Doppel-Anschlag erschüttert Aden | Aktuell Welt | DW | 24.02.2018
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Terrorismus

Doppel-Anschlag erschüttert Aden

In der jemenitischen Hafenstadt hat es zwei Selbstmordanschläge gegeben. In Agenturberichten ist von bis zu 14 Toten die Rede. In dem Bürgerkriegsland sind mehrere Terrorgruppen aktiv.

Jemen | Aden (Reuters/F. Salman)

Aden - hier ein Archivbild - dient der jemementischen Regierung als Rückzugsort

Die Angriffe hätten einer Einrichtung gegolten, die von Anti-Terror-Einheiten genutzt werde, sagten Augenzeugen. Die Täter sollen dort am Eingang zwei mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge zur Explosion gebracht haben. Zudem hätten sechs Bewaffnete versucht, die Einrichtung zu stürmen. Sie seien aber von Wachleuten erschossen worden. Diese hätten damit Schlimmeres verhindert.

Unter den Toten sollen vor allem Wachleute sein. Wie es heißt, ist unter den Opfern aber auch ein Kind. Es war der erste schwere Anschlag im Jemen seit im Januar Kämpfe zwischen Separatisten und Regierungstruppen um die Kontrolle der im Südjemen gelegenen Hafenstadt ausgebrochen sind.

IS will Blutbad verübt haben 

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamierte die Tat über ihr Propagandaorgan Amak für sich. In den vergangenen Jahren hatte es in Aden eine Reihe von Anschlägen mit insgesamt mehreren hundert Toten gegeben. Zu einigen davon bekannte sich der IS.

Jemens international anerkannte Regierung hatte sich nach Aden zurückgezogen, nachdem sie im September 2014 von den schiitischen Huthi-Rebellen aus der Hauptstadt Sanaa vertrieben worden war. Die Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Militäreinheiten des gestürzten Staatschefs Ali Abdallah Saleh kämpfen seit 2014 gegen die Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi.

Terrorgruppen proftieren

Hadi wird von Saudi-Arabien unterstützt, die Huthi-Rebellen vom Iran. Seit dem Eintritt der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition in den Krieg im März 2015 wurden mehr als 9000 Menschen getötet und etwa 50.000 weitere verletzt. Von der unsicheren Lage im Jemen profitieren Dschihadistengruppen wie der IS und das Terrornetzwerk Al-Kaida.

haz/wa (rtr, dpa,afp)

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