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Nachrichten

Donnerstag, 9. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien! Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Symbolbild langsam gesprochene Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten

BERLIN: Streikende Lokführer haben den S-Bahn-Verkehr in Berlin und Hamburg für zwei Stunden stark behindert. Ein Verkehrschaos blieb in beiden Städten aber aus. Reisende waren entweder früher zur Arbeit gefahren oder nutzten die Möglichkeit, auf Regionalzüge oder die U-Bahn umzusteigen. Auch zeigten viele Fahrgäste Verständnis für den Ausstand. Sowohl Bahn-Personalvorstand Margret Suckale als auch der Chef der Lokführer-Gewerkschaft GDL, Manfred Schell, bekräftigten ihre Bereitschaft zu neuen Verhandlungen im Tarifkonflikt. Schell schlug inzwischen den früheren CDU-Generalsekretär Heiner Geißler als Vermittler vor. Die GDL fordert einen eigenen Tarifvertrag für das Zugpersonal und bis zu 31 Prozent mehr Gehalt

DÜSSELDORF: Nach einem Warnstreik zu Wochenbeginn sind in Düsseldorf die Tarifverhandlungen für die rund 400 Piloten des Ferienfliegers LTU wieder aufgenommen worden. Die Gewerkschaft Cockpit fordert sechs Prozent mehr Gehalt, LTU hat drei Prozent geboten. In einer Urabstimmung hatte sich die Mehrheit der Piloten für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. Der Chef der Fluggesellschaft Air Berlin, Joachim Hunold, lehnte die Cockpit-Forderungen erneut ab. Das Gehaltsniveau der LTU liege ohnehin über dem von Air Berlin, sagte Hunold der 'Süddeutschen Zeitung'. Am Mittwoch hatte das Bundeskartellamt die Übernahme von LTU durch Air Berlin ohne Auflagen genehmigt.

KABUL: Vor dem Hintergrund wachsender grenzüberschreitender Gewalt der radikal-islamischen Taliban-Milizen sind in der afghanischen Hauptstadt hunderte Stammesführer aus Afghanistan und Pakistan zusammengekommen. Der afghanische Präsident Hamid Karsai drängte bei der Eröffnung des dreitägigen Treffens von mehr als 600 Delegierten aus Politik und Religion in Kabul auf einen Erfolg zur Eindämmung der Kämpfe und Unruhen. Die Taliban haben zum Boykott der so genannten Friedens-Dschirga aufgerufen. Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf sagte seine Teilnahme an der Ratsversammlung kurz vor Beginn unter Verweis auf Verpflichtungen in Islamabad ab.

BAGDAD: Zehntausende schiitische Pilger haben sich auf den Weg zu einem Heiligtum im Norden der irakischen Hauptstadt gemacht. Ziel ist traditionell der Schrein des vor 1200 Jahren vergifteten Imans Mussa al-Kadhim. Aus Furcht vor Anschlägen haben die Behörden ein Fahrverbot verhängt, das in Teilen Bagdads schon am Dienstagabend in Kraft trat. Die Gläubigen gelten als besonders leichtes Angriffsziel für Aufständische. Während der Feierlichkeiten war es in den vergangenen Jahren wiederholt zu Gewalttaten gekommen. Fast 1.000 Menschen starben allein 2005 bei einer Massenpanik nach Gerüchten über einen Selbstmordattentäter.

LONDON: Der neue Kosovo-Unterhändler der EU, Wolfgang Ischinger, hat die Gespräche über den künftigen Status der serbischen Provinz als möglicherweise letzte Chance für eine Verhandlungslösung bezeichnet. Die EU werde jedes Ergebnis von Gesprächen zwischen Belgrad und den Kosovo-Albanern akzeptieren, sagte Ischinger der BBC. Der deutsche Diplomat nimmt an diesem Donnerstag seine Tätigkeit als Unterhändler auf. Ischinger wird bereits am Wochenende nach Belgrad und in die Kosovo-Hauptstadt Pristina reisen. Die Provinz steht seit dem Krieg 1999 unter UN-Verwaltung. Die Kosovo-Albaner wollen die sofortige Unabhängigkeit von Serbien, was die Führung in Belgrad ablehnt.

NEU-DELHI: Tausende Exil-Tibeter haben in den USA und Indien gegen Peking als Austragungsort der Olympischen Spiele 2008 protestiert. In Neu-Delhi gingen rund 10.000 Menschen auf die Straße und forderten Freiheit für die Himalaya-Region. In New York zogen etwa 1.000 Kundgebungsteilnehmer vor das chinesische Konsulat. Die Führung in Peking hatte zuvor mit einer großen Feier den Countdown für die Olympischen Spiele in einem Jahr gestartet und acht festgenommene Tibet-Aktivisten aus den USA, Kanada und Großbritannien abgeschoben. Das Land war 1950 von chinesischen Truppen besetzt und im folgenden Jahr dem kommunistischen Staat einverleibt worden.

BERLIN: Der Tourismus in Deutschland hat auch nach dem Rekordjahr 2006 noch weiter zugenommen. Von Januar bis Juli stieg die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006 um vier Prozent auf 160 Millionen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste kletterte dabei um zwei Prozent auf knapp 24 Millionen, bei den Touristen aus Deutschland selbst gab es ein Plus von vier Prozent auf gut 136 Millionen. Im vergangenen Jahr hatte die Fußball-WM die Zahl der Übernachtungen auf über 351 Millionen steigen lassen. Das war der höchste Wert seit der Wiedervereinigung.

BERLIN: Der Schriftsteller Ulrich Plenzdorf ist tot. Er starb nach Angaben der Berliner Akademie der Künste im Alter von 72 Jahren in einer Klinik in der Nähe von Berlin. Plenzdorf war einer der bekanntesten Autoren der DDR. Mit seinem Roman "Die Leiden des jungen W." verfasste er ein Stück Weltliteratur.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und in der Mitte teils kräftiger Regen. Im Nordosten nach gebietsweise freundlichem Tagesbeginn bewölkt und zum Abend hin zunehmend Schauer und Gewitter. Nur an der Küste bleibt es weitgehend trocken. Höchstwerte 20 bis 29 Grad.

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