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Nachrichten

Donnerstag, 6. Juli 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

BERLIN: Union und SPD streiten weiter um den Kompromiss zur Gesundheitsreform. Arbeitsminister und Vizekanzler Franz Müntefering warf Kanzlerin Angela Merkel mangelnden Mut in der Reformpolitik vor. Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach forderte von SPD-Fraktionschef Peter Struck eine klare Aussage zur Zukunft der großen Koalition. Bosbach sagte der 'Berliner Zeitung', SPD und Union müssten noch drei Jahre miteinander arbeiten. Das ginge nicht, wenn man täglich so miteinander umgehe. Struck hatte Merkel vorgehalten, sich nicht an Absprachen gehalten und dem Druck von Unions-Ministerpräsidenten nachgegeben zu haben.--Hintergrund der Auseinandersetzungen ist die Frage, inwieweit das Gesundheitswesen künftig auch über Steuern finanziert werden soll. Die SPD drängt auf einen höheren Steueranteil, die Union ist dagegen.

PJÖNGJANG: Nordkorea will seine Raketentests trotz der scharfen internationalen Kritik fortsetzen. Nordkorea habe ein Recht auf solche Tests als Teil regulärer Militärübungen zur Stärkung der nationalen Selbstverteidigung, hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang. Zugleich drohte Nordkorea mit radikalen Gegenmaßnahmen, sollte der UN-Sicherheitsrat auf Drängen der USA und Japan Sanktionen verhängen. Russland und China signalisierten bereits, dass sie Sanktionen ablehnen.

JERUSALEM: Mit dem erneuten Beschuss der israelischen Großstadt Aschkelon mit Kassam-Raketen droht der Nahost-Konflikt zu eskalieren. Zu den Angriffen, bei denen es keine Opfer gab, bekannte sich der bewaffnete Arm der militanten Hamas. Israel beschloss eine Verschärfung der Militäroffensive. Bei einem Luftangriff wurden im nördlichen Gazastreifen drei Palästinenser getötet, darunter zwei Aktivisten der Hamas.

SKOPJE: Das oppositionelle konservative Bündnis 'Für ein besseres Mazedonien' hat die Parlamentswahl gewonnen. Das gab die staatliche Wahlkommission nach Auszählung von mehr als 60 Prozent der Stimmen in der Hauptstadt Skopje bekannt. Der Regierungschef und Vorsitzende der Sozialdemokraten, Vlado Buckovski, erkannte die Niederlage an.

BAGDAD: Bei einem Autobombenanschlag nahe einem schiitischen Schrein in der südirakischen Stadt Kufa sind nach Angaben der Polizei mindestens zwölf Menschen getötet und etwa 40 weitere verletzt worden. Die meisten der Opfer seien Pilger aus dem Iran. Die Explosion ereignete sich in der Nähe einer Moschee.

HOUSTON: Die Astronauten der Raumfähre Discovery haben bei einer mehrstündigen Sicherheitsüberprüfung keine Schäden entdeckt. Nach Angaben der US-Weltraumbehörde NASA wird die Discovery wie geplant am Donnerstag um 16 Uhr 52 mitteleuropäischer Zeit an der Internationalen Raumstation ISS andocken. Dann sollen unter anderem die Hitzeschutzkacheln noch einmal untersucht werden. - Beim Start der Discovery hatten sich wieder mehrere Stücke des Isolierschaums gelöst. Ähnliches war im Februar 2003 Ursache für das Unglück der Raumfähre Columbia.

NEU DELHI: Indien und China haben den seit 44 Jahren geschlossenen Gebirgspass Nathu La an der gemeinsamen Grenze wieder geöffnet. Der Pass zwischen dem indischen Unionsstaat Sikkim und dem zu China gehörenden Tibet war 1962 nach einem kurzen Krieg zwischen den beiden asiatischen Staaten geschlossen worden. Seit einigen Jahren bemühen sich die Regierungen der beiden bevölkerungreichsten Staaten der Welt zunehmend um eine Aussöhnung.

NEW YORK: Der Ölpreis hat eine neue Rekordmarke erreicht. In New York stieg der Preis für ein Barrel der Referenzsorte Light Sweet Crude zwischenzeitlich auf 75,40 Dollar. Der letzte Preisrekord in New York war erst am 21. April aufgestellt worden. Der Ölpreis liegt damit 26 Prozent höher als vor einem Jahr. Analysten erklärten den Preisanstieg mit geopolitischen Unsicherheiten wie dem Streit um das iranische Atomprogramm und den Raketentests in Nordkorea. Sie verwiesen aber auch auf die wachsende Nachfrage nach Benzin in den USA.

WIESBADEN: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind 2005 rund 707.000 Personen nach Deutschland zugezogen, 628.000 Personen zogen fort. Unter den Fortzügen sind 145.000 deutsche Personen registriert. Das ist die höchste registrierte Abwanderung von Deutschen ins Ausland seit 1950.--Die Statistik läßt jedoch keine Aussage darüber zu, ob es sich um eine Auswanderung auf Dauer oder eine befristete Ausreise handelt.

BERLIN: Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Hinsken, hat eine positive Bilanz der Fußball-WM gezogen. Auf Dauer würden durch die WM 25.000 neue Arbeitsplätze gesichert, sagte der CSU-Politiker der 'Passauer Neuen Presse'. Während des Turniers hätte es sogar zusätzliche 50.000 Beschäftigungsverhältnisse gegeben.--Hinsken sagte, es seien zwei Millionen ausländische Gäste zur WM nach Deutschland gekommen und damit doppelt so viele wie erwartet. 90 Prozent dieser Gäste seien Deutschland-Fans geworden und würden Deutschland als Reiseland weiterempfehlen.

ZUR FUßBALL-Weltmeisterschaft: Frankreich steht nach einem 1:0 gegen Portugal im Finale. Für die Entscheidung sorgte Zinedine Zidane mit einem verwandelten Foulelfmeter. Frankreich trifft am Sonntag im Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft auf Italien. Im 'kleinen Finale' um Platz Drei stehen sich am Samstag Deutschland und Portugal gegenüber. Ob Bundestrainer Jürgen Klinsmann seinen Vertrag verlängert, ist noch unklar. Klinsmann bat um Bedenkzeit.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst heiter, später vor allem im Westen und Süden gewittrige Schauer mit Unwettergefahr durch Hagel und Sturmböen. Höchstwerte zwischen 24 und 34 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 06.07.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8jOa
  • Datum 06.07.2006
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