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Nachrichten

Donnerstag, 8. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DURBAN: Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat Deutschland nur das kleine Finale, also das Spiel um Platz drei am Samstag gegen Uruguay erreicht. Nach dem 1:0-Sieg über das deutsche Team steht Europameister Spanien dagegen im Endspiel und trifft am Sonntag auf die Niederlande. Beide Mannschaften können zum ersten Mal Weltmeister werden. Bundestrainer Löw lobte seine Mannschaft für das tolle Turnier in Südafrika. Gegen Spanien habe das junge Team aber nicht mehr mit dem Mut und der Überzeugung agiert, wie in den Spielen davor. Nach dem Halbfinale-Aus hat sich das deutsche Team entschieden, auf einen großen Empfang in Berlin zu verzichten. Die Spieler werden nach ihrer Landung am Montagmorgen in Frankfurt am Main sofort den Urlaub antreten.

ATHEN: In Griechenland hat ein Generalstreik weite Teile des öffentlichen Lebens lahmgelegt. Die landesweiten Proteste richten sich gegen das Sparprogramm der sozialistischen Regierung. Flüge, Busse und Bahnen fallen aus, zahlreiche Behörden und Schulen bleiben geschlossen. In den Krankenhäusern werden nur Notfälle behandelt. Am Mittag wollen tausende Demonstranten vor dem Parlament in Athen ihrem Ärger Luft machen. Dort wollen die Abgeordneten im Lauf des Tages Kürzungen bei der staatlichen Altersvorsorge beschließen. Die Einschnitte sind Teil des Sparpakets, das die griechische Regierung mit dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union vereinbart hat, um auf Hilfskredite im Umfang von 110 Milliarden Euro zurückgreifen zu können.

WASHINGTON: Die Weltwirtschaft erholt sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds schneller als bisher angenommen. Die Organisation hob ihre Wachstumsprognose für 2010 auf 4,6 Prozent an. Im April war der IWF noch von 4,2 Prozent ausgegangen, zu Jahresbeginn von 3,9 Prozent. Zum Konjunkturauftrieb tragen den Angaben zufolge insbesondere die aufstrebenden asiatischen Wirtschaftsmächte China und Indien bei. Ihre Volkswirtschaften könnten im laufenden Jahr um rund zehn Prozent wachsen.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat sich bei Deutschland für die Aufnahme von zwei ehemaligen Häftlingen aus dem Gefangenenlager Guantánamo bedankt. Das Außenministerium in Washington sprach von einer humanitären Geste und einem starken Zeichen für Deutschlands Engagement, den Vereinigten Staaten bei der Schließung des Lagers zu helfen. Bei den beiden Männer handelt es sich um einen Syrer und einen Palästinenser. Sie sollen nach Auskunft von Bundesinnenminister de Maizière in Hamburg und Rheinland-Pfalz aufgenommen werden. Weitere Guantánamo-Insassen würden nicht nach Deutschland kommen, versicherte der CDU-Politiker.

HAVANNA: Die kubanische Regierung will 52 politische Gefangene freilassen. Das teilte die katholische Kirche des Landes nach einem Treffen zwischen dem Erzbischof von Havanna, Ortega, und Staatspräsident Castro mit, an dem auch der spanische Außenminister Moratinos teilnahm. Moratinos war Anfang der Woche nach Kuba gereist, um sich vor allem für die Freilassung kranker Dissidenten einzusetzen. Im Gegenzug hatte er Kuba eine Verbesserung der Beziehungen zur EU in Aussicht gestellt.

COLOMBO: In Sri Lanka ist ein Minister in den unbefristeten Hungerstreik getreten, aus Protest gegen eine von den Vereinten Nationen angekündigte Untersuchung möglicher Kriegsverbrechen während des Bürgerkriegs in dem Land. Wie ein Sprecher der nationalistischen Regierungspartei NFF mitteilte, begann Bauminister Weerawansa mit seiner Protestaktion vor dem UN-Gebäude in der Hauptstadt Colombo. Sri Lanka betrachtet die Einsetzung einer Untersuchungskommission durch UN-Generalsekretär Ban als Verletzung der eigenen Souveränität. - Im Mai 2009 hatten Regierungstruppen die tamilischen Rebellen im Norden des Landes nach 25-jährigem Kampf endgültig militärisch besiegt. Laut Menschenrechtlern wurden allein in den letzten Wochen des Bürgerkriegs tausende Zivilisten getötet, die von den Rebellen als menschliche Schutzschilde missbraucht wurden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Der Hochsommer hält mit viel Sonnenschein weiter an. Nur im Norden und Osten gibt es vorübergehend ein paar Wolken und vereinzelt Regenschauer. Die Höchstwerte erreichen 26 bis 34 Grad.

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