgesamt die drittbeste Zeit. Allerdings schwammen die meisten Staffeln nicht in ihrer Bestbesetzung. Als Schnellste geht Olympiasieger USA in den Endlauf. Ins olympische Halbfinale über 200 Meter Brust sind Marco Koch und Christian vom Lehn geschwommen. Marco Di Carli scheiterte über 100 Meter Freistil im Vorlauf.

Nora Subschinski und Christin Steuer haben im Synchronspringen vom Turm die Bronzemedaille klar verpasst. Die WM-Dritten von Shanghai mussten sich im Londoner Aquatics Centre mit dem sechsten Rang begnügen. Die Top-Favoriten aus China feierten dagegen in der dritten Wassersprung-Entscheidung von London den dritten Sieg. Silber ging an Mexiko, Bronze an.

Hacker auf Kurs

Ex-Weltmeister Marcel Hacker hat bei der Ruder-Regatta das Halbfinale erreicht. Der 35-Jährige musste sich im Viertelfinale auf dem Dorney Lake allerdings mit Platz zwei hinter dem britischen WM-Dritten Alan Campbell begnügen. "Es war schwerer als erwartet. Man kann sich nicht zurückhalten. Ich bin mein Rennen gefahren. Es gibt jetzt zwölf Leute, die ins Finale wollen. Da muss man Vollgas geben", sagte Hacker, der 2004 in Athen und vor vier Jahren in Peking den Einzug in den olympischen Endlauf verpasst hatte.

Deutschlands Ruderer Marcel Hacker (Foto AP)

Marcel Hacker darf auf die Finalteilnahme hoffen

Dennoch gab es für die deutschen Ruderer am vierten Regattatag nicht nur Grund zur Freude: Überraschend mussten die Ex-Weltmeister Eric Knittel/Stephan Krüger im Doppelzweier als Vierte des Halbfinals die Segel streichen. Tina Manker/Stephanie Schiller verpassten im Frauen-Doppelzweier als Vierte im Hoffnungslauf den Einzug ins A-Finale. Der Frauen-Achter schied auf dem Dorney Lake als Letzter im Hoffnungslauf aus. Auch der leichte Männer-Vierer ohne Steuermann patzte als Halbfinal-Vierter.

Aus für Florettfechter

Die deutschen Florettfechter um Peking-Sieger Benjamin Kleibrink und den viermaligen Einzel-Weltmeister Peter Joppich sind bei in London leer ausgegangen. Für Kleibrink war bereits in der Runde der letzten 32 Schluss. In der Neuauflage des olympischen Finals von 2008 verlor der 27-Jährige einen Tag nach seinem Geburtstag gegen den Japaner Yuki Ota mit 5:15. Joppich verlor im Achtelfinale gegen Alaaeldin Abdouelkassem aus Ägypten 10:15 und wartet weiter auf seine erste Medaille bei Olympischen Spielen. Sebastian Bachmann verlor ebenfalls im Achtelfinale gegen den Italiener Valerio Aspromonte 11:15.

Flintenschütze Ralf Buchheim hat das Finale im Skeet der Männer verpasst. Dem 28-jährigen Olympia-Debütanten fehlten als Zehnter zwei Scheiben zur Finalteilnahme. Damit wartet der Deutsche Schützenbund immer noch auf die erste Medaille bei den Spielen in London. Gold ging an Vincent Hancock aus den USA.

Die Medaillenkandidatinnen Sara Goller und Laura Ludwig haben beim Beachvolleyballturnier den ersten Rückschlag hinnehmen müssen. In ihrem zweiten Gruppenspiel kassierten die Ex-Europameisterinnen aus Berlin beim hart umkämpften 1:2 gegen Talita Rocha/Maria Antonelli aus Brasilien die erste Niederlage. Dabei wehrten Goller/Ludwig insgesamt zehn Matchbälle ab, verloren aber dennoch mit 13:15 im entscheidenden Satz.

"Knoten ist durchgeschlagen"

Die erste deutsche Goldmedaille ist nach Überzeugung von Chef de Mission Michael Vesper für die deutsche Olympia-Mannschaft in London eine Initialzündung. "Der Knoten ist jetzt durchgeschlagen", sagte er nach dem Mannschafts-Olympiasieg der deutschen Vielseitigkeitsreiter. Am Vortag hatte Vesper schon Platz zwei für Degenfechterin Britta Heidemann bejubeln können. "Silber war gestern die Zündkerze. Jetzt mit Gold springen wir auch in der Wertung nach oben", meinte der Funktionär. Vor vier Jahren brachte der DOSB 41 Medaillen aus China mit nach Deutschland zurück, davon 16 aus Gold.

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