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Nachrichten

Donnerstag, 7. Dezember 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat zugesagt, die Vorschläge der so genannten Baker-Kommission zur künftigen Irak-Strategie ernsthaft zu prüfen. Das Papier des Expertengremiums enthalte 'einige sehr gute Ideen', erklärte Bush. Die vom ehemaligen Außenminister James Baker geleitete Kommission empfiehlt in ihrem am Mittwoch vorgelegten Bericht unter anderem einen Rückzug der im Irak stationierten US-Kampftruppen bis zum Jahr 2008. Außerdem müsse es Verhandlungen mit dem Iran und Syrien geben. Die Bundesregierung in Berlin signalisierte ihre Bereitschaft, die USA bei einer Kontaktaufnahme mit den Nachbarländern des Irak zu unterstützen. Ein solcher Dialog sei unbedingt notwendig, sagte der Beauftragte für die deutsch-amerikanischen Beziehungen, Karsten Voigt.

WASHINGTON: Der britische Premierminister Tony Blair ist nach Washington gereist, wo er an diesem Donnerstag mit US-Präsident George W. Bush zusammenkommen will. Im Mittelpunkt des Gesprächs dürfte die Sicherheitslage im Irak stehen. Blair ist einer der engsten Verbündeten des US-Präsidenten.

WASHINGTON: Der Amtseinführung des designierten US- Verteidigungsministers Robert Gates steht nichts mehr im Wege. Der US-Senat folgte der Empfehlung des Streitkräfteausschusses und stimmte der Ernennung des 63-Jährigen mit großer Mehrheit zu. Der frühere Geheimdienstchef wird damit Nachfolger von Donald Rumsfeld, der nach der Niederlage der Republikanischen Partei bei den Kongresswahlen im November seinen Rücktritt erklärt hatte. Nach Angaben des Weißen Hauses soll Gates übernächste Woche vereidigt werden.

SUVA: Nach dem unblutigen Putsch auf den Fidschi-Inseln wollen die neuen Machthaber möglicherweise erst in zwei Jahren wieder Wahlen zulassen. Die Entscheidung darüber werde allein das Militär treffen, sagte der von der Armee eingesetzte Übergangsministerpräsident Jona Senilagakali. Zugleich rechtfertigte er den Putsch als notwendige Maßnahme zur Bekämpfung der Korruption. Australien und Neuseeland warnte der Regierungschef davor, sich in die inneren Angelegenheiten seines Landes einzumischen. Die beiden Nachbarstaaten hatten die Bevölkerung der Fidschi-Inseln zum Widerstand aufgerufen.

HELSINKI: Die Türkei geht im Zypern-Streit auf die Europäische Union zu. Nach Angaben der finnischen EU-Ratspräsidentschaft erklärte sich die Türkei grundsätzlich bereit, jeweils einen Hafen und einen Flughafen für den Verkehr aus dem EU-Land Zypern zu öffnen. Das türkische Außenministerium wollte entsprechende Berichte weder bestätigen noch dementieren. Bisher hatte sich die Regierung in Ankara strikt geweigert, zyprischen Schiffen und Flugzeugen die Nutzung türkischer Häfen und Flughäfen zu gestatten. Die EU-Kommission hatte deshalb vorgeschlagen, die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei teilweise auszusetzen.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat die Entsendung einer regionalen Eingreiftruppe nach Somalia gebilligt. Die Truppe soll 8.000 Mann aus afrikanischen Ländern umfassen. Ziel sei es, die geschwächte somalische Regierung vor dem wachsenden Druck islamischer Milizionäre zu schützen, heißt es in einer einstimmig verabschiedeten Resolution. Die Islamisten wurden aufgerufen, die Gewalt zu stoppen und sich gemeinsam mit der Übergangsregierung um eine friedliche Lösung zu bemühen.

GENF: Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen hat die Diskriminierung von Frauen in vielen arabischen Ländern verurteilt. In der arabischen Welt würden die wichtigen Entscheidungen auf allen Ebenen weiterhin von Männern getroffen, heißt es in einem in Genf veröffentlichten UN-Bericht. Bisherige Reformen hätten die Benachteiligung der Frauen im Rechtssystem, in der Politik und beim Zugang zur Bildung nicht beseitigt.

BERLIN: Der künftige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, ist in der Bundeshauptstadt mit Kanzlerin Angela Merkel zusammengekommen. Ban will mit Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier über internationale Krisenherde wie den Irak, Nordkorea oder den Nahen Osten sprechen. Ein weiteres Thema ist die UN-Reform. Hier strebt Deutschland nach wie vor einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat an. Ban wird am 1. Januar Nachfolfger von Kofi Annan. Deutschland übernimmt dann die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union und den Vorsitz der G8-Staaten.

BERLIN: Mit deutscher Hilfe sind in Afghanistan bisher etwa 17.000 afghanische Polizisten aus- und fortgebildet worden. Das geht aus dem Bericht der Bundesregierung zum Wiederaufbau der Polizei in Afghanistan hervor. Das Kabinett verlängerte zugleich das Ausbildungsmandat um ein Jahr bis Ende 2007. Dafür seien allein im nächsten Jahr etwa 20 Millionen Euro vorgesehen. Deutschland ist Führungsnation beim Polizeiaufbau in dem asiatischen Land.

STUTTGART: Nach der Ankündigung eines Amoklaufs im Internet zeigt die Polizei in Baden-Württemberg weiter Präsenz an den Schulen. Die Polizei sei mit starken Kräften vor Ort, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums. Schüler und Lehrer seien zur Wachsamkeit aufgefordert. Ein Sprecher der Landespolizeibehörde erklärte, es gebe noch keine Erkenntnissse, wer hinter der Drohung stehe. Ob der am Mittwoch tot aufgefundene 18-Jährige den Amoklauf angekündigt habe, sei noch unklar.

FRANKFURT AM MAIN: Die Deutsche Lufthansa baut ihre Flotte aus und hat als erste Fluglinie 20 Maschinen des vergrößerten Boeing-Jumbos vom Typ 747 bestellt. Außerdem hält die größte deutsche Fluggesellschaft eine Option über 20 weitere Maschinen. Zugleich orderte die Lufthansa beim europäischen Flugzeughersteller Airbus sieben Langstreckenjets vom Typ A340. Diese sollen die Lücke für die verspätete Auslieferung des Airbus A380 überbrücken.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Am Alpenrand und im äußersten Norden noch letzte Schauer, sonst häufig freundlich bei Temperaturen zwischen sechs und zwölf Grad.

Am Vormittag meldeten bei bewölktem Himmel:

Hamburg, Dresden und Köln/Bonn: 7°, Berlin und Frankfurt am Main: 6°, und München: 5°.

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