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Nachrichten

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

CANBERRA: Australien will sich nicht auf eine Obergrenze für den Ausstoß klimaschädlicher Gase bis 2020 festlegen. Premierminister David Rudd sagte, er werde erst nach der Vorlage eines entsprechenden Expertenberichts im kommenden Jahr darüber entscheiden. Derweil nahm der Umweltausschuss des US-Senats einen Gesetzentwurf an, den Treibhausgas-Ausstoß bis 2050 um 70 Prozent zu reduzieren. Die Regierung lehnt dagegen weiter das Kyoto-Klimaprotokoll sowie ein Folgeabkommen ab. Präsident George W. Bush lud stattdessen an diesem Donnerstag die 17 größten Produzenten-Staaten von Treibhausgasen zu einem zweiten Klimagipfel Ende Januar nach Hawai ein. Bei der Weltklimakonferenz auf Bali forderten die armen Länder die Industriestaaten auf, ihnen Technologie zur Reduzierung der Umweltverschmutzung und zur effektiveren Energienutzung zu liefern. Diese konzentrierten sich zu stark auf aufstrebende Länder wie China.

BAGDAD: Der Oberkommandierende der US-Streitkräfte im Irak, General David Petraeus, ist zufrieden mit der Entwicklung der Sicherheitslage im Land. Auf einer Pressekonferenz sagte er, die Gewalt habe in diesem Jahr um 60 Prozent im Vergleich zu 2006 abgenommen. Das sei aber noch kein Grund für Jubel-Arien oder dafür, sich zu sicher zu fühlen. Zuvor hatte Verteidigungsminister Robert Gates nach Gesprächen mit der irakischen Regierung deren Reformbemühungen gelobt, gleichzeitig aber weitere Schritte angemahnt. Dazu gehöre die Integration Tausender Freiwilliger in die Sicherheitskräfte. Gates trifft an diesem Donnerstag vor seiner Weiterreise nach Bahrain mit Petraeus zusammen.

KIEW: Die frühere ukrainische Ministerpräsidentin Julia Tymoschenko soll erneut Regierungschefin werden. Präsident Viktor Juschtschenko schlug dem Parlament die Vorsitzende des orange-farbenen Parteienblocks vor. Dieser und die Partei Juschtschenkos haben dort seit der Wahl vom Oktober nur eine Mehrheit von zwei Abgeordneten. Sie kommen auf 228 der 450 Sitze. Juschtschenko hatte seine frühere Mitstreiterin bei der so genannten orange-farbenen Revolution und deren Regierung im September 2005 im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen und Konflikten innerhalb des Kabinetts entlassen.

PARIS: Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat an die Rebellen in Kolumbien appelliert, ihre Geiseln schnell freizulassen. In einer persönlichen Radio- und Fernsehbotschaft an Rebellenchef Manuel Marulanda sagte Sarkozy, er wünsche sich, dass die frühere kolumbianische Präsidentschaftsbewerberin Ingrid Bétancourt Weihnachten zu Hause feiern könne. Vergangenes Wochenende war ein Video der 2002 Entführten aufgetaucht, das sie in schlechter Verfassung zeigt. Die Regierung in Bogota hatte sich auch unter internationalem Druck am Dienstag zu direkten Verhandlungen mit den Rebellen bereit erklärt. Zuvor hatte Präsident Alvaro Uribe das Angebot des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavéz, in der Geiselaffäre zu vermitteln, abgelehnt.

BRÜSSEL: Die Innenminister und die Arbeitsminister der 27 EU-Staaten beraten erstmals gemeinsam über die Einwanderung nach Europa. Bei der Debatte unmittelbar vor dem EU- Afrika-Gipfel dürfte auch die Anwerbung von Arbeitskräften aus Drittstaaten eine Rolle spielen. Die EU-Kommission strebt seit längerem Wege zur legalen Zuwanderung in die EU an. Im Gegenzug will die Brüsseler Behörde mit den Herkunftsländern Abkommen zur Rücknahme ihrer Staatsbürger aushandeln. Weitere Themen der Gespräche an diesem Donnerstag sind der endgültige Beschluss zur Erweiterung der Schengenzone und der Kampf gegen den Terrorismus.

BERLIN: Die Innenminister von Bund und Ländern wollen NPD-nahen Organisationen den Geldhahn zudrehen. Bei der Innenministerkonferenz gehe es darum, außerhalb eines NPD-Parteiverbots zu verhindern, dass rechtsextreme Propaganda mit Steuergeldern bezahlt werde, sagte Berlins Innensenator Erhart Körting vor den Beratungen. Einig seien sich die Länder-Innenminister in ihrer Haltung gegenüber der Scientology-Organisation. Die sehe man nicht als Religionsgemeinschaft, sondern als einen Verein zur Vertretung wirtschaftlicher Interessen mit einer totalitären Ideologie, so Körting. Auf der Tagesordnung der Innenministerkonferenz steht auch das kontroverse Thema Online-Durchsuchungen.

FRANKFURT AM MAIN: Vor dem Hintergrund einer hohen Teuerungsrate dringt die Gewerkschaft ver.di auf kräftige Einkommensverbesserungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Ver.di-Chef Frank Bsirske sagte, die Mitarbeiter hätten in den vergangenen Jahren Reallohn-Verluste hinnehmen müssen. Dies müsse jetzt ausgeglichen werden. Bsirske wies Befürchtungen zurück, hohe Tarifsteigerungen könnten die Inflation weiter anheizen. Die Gewerkschaft will Mitte Dezember ihre Tarifforderung für den öffentlichen Dienst bekanntgeben.

PEKING: Aus China wird wieder ein schweres Grubenunglück gemeldet. Bei einer Gasexplosion in einem Kohlebergwerk in der nördlichen Provinz Shanxi kamen mindestens 46 Menschen ums Leben. Mehr als 70 werden noch vermisst. Mindestens 13 Bergleute konnten gerettet werden. Ein Spezialteam ist vor Ort, um die Ursache des Unglücks zu untersuchen. Die Regierung in Peking versucht seit längerem, mit verschärften Vorschriften die Sicherheit in den Bergwerken zu erhöhen. Im vergangenen Jahr kamen fast 5.000 Minenarbeiter ums Leben.

WASHINGTON: Bei einem Amok-Lauf in einem Einkaufszentrum in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska hat ein Mann acht Menschen getötet. Anschließend erschoss sich der Täter. Augenzeugen berichten, er habe bis zu 20 Schüsse in die Menschenmenge gefeuert. In dem Einkaufszentrum sei Panik ausgebrochen. Viele Kunden hätten sich in Läden verbarrikadiert. Nach Angaben der Polizei ist das Motiv des Schützen nicht bekannt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt oder bedeckt mit Schauern. Im Tagesverlauf zieht von Westen her wieder Regen auf. Höchstwerte zwischen sieben und zwölf Grad Celsius.

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