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Nachrichten

Donnerstag, 8. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BISCHKEK: Nach blutigen Straßenschlachten zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften in der zentralasiatischen Republik Kirgistan hat die Opposition im größten Teil des Landes die Macht übernommen. Die designierte Regierungschefin Otunbajewa sprach von einer siegreichen Revolution. Die neue Interimsregierung präsentierte sich mit vielen früheren Spitzenpolitikern, die unter dem autoritären Präsidenten Bakijew in der Opposition gearbeitet hatten. Während Otunbajewa dem entmachteten Präsidenten vorwarf, in seiner Heimat im Süden des Landes seine Anhänger zu sammeln, gaben die Behörden dort in Dschalal-Abad seinen Rücktritt bekannt. Angesichts der unübersichtlichen Lage schloss Usbekistan seine Grenzen zu Kirgistan. Am Mittwoch hatten Tausende Menschen den Regierungssitz in der Hauptstadt Bischkek gestürmt. Bei Gefechten mit der Polizei wurden nach unterschiedlichen Angaben zwischen 40 und 100 Menschen getötet, Hunderte wurden verletzt.

PRAG: US-Präsident Obama und der russische Staatschef Medwedew sind in Prag zusammengekommen, wo sie den umfassendsten nuklearen Abrüstungsvertrag seit zwei Jahrzehnten unterzeichnen wollen. Das Nachfolgeabkommen für den START-Vertrag von 1991 sieht eine Obergrenze von 1.550 atomaren Sprengköpfen je Seite vor. Medwedew sprach von einem wichtigen Schritt im Abrüstungsprozess. Russland behalte sich aber das Recht vor, aus dem neuen START-Abkommen auszusteigen, sollte es die geplante US-Raketenabwehr in Europa als Bedrohung ansehen. Die USA hatten die tschechische Hauptstadt als Ort der Vertragsunterzeichnung gewählt, weil Obama dort in einer Rede vor einem Jahr seine Vision von einer atomwaffenfreien Welt vorgestellt hatte.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel will persönlich an der Trauerfeier für die drei am Karfreitag in Afghanistan getöteten Bundeswehr-Soldaten teilnehmen. Das sei ihr ein persönliches Anliegen, erklärte ein Regierungssprecher in Berlin. Zunächst hatten nur Verteidigungsminister zu Guttenberg und Generalinspekteur Wieker ihre Teilnahme zugesagt. Die Trauerfeier wird am Freitag im niedersächsischen Selsingen bei Bremen stattfinden. Die drei Fallschirmjäger waren bei schweren Gefechten in der Nähe der nordafghanischen Stadt Kundus getötet worden.

PEKING: Zwei Wochen nach einem blutigen Überfall auf eine Grundschule im Osten Chinas ist der Täter zum Tode verurteilt worden. Ein Gericht in der Stadt Nanping befand den 41-jährigen Mann für schuldig, acht Kinder erstochen zu haben. Das Verbrechen hatte sich am 23. März ereignet. Damals hatten die Kinder mit ihren Eltern vor einer Grundschule in Nanping gewartet. In ersten Berichten war der Täter als psychisch krank beschrieben worden.

LONDON/ MADRID: British Airways und Iberia haben ihren Fusionsvertrag unterzeichnet, womit eine der größten Fluggesellschaften der Welt entsteht. Der Zusammenschluss der britischen und der spanischen Gesellschaft soll nach eigenen Angaben bis Ende des Jahres umgesetzt werden. Die Fusion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Europäische Kommission. Auch die Aktionäre der Gesellschaften müssen noch grünes Licht geben. Von dem Zusammenschluss versprechen sich die Airlines Vorteile im harten Wettbewerb. Beide schreiben rote Zahlen.

BERLIN: In der Bundesrepublik droht zahlreichen Kommunen nach Einschätzung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes die Zahlungsunfähigkeit. Mehr als die Hälfte aller Kommunen sei inzwischen nicht mehr in der Lage, ihre laufenden Ausgaben zu decken, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Landsberg. Er forderte deutlich mehr Steuereinnahmen für die Kommunen. Zudem müssten diese bei den Sozialausgaben entlastet werden.

ZUM SPORT: Bayern München steht im Halbfinale der Fußball-Champions League. Der deutsche Fußball-Rekordmeister verlor zwar das Viertelfinal-Rückspiel bei Manchester United 2:3, zog aber dank des 2:1-Hinspielsieges in die Runde der letzten Vier ein. - Die Tore für München erzielten Ivica Olic und Arjen Robben. Im Halbfinale treffen die Bayern auf Olympique Lyon.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Westhälfte wechselnd wolkig mit Auflockerungen und kurzen Schauern. Nach Osten hin heiter und trocken. Höchstwerte elf bis 20 Grad. Am Morgen meldeten: Hamburg: 9 Grad, wolkig; Berlin: 7 Grad, leicht bewölkt; Dresden: 9 Grad, fast wolkenlos; Köln/Bonn: 12 Grad, bedeckt; Frankfurt am Main: 10 Grad, stark bewölkt und München: 7 Grad, fast wolkenlos.

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