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Nachrichten

Donnerstag, 9. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei

WASHINGTON: Die von einer kleinen fundamentalistischen Christengruppe im US-Bundesstaat Florida für den 11. September geplante öffentliche Verbrennung von Koranexemplaren sorgt weltweit weiter für Empörung. Nach scharfer Kritik der US-Regierung, meldete sich jetzt der Kommandeur der NATO-Truppen in Afghanistan, US-General Petraeus, nochmals zu Wort. Er verglich die möglichen negativen Auswirkungen für das Ansehen der Vereinigten Staaten mit den Folter-Fotos aus dem irakischen Gefängnis Abu Ghoreib aus dem Jahr 2004. Die US-Regierung befürchtet, dass die Koran-Verbrennung in muslimischen Ländern zu Ausschreitungen führen könnte. Außenministerin Clinton betonte, die Pläne der radikalen Christengruppe repräsentierten nicht die US-Einstellung zum Islam. Bundeskanzlerin Merkel verurteilte das Vorhaben als respektlos und abstoßend.

WASHINGTON: US-Präsident Obama will trotz massiven Widerstands der Republikaner die unter seinem Vorgänger Bush eingeführten Steuererleichterungen für Reiche wieder abschaffen. Die dadurch in den kommenden zehn Jahren zu erwartenden Mindereinahmen des Staates in Höhe von 700 Milliarden Dollar könnten sich die USA einfach nicht mehr leisten, sagte Obama in einer Rede in Cleveland im Bundesstaat Ohio. Dagegen will er die Steuervergünstigungen für Bürger mit einem Jahreseinkommen bis zu 250 000 Dollar in Kraft lassen. Mit dem Thema Steuern versucht Obama wenige Wochen vor den Kongresswahlen für seine Demokraten zu punkten.

BRÜSSEL: Auf Druck der Europäischen Union hat Serbien seinen umstrittenen Entwurf für eine Kosovo-Resolution der Vereinten Nationen abgeschwächt. In einer Erklärung der Regierung in Belgrad heißt es, dass die Passage gestrichen worden sei, in der die einseitige Abspaltung der früheren serbischen Provinz als inakzeptabel bezeichnet wurde. Das bedeute allerdings nicht, dass die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt werde. Die EU und Deutschland begrüßten den Schritt. Damit sei eine gute Grundlage für die weiteren Bemühungen um eine friedliche Entwicklung der Region gelegt, sagte der EU-Sonderbeauftragte für den Kosovo, Pieter Feith.

BUKAREST: Der rumänische Präsident Basescu hat seine Kritik an den Abschiebungen von Roma aus Frankreich erneuert. Die Regierung in Paris missachte die Vereinbarungen über die Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union. So hätten sich die kürzlich ausgewiesenen 500 Roma keinerlei Vergehen schuldig gemacht, betonte Basescu. Der französische Einwanderungsminister Besson und Frankreichs Europa-Staatssekretär Lellouche wollen an diesem Donnerstag in Bukarest das harte Vorgehen gegen die Roma erläutern. Vor dem Hintergrund der Abschiebungen will das Europaparlament ebenfalls an diesem Donnerstag eine Resolution zur Lage der Roma in Europa verabschieden.

MOSKAU: Bei einer Autobombenexplosion auf einem Markt in Wladikawkas in der russischen Kaukasusrepublik Nordossetien sind mindestens vier Menschen getötet worden. Mehrere Dutzend weitere seien verletzt worden, meldet die Nachrichtenagentur Itar-Tass unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden. Noch ist unklar, wer hinter dem Anschlag steckt. Im Kaukasus werden immer wieder Anschläge von radikal-islamischen Rebellen verübt, die für die Unabhängigkeit der russischen Teilrepubliken von Moskau kämpfen.

BERLIN: Die EU-Kommission hat eine grundlegende Reform der europäischen Fischereipolitik und eine Kürzung der Fangquoten gefordert. Fischereikommissarin Damanaki sagte der Zeitung "Die Welt", 88 Prozent der Fischbestände seien überfischt. Die Situation sei alarmierend. Wenn jetzt nicht gehandelt werde, seien in zwölf Jahren nur noch zehn Prozent der Fischbestände intakt.

LUXEMBURG: Deutsche Behörden dürfen nächtliche Flugbeschränkungen für den Flughafen Zürich anordnen. Das hat der Europäische Gerichtshof in erster Instanz entschieden. Das Gericht wies eine Klage der schweizerischen Regierung gegen die EU-Kommission ab. Deutschland hatte 2003 angeordnet, dass Flugzeuge im Anflug auf Zürich nachts nicht mehr über deutsches Gebiet fliegen dürfen. Die Schweiz sieht darin einen Verstoß gegen ein Luftverkehrsabkommen zwischen Bern und der Europäischen Union.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Besonders im Nordosten und in Küstenregionen dichte Wolken und Regen. Sonst bewölkt, zeitweise Regenschauer, im Süden auch heitere Abschnitte. Die Höchstwerte erreichen 13 bis 20 Grad.

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