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Nachrichten

Donnerstag, 9. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LONDON: Nach einer Sicherheitspanne ist der Anti-Terror-Chef von Scotland Yard, Bob Quick, zurückgetreten. Das teilte der Londoner Bürgermeister Boris Johnson mit. Großbritanniens oberster Terror-Fahnder war am Mittwoch von Pressefotografen abgelichtet worden, wie er geheime Papiere über eine laufende Anti-Terror-Überwachung gut lesbar unter dem Arm trug. Zu erkennen waren dabei auch Angaben über geplante Festnahmen. Wegen des Fotos mussten Terrorfahnder eilig Razzien einleiten, bei denen mindestens zehn Verdächtige, zumeist Pakistaner, festgenommen worden waren. Sie sollen Kontakte zur Terrororganisation El Kaida haben.

FRANKFURT AM MAIN: Der deutsche Staat hat den Aktionären der maroden Immobilienbank Hypo Real Estate ein freiwilliges Übernahmeangebot gemacht. Es sieht einen Preis von 1,39 Euro je Aktie oder insgesamt 290 Millionen Euro vor. Der Bund könnte die Aktionäre enteignen, falls die Verhandlungen über einen freiwilligen Verkauf scheitern sollten. Der US-Großaktionär Christopher Flowers, der 24 Prozent der Anteile hält, hat mit rechtlichen Schritten dagegen gedroht. Die Bundesregierung strebt die Mehrheit an dem börsennotierten Konzern an, um die bislang gewährten staatlichen und privaten Hilfen von 102 Milliarden Euro zu sichern.

MÜNCHEN: Der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix erhebt in seinem Untersuchungsbericht zur Datenaffäre bei der Bahn schwere Vorwürfe gegen den Konzernvorstand. Wie die 'Süddeutsche Zeitung' und das Magazin 'Focus' übereinstimmend berichten, zeichnet sein 64-seitiges Dossier das Bild eines außer Kontrolle geratenen Unternehmens, das jahrelang Mitarbeiter und Geschäftspartner an den Gesetzen vorbei ausforschen ließ. Private Kontendaten seien im Original beschafft, Minderjährige ins Visier der Ermittler gerückt und die Intimsphäre ausgeforscht worden, heißt es. Von der Bahn verlautete, einige Behauptungen entbehrten einer sachlich fundierten Grundlage. Der scheidende Bahn-Chef Hartmut Mehdorn hatte mehrfach betont, es gebe nichts Rechtswidriges.

JAKARTA: In Indonesien ist ein neues Parlament gewählt worden. Mehr als 170 Millionen Menschen waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Um die etwa 560 Sitze bewarben sich fast 40 nationale Parteien. Überschattet wurde die Wahl von Gewalttaten in der östlichen Provinz Papua. Dort kamen mindestens fünf Menschen ums Leben. Das Ergebnis der Parlamentswahl ist entscheidend auch für die Präsidentenwahl im Juli. Dabei will sich Amtsinhaber Susilo Bambang Yudhoyono von der Demokratischen Partei um ein zweites Mandat bewerben. -- Die Parlamentswahl ist die dritte freie Abstimmung seit dem Sturz des autoritären Suharto-Regimes im Jahr 1998. Indonesien, das sich von West nach Ost über mehr als 5.000 Kilometer erstreckt, hat die größte muslimische Bevölkerung der Welt.

PJÖNGJIANG: In Nordkorea hat die Oberste Volksversammlung wie erwartet Militärmachthaber Kim Jong Il als Staatsoberhaupt im Amt bestätigt. Kim sei als Vorsitzender der Nationalen Verteidigungskommission wiedergewählt worden, berichten die staatlichen Medien. Die Kommission ist das mächtigste Organ des kommunistischen Staates. Kims Wiederwahl galt als Formalität.

ALGIER: In Algerien wird ein neuer Präsident gewählt. Rund 20 Millionen Algerier sind wahlberechtigt. Präsident Abdelaziz Bouteflika strebt eine dritte Amtszeit an. Sein Wahlsieg gilt als so gut wie sicher. Bouteflika hat eine weitere Amnestie angekündigt, um islamische Terroristen zur Abgabe ihrer Waffen zu bewegen. In Algerien kommt es regelmäßig zu Anschlägen gegen Polizei und Militär. Das Land lebt in erster Linie vom Gas- und Ölexport.

ROM: Drei Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Mittelitalien steigt die Zahl der Todesopfer weiter. In der Nacht zum Donnerstag wurden in den Abruzzen mehrere Menschen tot in den Trümmern ihrer Häuser aufgefunden. Wie die Behörden der Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila mitteilten, stieg die Zahl der Opfer auf 278. Die italienische Regierung will noch am Donnerstag ein Notstands-Dekret erlassen. Vorgesehen sind darin unter anderem Finanzhilfen für die vom Erdbeben Geschädigten sowie 110 Millionen Euro für dringende Reparaturarbeiten an den Schulen und auch verschärfte Maßnahmen gegen Plünderer.

WIESBADEN: Vor allem sinkende Preise für Kraftstoffe und Heizöl haben die Inflation in Deutschland mit 0,5 Prozent im März auf den niedrigsten Wert seit fast zehn Jahren gedrückt. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hatte im Januar noch eine Teuerungsrate von 0,9 Prozent, im Februar von 1,0 Prozent festgestellt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und in den Mittelgebirgen wolkig mit Auflockerungen, gelegentlich Schauer. Sonst heiter und überwiegend trocken. Höchstwerte zwischen zehn und 22 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 10 Grad, dunstig;

Berlin: 13 Grad, regnerisch;

Dresden: 13 Grad, wolkig:

Köln/Bonn: 13 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 12 Grad, stark bewölkt und

München: 12 Grad, fast wolkenlos.

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