1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Donnerstag, 6. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LONDON: In Großbritannien wird ein neues Unterhaus gewählt. Nach letzten Umfragen muss die seit 13 Jahren regierende Labour-Partei von Premierminister Brown mit schweren Verlusten rechnen. Labour liebäugelt deshalb mit einem Bündnis mit den Liberaldemokraten unter Parteichef Clegg. Dieser wiederum deutete in mehreren Interviews an, lieber mit dem Herausforderer der Konservativen, Cameron, eine Regierung bilden zu wollen.

BERLIN: Die schwarz-gelbe Koalition und die SPD ringen weiter um eine gemeinsame Linie bei der Abstimmung zum Rettungspaket für das hoch verschuldete Griechenland. Nach Verhandlungen auf Spitzenebene sieht die SPD noch Chancen für eine gemeinsame Linie mit der Regierung. Die Koalition habe sich deutlich auf die Sozialdemokraten zubewegt, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel und FDP-Chef Guido Westerwelle. Die SPD strebt eine stärkere Beteiligung der Finanzmärkte an den Kosten der Krise an. Sie hatte vereinbart, sich bei der Abstimmung im Bundestag am Freitag zu enthalten. Dagegen beschloss die Grünen-Fraktion, dem Gesetzentwurf zuzustimmen. Die Linken-Fachpolitiker im Haushaltsausschuss haben ein Nein empfohlen. Vorgesehen sind Notkredite von gut 22 Milliarden Euro für drei Jahre.

ATHEN: Ungeachtet der Massenproteste der Bevölkerung hält die griechische Regierung an ihrem drastischen Sparpaket fest. Finanzminister Papakonstantinou bekräftigte im Parlament, man werde nicht einen Schritt zurückweichen. Die Abgeordneten wollen an diesem Donnerstag über das Sparprogramm abstimmen. In Athen waren am Mittwoch zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Am Rande einer friedlichen Kundgebung eskalierten die Proteste, als Vermummte einen Brandsatz in ein Bankgebäude schleuderten. Drei Mitarbeiter kamen ums Leben. Mehrere hundert meist jugendliche Randalierer lieferten sich Straßenschlachten mit Sicherheitskräften. Die Gewerkschaften kündigten für diesen Donnerstag neue Streiks und Proteste an.

ABUJA: In Nigeria ist nach dem Tod von Präsident Umaru Yar'Adua eine siebentägige Staatstrauer ausgerufen worden. Yar'Adua starb im Präsidentenpalast in Nigerias Hauptstadt Abuja. Der 2007 gewählte, aus dem Norden des Landes stammende Muslim war wegen einer Herzerkrankung seit November nicht mehr in der Öffentlichkeit erschienen. Bereits im Februar war Vizepräsident Goodluck Jonathan zum amtierenden Staatschef erklärt worden. Mit dem Tod von Yar'Adua gehen die Funktionen des Präsidenten und Chefs der Streitkräfte automatisch auf Jonathan über, der das afrikanische Land bereits seit Februar führt und inzwischen vereidigt wurde.

MUMBAI: Der einzig überlebende Angreifer der Terrorserie von Mumbai ist zum Tode verurteilt worden. Eineinhalb Jahre nach den verheerenden Angriffen in der westindischen Finanzmetropole folgte das Sondergericht damit der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte in dem Verfahren gegen den 22 Jahre alten Pakistaner Kasab angesichts der Jugend des Terroristen um Milde gebeten. Er soll gehängt werden.

BERLIN: Der Arbeitskreis Steuerschätzung legt in der Bundeshauptstadt seine Prognose für die Staatseinkünfte der nächsten Jahre vor. Das Finanzministerium geht davon aus, dass Bund, Länder und Gemeinden sich mit deutlich geringeren Steuereinnahmen begnügen müssen. Bis Ende 2013 könnten im Vergleich zu früheren Prognosen rund 48 Milliarden Euro weniger in die öffentlichen Kassen fließen. Damit würde sich auch der Spielraum der Bundesregierung für weitere Entlastungen einengen.

LONDON: Der Luftraum über Großbritannien und der Republik Irland ist nach einzelnen Sperrungen in den vergangenen Tagen wieder komplett geöffnet worden. Die Gefahr durch Vulkanasche aus Island sei gebannt, teilten die zuständigen Luftfahrtbehörden mit. Die britische Behörde CAA warnte allerdings, dass die Asche auch in Zukunft immer wieder für Störungen im Luftverkehr sorgen könne. Der deutsche Luftraum war von dieser Aschewolke nicht betroffen.

PEKING: Bei einem Tornado sind in der südwestchinesischen Metropole Chongqing mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 160 Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. Das Unwetter brachte mehrere Häuser zum Einsturz und zerstörte Ernteflächen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt mit ergiebigem Regen. Im Nordwesten und an den Alpen auch heitere Abschnitte. Höchstwerte fünf bis18 Grad. Am Morgen meldeten: Hamburg: sechs Grad, wolkig; Berlin: sieben Grad, nach Regen; Dresden: acht Grad, leichter Regen; Köln/Bonn und Frankfurt: sieben Grad, etwas Regen.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema