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Nachrichten

Donnerstag, 8. Mai 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler hat Israel zum 60. Jahrestag seiner Staatsgründung gratuliert. In einem Grußwort bezeichnete er die enge und vertrauensvolle Partnerschaft beider Staaten mit Blick auf den millionenfachen Mord an den Juden im Nationalsozialismus als nicht selbstverständlich. Die Erinnerung daran müsse wachgehalten werden, um Intoleranz, Antisemitismus und Rassismus bei künftigen Generationen vorzubeugen. Köhler kündigte an, beim Staatsbesuch seines Amtskollegen Schimon Peres im September solle ein Zukunftsforum gegründet werden, das junge Deutsche und Israelis in Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft einander näher bringen solle. In Israel begannen am Mittwochabend mit einer Lasershow in Tel Aviv und Jerusalem die offiziellen Feiern. Regierungschef Ehud Olmert bekräftigte in einer Rede das Existenzrecht Israels auf der Grundlage von Frieden und Sicherheit.

RANGUN: Nach der Sturm-Katastrophe in Birma wächst der Druck auf die dortige Militärregierung, internationale Hilfslieferungen und Rettungskräfte ins Land zu lassen. Die US-Botschaft in Bangkok bestätigte, dass sich die Regierung Birmas zur Annahme von Lebensmitteln und Medikamenten durch die Vereinigten Staaten bereit erklärt habe. Entsprechend äußerte sich auch ein Koordinator des Roten Kreuzes. Meldungen, auch das UN-Welternährungsprogramm habe eine Landeerlaubnis für ein Flugzeug erhalten, bestätigten sich bislang nicht. Das Auswärtige Amt in Berlin hat den birmanischen Botschafter einbestellt, um die Verzögerung der internationalen Rettungsaktionen zu thematisieren. Inzwischen gehen Diplomaten in Rangun davon aus, dass durch den Zyklon 'Nargis' mehr als 100.000 Menschen ums Leben gekommen sind.

DHARAMSALA: Der Dalai Lama und die chinesische Regierung werden nach tibetischen Angaben ihren formellen Dialog wieder aufnehmen. Darauf hätten sich beide Seiten trotz großer Differenzen bei dem informellen Treffen am vergangenen Wochenende verständigt, teilte der Abgesandte des Dalai Lama, Lodi Gyari, am Sitz der tibetischen Exilregierung in Dharamsala mit. Wann der Dialog, der im Juni vergangenen Jahres abgebrochen wurde, wieder aufgenommen werden soll, steht allerdings noch nicht fest.

ROM: Im italienischen Parlament wird an diesem Donnerstag der neue Ministerpräsident Silvio Berlusconi vereidigt. Staatspräsident Giorgio Napolitano hatte den 71-jährigen konservativen Politiker am Mittwochabend offiziell mit der Regierungsbildung beauftragt. Es ist das dritte Mal, dass Berlusconi das Amt des italienischen Regierungschefs übernimmt. Seine Mitte-Rechts-Koalition hatte bei der Parlamentswahl im April einen deutlichen Sieg errungen. Das Kabinett Berlusconis umfasst 21 Mitglieder. Neuer Außenminister wird der bisherige EU-Justizkommissar Franco Frattini.

MOSKAU: Im Konflikt um die Unabhängigkeitsbewegung in Abchasien hat die russische Regierung mit einer Verstärkung ihrer dortigen Truppen gedroht. Moskau werde notwendige und angemessene Maßnahmen treffen, falls auch Georgien seine Einheiten in der abtrünnigen Provinz aufstocke, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Im April hatte der Kreml bekanntgegeben, dass Russland die Zusammenarbeit mit Abchasien vertiefen wolle. Völkerrechtlich gehören diese Provinz und das ebenfalls nach Unabhängigkeit strebende Südossetien weiter zu Georgien.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel will nach eigenen Angaben ihre vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Wladimir Putin auch in seiner neuen Funktion als Regierungschef fortsetzen. Einer deutschen Zeitung sagte Merkel, sie habe trotz manchmal auch unterschiedlicher Meinungen ein sehr konstruktives und direktes Verhältnis zu ihm. Sie wüssten beide um die - so wörtlich - hohe Bedeutung der strategischen Partnerschaft Deutschlands und Russlands. Putin war am Mittwoch vom neuen Präsidenten Dmitri Medwedew zum Regierungschef ernannt worden. An diesem Donnerstag soll er von der Staatsduma gewählt werden.

BERLIN: Der Bundestag stimmt an diesem Donnerstag über die außerplanmäßige Erhöhung der Renten zum 1. Juli ab. Diese sollen um 1,1 Prozent steigen. Auch 2009 soll es eine höhere Rentenanpassung geben als nach geltender Rechtslage eigentlich möglich ist. Kritik an dem Gesetz gibt es vor allem von jüngeren Abgeordneten, die eine zu hohe Belastung durch steigende Sozialbeiträge geltend machen. Erst 2012, und damit später als geplant, sollen die Beiträge wieder sinken. Die Bundesagentur für Arbeit teilte derweil mit, im vergangenen Jahr sei die Zahl älterer Menschen, die auf Hartz IV angewiesen sind, gestiegen. Bundesweit erhielten 654.000 Menschen zwischen 55 und 65 Jahren das Arbeitslosengeld II. Dies seien 8,3 Prozent mehr als 2006.

BERLIN: Die Zahl der gewaltbereiten Linksextremisten hat im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den neuen, noch unveröffentlichten Jahresbericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz berichtet, waren Ende 2007 rund 6.300 Personen diesem Spektrum zuzurechnen. Das seien 300 mehr als ein Jahr zuvor. Stärkste Gruppe unter den Linksextremisten sind demnach die so genannten Autonomen, die zuletzt bei den schweren Krawallen am 1. Mai in Hamburg in Erscheinung traten. Offiziell soll der neue Verfassungsschutzbericht in der kommenden Woche vorgestellt werden.

HANNOVER: Bei dem Schiffahrts- und Touristikkonzern TUI wird es vorerst keinen Führungswechsel geben. Der norwegische Großaktionär John Frederiksen scheiterte bei einer turbulenten Hauptversammlung in Hannover mit seinem Antrag, Aufsichtsratschef Jürgen Krumnow abzuwählen. Rund 57 Prozent der anwesenden Aktionäre stimmten dagegen, rund 43 dafür. Frederiksens Vertreter kündigte an, man wolle die Anteile an TUI aufstocken und auf einer außerordentlichen Hauptversammlung einen neuen Versuch starten. Bei dem Streit geht es um die künftige Strategie des Konzerns. Frederiksen fordert zwei Aufsichtsratsposten, um unter anderem den im März beschlossenen Verkauf der Container-Reederei Hapag Lloyd zu überwachen. Krumnow und Firmenchef Michael Frenzel hatten ihm einen Posten angeboten.

PEKING: Drei Monate vor Beginn der Sommerspiele hat das Olympische Feuer den Gipfel des Mount Everest erreicht. Als erste Bergsteigerin in dem zwölfköpfigen Team hielt eine junge Tibeterin die Fackel auf dem höchsten Punkt der Erde. Das Pekinger Staatsfernsehen berichtete live von der symbolträchtigen Aktion. Schlechte Witterungsbedingungen und Schneefall hatten den Aufstieg mehrfach verzögert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Weiter frühsommerlich, in den Gebirgen einige Quellwolken, aber überall trocken. An der Küste 14 bis 17 Grad, sonst 20 bis 25 Grad.

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