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Sport-News

Dopingverdacht bei Tour de France

Die Tour de France hat ihren ersten brisanten Dopingbefund: Der Luxemburger Frank Schleck von RadioShack-Nissan wurde positiv auf eine Substanz getestet, die oft zur Verschleierung von illegalen Mitteln eingesetzt wird.

Radprofi Frank Schleck ist auf der 13. Etappe der Tour de France positiv auf das Diuretikum Xipamid getestet worden. Wie der Radsport-Weltverband UCI mitteilte, wies die Urinprobe des Luxemburgers vom 14. Juli Spuren der Substanz auf, die zwar nicht verboten ist, aber als Hinweis auf die Einnahme illegaler Stoffe gilt. Sein Team RadioShack-Nissa nahm Schleck daraufhin aus dem Rennen. Man habe keine Erklärung für den Fund des Mittels, hieß es in einer Mitteilung des Teams. Diuretikum sei in keinem der von er Mannschaft benutzen Medikamente enthalten.

Schleck hat jede Schuld von sich gewiesen. "Ich streite kategorisch ab, irgendeine verbotene Substanz genommen zu haben. Ich habe keine Erklärung für das Ergebnis und bestehe auf die Öffnung der B-Probe, wie es mein Recht ist", sagte der 32-Jährige. "Falls die Analyse das Ergebnis bestätigt, werde ich argumentieren, dass ich das Opfer einer Vergiftung geworden bin."

Nur wenn die B-Probe positiv ist, gilt Schleck als Doping-Sünder. Der Dritter der Frankreich-Rundfahrt von 2011 belegt im Gesamtklassement der diesjährigen Tour derzeit den zwölften Rang.

RadioShack unter Doping-Verdacht

Das gefundene Diuretikum hat selbst keine leistungssteigernde Wirkung. Xipamid steigert aber die Ausscheidung von Flüssigkeiten und Elektrolyten über die Nieren. Dadurch können Wassereinlagerungen aus dem Körper ausgeschwemmt werden. Auf diese Weise lässt sich der Gebrauch verbotener Doping-Substanzen "maskieren".

Das Testergebnis ist eine weitere Hiobsbotschaft für RadioShack-Nissan. Denn die US-Anti-Doping-Agentur USADA hat schon den Teammanager, den Belgier Johan Bruyneel, wegen Dopings angeklagt. Sie wirft ihm vor, Radprofi Lance Armstrong mit dessen Wissen durch systematisches Doping zu sieben Tour-Siegen verholfen haben.

det/gmf/sc (dpa, sid)