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Nachrichten

Donnerstag, 8. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

BAGDAD: US-Soldaten und irakische Sicherheitskräfte haben in Bagdad das Gesundheitsministerium gestürmt und Vizeminister Hakim Zamili festgenommen. Dies teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Zamili gilt als Gefolgsmann des radikalen Schiitenpredigers Muktada el Sadr. Die US-Armee nahm zu diesen Berichten bislang nicht Stellung. - Bei Anschlägen im Irak wurden mehr als 20 Menschen getötet. In Bagdad gab es nach Polizeiangaben sieben Tote, als ein Sprengsatz neben einem Bus explodierte. In der überwiegend von Schiiten bewohnten Ortschaft Asisija tötete eine Autobombe mindestens 15 Menschen. - In der Provinz Anbar kamen sieben US-Soldaten beim Absturz ihres Hubschraubers ums Leben. Der Hubschrauber wurde möglicherweise abgeschossen.

PEKING: In der chinesischen Hauptstadt hat eine neue Runde der Sechs-Länder-Gespräche über das Atomprogramm Nordkoreas begonnen. Der Unterhändler des kommunistischen Landes, Kim Kye Gwan, sagte nach seiner Ankunft in Peking, Nordkorea sei bereit, über erste Schritte zu einem Ausstieg aus seinem Atomprogramm zu sprechen. - Nach einer ergebnislosen Sechser-Runde im Dezember hatte es bei bilateralen Gesprächen zwischen den USA und Nordkorea im Januar offenbar Fortschritte gegeben. - An den Verhandlungen in Peking nehmen auch Diplomaten Chinas, Russlands, Japans und Südkoreas teil. - Nordkorea hatte im Oktober nach eigenen Angaben eine Atombombe getestet. Die Vereinten Nationen reagierten mit der Verhängung von Sanktionen.

SEVILLA: Die Verteidigungsminister der NATO beraten an diesem Donnerstag über ihre künftige Militärstrategie in Afghanistan. Bei dem Treffen im spanischen Sevilla geht es vor allem um die Frage, wie die Allianz auf die befürchtete Frühjahrsoffensive der Taliban reagieren kann. Zur Diskussion steht auch eine mögliche Verstärkung der Afghanistan-Schutztruppe ISAF. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung will den Nato-Ministern den Tornado-Beschluss der Bundesregierung erläutern. Deutschland will sechs Kampfflugzeuge vom Typ Tornado zur Luftaufklärung in ganz Afghanistan bereitstellen. Der Bundestag muss noch zustimmen. SPD-Fraktionschef Peter Struck sprach im Gegensatz zu Verteidigungsminister Jung von einem Kampfeinsatz.

MEKKA: Die rivalisierenden Palästinenser-Organisationen Fatah und Hamas haben bei ihren Friedensgesprächen in Saudi-Arabien offenbar erste Annäherungen erzielt. Ein Berater von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas von der Fatah sagte in Mekka, beide Seiten hätten sich über die Besetzung von drei Schlüsselressorts in einer geplanten Einheitsregierung verständigt. Die Ministerien für Finanzen, Inneres und Außenpolitik sollten von unabhängigen Experten geführt werden. Derzeit stellt die bei der Wahl vor einem Jahr siegreiche Hamas die Palästinenser-Regierung. - Die Gespräche in Mekka werden voraussichtlich mehrere Tage dauern.

BEIRUT: Erstmals seit dem Krieg zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Sommer ist es im israelisch-libanesischen Grenzgebiet zu einem Schußwechsel gekommen. Nach Angaben der libanesischen Armee feuerten Soldaten auf ein israelisches Räumfahrzeug, das die Grenze überquert habe. Israelische Soldaten hätten das Feuer erwidert. Es habe keine Verletzten gegeben. - Nach israelischer Darstellung hatten Soldaten in dem Grenzgebiet nach von der Hisbollah versteckten Sprengsätzen gesucht. - Ein Sprecher der UN-Friedensmission im Libanon bezeichnete das Gefecht als ernsten Zwischenfall.

BERLIN: Im Streit über das Ende der Steinkohle-Subventionen haben der Bund und Nordrhein-Westfalen eine Einigung erzielt. Danach soll NRW bereits ab 2015 aus der Kohleförderung aussteigen. Der Bund übernehme dann die Kohlesubventionen des Bundeslandes mit insgesamt sieben Zechen, wurde nach einem Spitzentreffen am Mittwoch in Berlin mitgeteilt. Der endgültige Ausstiegstermin bleibt wie geplant 2018, wird allerdings im Jahre 2012 noch einmal überprüft. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sprach von einem sehr guten Kompromiss. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück betonte, die Bergleute hätten erstmalig die Perspektive von zwölf Jahren Sicherheit für ihre Arbeitsplätze.

WIESBADEN: Die Ausfuhren der deutschen Wirtschaft sind im Jahr 2006 um 13,7 Prozent auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, exportierten deutsche Firmen im vergangenen Jahr Waren im Wert von über 893 Milliarden Euro. Die wichtigsten Handelspartner Deutschlands waren wieder die Länder der Europäischen Union. Die Einfuhren wuchsen 2006 um 16,5 Prozent auf mehr als 731 Milliarden Euro.

JAKARTA: Nach neuen heftigen Regenfällen ist das Hochwasser in Teilen der indonesischen Hauptstadt wieder gestiegen. Nach Angaben der Behörden in Jakarta mussten deshalb tausende Menschen weiter in Notunterkünften bleiben. - Am Mittwoch waren die Fluten in Teilen der Millionenstadt dank guten Wetters etwas zurückgegangen. - Durch die Überschwemmungen kamen seit Anfang Februar mindestens 50 Menschen ums Leben. Rund 350.000 Menschen wurden zumindest vorübergehend obdachlos.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Südwesten her Schnee oder Schneeregen, der im Tagesverlauf in Regen übergeht. An der Küste länger freundlich. Höchstwerte ein bis neun Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: minus 3 Grad, wolkenlos; Berlin: 0 Grad, leichter Schneefall; Dresden und Köln/Bonn: 0 Grad, bedeckt; Frankfurt am Main: plus 1 Grad, Regen und München: plus 5 Grad, wolkig.

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