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Nachrichten

Donnerstag, 7. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

FRANKFURT AM MAIN: Der Bund hält nach Ende seines Übernahmeangebots gut 47 Prozent der Aktien des angeschlagenen Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate -HRE-. Das teilte der staatliche Bankenrettungsfonds SoFFin mit. Die Bundesregierung hatte auf einen Anteil von mindestens 50 Prozent gehofft, um auf der Hauptversammlung Anfang Juni eine Kapitalerhöhung durchsetzen und die restlichen Aktionäre herausdrängen zu können. Aber auch mit dem aktuellen Anteil dürfte das gelingen, weil in der Regel nicht alle Aktionäre zu solchen Treffen kommen und nur die Stimmrechte der anwesenden Aktionäre gezählt werden. Eine Enteignung der verbliebenen Aktionäre wird es wohl nicht geben.

STUTTGART: Nach der Entscheidung für eine Fusion von VW und Porsche geht das Ringen um die Macht in dem Autoimperium in eine neue Runde. Innerhalb von vier Wochen soll die neue Struktur ausgehandelt werden. Nach Beratungen der Porsche-Eigentümerfamilien Porsche und Piëch blieb zunächst weiter unklar, ob das neue Unternehmen von Wolfsburg oder von Stuttgart aus geführt werden soll. Auch wer in dem neuen Konzern das Sagen haben wird, blieb offen, ebenso wie das künftige Gewicht des VW-Großaktionärs Niedersachsen. Dreieinhalb Jahre nach dem Einstieg bei VW hatte der verschuldete Sportwagenhersteller Porsche am Mittwoch den bisherigen Plan aufgegeben, den sehr viel größeren VW-Konzern zu übernehmen. In der geplanten Unternehmensgruppe sollen die dann zehn PKW- und LKW-Marken, darunter Porsche, als Tochtergesellschaften eigenständig nebeneinander existieren.

PRAG: Der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus will den EU-Reformvertrag trotz der Zustimmung des Parlaments vorerst nicht ratifizieren. Das Abkommen sei für ihn derzeit tot, weil es bei der Volksabstimmung in Irland abgelehnt worden sei, sagte Klaus in Prag. Außerdem wolle er die Entscheidung des tschechischen Verfassungsgerichts abwarten. Nach dem Abgeordnetenhaus hatte am Mittwoch auch der Senat in Prag den EU-Vertrag mit großer Mehrheit gebilligt. - Im Herbst soll es in Irland erneut eine Abstimmung über den Reformvertrag geben, der zu einem politisch handlungsfähigeren Europa führen soll.

REYKJAVIK: Islands Linksregierung bereitet ein Beitrittsgesuch an die EU vor. Zwei Wochen nach dem Wahlsieg kündigte die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurdardóttir an, sie werde das neu gewählte Parlament um grünes Licht dafür bitten. Ihr künftiger Koalitionspartner, die Partei der Linksgrünen, war bisher gegen eine EU-Mitgliedschaft der Inselrepublik im Nordatlantik. Im Parlament in Reykjavik gilt eine Mehrheit zu einem Beitrittsgesuch wegen der Zustimmung aus Teilen der Opposition aber als sicher.

PRAG: Die Europäische Union bringt an diesem Donnerstag eine so genannte "Östliche Partnerschaft" mit sechs ehemaligen Sowjetrepubliken auf den Weg. An dem Gründungsgipfel in der tschechischen Hauptstadt Prag nehmen Weißrussland, die Ukraine, Georgien, Armenien, Aserbaidschan und Moldawien teil. Zu den Staats- und Regierungschefs, die sich zu dem Treffen angesagt haben, gehört auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die EU will durch die Partnerschaft mit den sechs früheren Sowjetrepubliken, diese bei demokratischen Reformen unterstützen.

TIFLIS: In Georgien sind bei neuen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Oppositionellen mehr als 30 Menschen verletzt worden. Wie das georgische Staatsfernsehen meldet, verhinderten Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Tiflis die Erstürmung der Polizeizentrale. Die Opposition versammelte etwa 8.000 Anhänger vor dem Parlament, um den Rücktritt von Präsident Michail Saakaschwili zu fordern.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama will Pakistan und Afghanistan im Kampf gegen den Terrorismus weiter entschlossen unterstützen. Der Kampf gegen Taliban und El Kaida müsse geführt werden, sei aber langwierig und gefährlich, betonte Obama nach einem Dreiergipfel mit den Staatschefs aus Afghanistan und Pakistan, Asif Ali Zardari und Hamid Karsai, in Washington. Es werde mehr Gewalt und auch Rückschläge geben. Obama sagte mehr Schutz für die afghanische Bevölkerung zu. Bei US-Luftangriffen im Westen Afghanistans hatte es zuletzt Zwischenfälle mit über 100 toten Zivilisten gegeben.

TORONTO: Kanadische Wissenschaftler haben nach eigener Darstellung den Erreger der so genannten Schweinegrippe genetisch entschlüsselt. Nun hoffe man klären zu können, woher das Virus stamme, wie es sich ausbreite und verändere. Der Startschuss für die Herstellung eines Impfstoffs gegen den Erreger wird nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO frühestens nächste Woche fallen. In den USA stieg die Zahl der Schweinegrippe-Fälle sprunghaft. Die US-Gesundheitsbehörde sprach von 642 Fällen. Noch am Montag waren knapp 290 gemeldet worden. In Mexiko stieg die Zahl der Todesfälle durch die Schweinegrippe deutlich. Bei 42 Gestorbenen wurde das H1N1-Virus nachgewiesen.

BONN: Bei der Deutschen Telekom drohen einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge erstmals betriebsbedingte Kündigungen im großen Stil. Die angeschlagene Geschäftskundensparte T-Systems wolle bis Ende des Jahres in Deutschland mehr als 3.000 Stellen streichen, meldet das Blatt unter Berufung auf Unternehmenskreise. Für etwa die Hälfte der betroffenen Mitarbeiter sei ein sozial abgefedertes Ausscheiden aus dem Konzern vorgesehen. Rund 1.500 Beschäftigte müssten hingegen mit betriebsbedingten Kündigungen rechnen. Die Telekom legte unterdessen ihre Zahlen für das erste Quartal vor. Demnach ist das Unternehmen mit rund einer Milliarde Euro ins Minus gerutscht. Verantwortlich hierfür sei das schleppende Auslandsgeschäft, hieß es.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich von Main und Mosel durchweg viel Sonne, ansonsten meist freundlicher Wechsel von Sonne und Wolken, dabei weitgehend trocken. Höchstwerte zwischen 17 und 25 Grad, an den Küsten kühler.


Am Morgen meldeten:


Hamburg: 13 Grad, bewölkt;

Berlin: 8 Grad, bedeckt;

Dresden: 11 Grad, stark bewölkt;

Köln/Bonn: 11 Grad, heiter und

Frankfurt am Main

und München: 11 Grad, sonnig.





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