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Nachrichten

Donnerstag, 6. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: In der südafghanischen Provinz Helmand sind bei einem Bombenanschlag mindestens 20 Zivilisten getötet worden. Sie gehörten nach Behördenauskunft einer Hochzeitsgesellschaft an und waren mit einem Traktor unterwegs, als ein am Straßenrand versteckter Sprengsatz explodierte. Zu dem Anschlag kam es im Bezirk Sangin. Helmand ist eine Hochburg der radikalislamischen Taliban. In der Provinz sind mehrere tausend amerikanische und britische Soldaten stationiert, die für Stabilität vor der afghanischen Präsidentenwahl am 20. August sorgen sollen.

HIROSHIMA: In der japanischen Stadt ist an den Atombombenabwurf vor 64 Jahren erinnert worden. Bei einer Gedenkveranstaltung, an der auch Ministerpräsident Taro Aso teilnahm, forderte Hiroshimas Bürgermeister Tadatoshi Akiba die Abschaffung aller Atomwaffen und stellte sich dabei ausdrücklich hinter eine entsprechende Forderung von US-Präsident Barack Obama. Am 6. August 1945 um 8.15 Uhr Ortszeit hatten die Amerikaner die erste in einem Krieg eingesetzte Atombombe über der westjapanischen Stadt abgeworfen. Binnen weniger Monate starben danach schätzungsweise 140.000 Menschen. Drei Tage später folgte der Abwurf der zweiten Atombombe über Nagasaki.

WASHINGTON: Nach der Freilassung zweier US-Journalistinnen in Nordkorea hat Präsident Barack Obama das kommunistische Regime erneut aufgefordert, sein Atomprogramm zu stoppen. Dies sei für Pjöngjang der beste Weg, um die Beziehungen zu den USA zu verbessern, sagte Obama in einem Interview. Außenministerin Hillary Clinton ergänzte, dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il sei keine Gegenleistung für die Freilassung der Frauen in Aussicht gestellt worden. Ihr Mann, der frühere US-Präsident Bill Clinton, hatte bei einem Besuch in Nordkorea die Begnadigung der Journalistinnen erreicht. Beobachter spekulierten daraufhin, das Treffen zwischen Clinton und Kim könne den Auftakt für bilaterale Gespräche über das Atomprogramm bilden. - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte unterdessen an Nordkorea, zu den Sechs-Parteien-Gesprächen über das Programm zurückzukehren.

MÜNCHEN: Das Landgericht München verhandelt an diesem Donnerstag über Schadensersatzforderungen gegen den inzwischen verstaatlichten Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE). Die Kläger wollen in dem Verfahren gegen die angeschlagene Bank Forderungen von etwa 200 Millionen Euro durchsetzen. Sie werfen dem früheren HRE-Vorstand vor, Risiken verschwiegen zu haben. Hinter der Klage steht eine Reihe institutioneller Anleger. Das Verfahren gilt als Musterprozess. Die Bundesregierung hatte eingeräumt, dass bei einem Erfolg der Klagen der Bund als neuer HRE-Besitzer zahlen müsste.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg will von der Insolvenz bedrohte Banken künftig per Verordnung unter eine Art staatliche Zwangsverwaltung stellen. Dadurch könne verhindert werden, dass Banken leichtfertig Risiken eingehen, weil sie sich in Krisenzeiten darauf verlassen, dass der Staat sie mit öffentlichen Mitteln stabilisiert, heißt es in einem Bericht der 'Süddeutschen Zeitung', den das Wirtschaftsministerium bestätigte. Guttenberg wolle eine Alternative zu einer Not-Verstaatlichung schaffen, wie es sie bei dem Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate gegeben hat.

MUMBAI: In Indien sind drei Menschen wegen der Bombenanschläge in Mumbai im Jahr 2003 zum Tode verurteilt worden. Ein Anti-Terrorgericht im früheren Bombay sprach sie des Mordes, der Bildung einer kriminellen Vereinigung und des Terrorismus schuldig. Bei den Anschlägen in der indischen Finanz- und Wirtschaftsmetropole waren mehr als 50 Menschen getötet worden. Damit wollten die Attentäter Rache nehmen für Gewalt von Hindus an Muslimen im westindischen Staat Gujarat. - Die Verurteilten sollen die Anschläge gemeinsam mit der pakistanischen Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba geplant haben.

NAIROBI: Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton hat die Regierung in Kenia scharf kritisiert. Bei einem Besuch in der Hauptstadt Nairobi prangerte sie Korruption, politisch motivierte Gewalt und mangelnde Rechtsstaatlichkeit in dem ostafrikanischen Land an. Der Fortschritt, den das kenianische Volk verdiene, sei bislang ausgeblieben, so Clinton nach einem Treffen mit Präsident Mwai Kibaki und Ministerpräsident Raila Odinga. Clinton hält sich insgesamt elf Tage in Afrika auf. In den kommenden Tagen reist sie unter anderem nach Südafrika, Angola und in die Demokratische Republik Kongo.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet sonnig und trocken bei Temperaturen zwischen 19 Grad Celsius an der Ostsee und 30 Grad am Rhein.

Am Vormittag meldeten bei zumeist wolkenlosem Himmel:

Hamburg: 20 Grad,

Berlin: 16 Grad,

Dresden: 18 Grad,

Köln/Bonn und

Frankfurt am Main: 20 Grad, sowie

München: 18 Grad.

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