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Nachrichten

Donnerstag, 6. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag.

MAGDEBURG: Die vom Elbe-Hochwasser bedrohten Menschen kämpfen weiter gegen die Fluten: Während die Pegel in Sachsen weiter sinken, passiert der Scheitelpunkt derzeit Sachsen-Anhalt. In beiden Ländern gilt in vielen Landkreisen nach wie vor Katastrophenalarm. In Brandenburg und Niedersachsen stehen die Höchststände noch bevor. Bundeswehrsoldaten sind vielerorts im Einsatz, um die aufgeweichten Deiche zu befestigen.

DRESDEN: In Deutschland ist die Vogelgrippe erstmals bei Nutzgeflügel aufgetreten. Auf einer Geflügelfarm in Wermsdorf bei Leipzig verendeten rund 700 Puten an dem hoch ansteckenden Typus des Virus H5N1. Die Behörden begannen mit der Tötung aller 16.000 Tiere des größten sächsischen Geflügelhofs. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einer ernsten Lage. An diesem Donnerstag berät der Krisenstab von Bund und Ländern über die Lage.

STUTTGART: Nach der Beilegung des Tarifkonflikts für die Mitarbeiter der Kommunen Baden-Württembergs hat die Urabstimmung der Gewerkschaftsbasis begonnen. Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Alfred Wohlfart, äußerte sich zuversichtlich, dass die Mitglieder den Kompromiss billigen werden. Nach achtwöchigem Streit hatten sich Arbeitgeber und Verdi auf eine Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit um 30 Minuten auf 39 Stunden geeinigt. Die Arbeitgeber hatten ursprünglich die 40-Stunden-Woche gefordert.

BERLIN: Die Spitzen von Union und SPD haben zum zweiten Mal über die geplante Gesundheitsreform beraten. Einzelheiten des vierstündigen Treffens bei Bundeskanzlerin Angela Merkel wurden nicht mitgeteilt. Nach Informationen aus Berlin wurden zwei Arbeitsgruppen eingesetzt, die bis zum Sommer Eckpunkte der Reform vorlegen sollen. Zentrales Ziel der Reform ist es, die Finanzbasis des Gesundheitswesens längerfristig zu sichern.

BERLIN: Innenminister Wolfgang Schäuble sieht bei der Integration ausländischer Jugendlicher die Eltern in der Pflicht. Sie trügen die Verantwortung für die Erziehung und Integration ihrer Kinder in die deutsche Gesellschaft, sagte Schäuble der 'Berliner Zeitung'. Für den Fall mangelnder Bereitschaft zur Integration drohte er mit Sanktionen.

BERLIN: Bei der Bewertung der umstrittenen Präsidentenwahl in Weißrussland gibt es zwischen Deutschland und Russland erhebliche Differenzen. Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier sagte nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Berlin, die Abstimmung habe internationalen Standards nicht entsprochen. Lawrow sprach hingegen von einer Willensbekundung des weißrussischen Volkes und warnte davor, das Land zu isolieren.

KIEW: In der Ukraine haben sich die liberalen Parteien der so genannten orangefarbenen Revolution auf die Bildung einer Regierungskoalition geeinigt. Eine Sprecherin der Partei Unsere Ukraine von Präsident Viktor Juschtschenko sagte, eine entsprechende Koalitionsvereinbarung sei mit den Sozialisten und dem Block der früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko getroffen worden. Bei der Wahl Ende März war die pro-russische Partei von Ex-Ministerpräsident Viktor Janukowitsch mit 32 Prozent stärkste Einzelkraft geworden. Sie wäre dann künftig aber nicht an der Regierung beteiligt.

PARIS: Aus Protest gegen die Arbeitsmarktreform der Regierung haben französische Studenten Einfallstraßen und Brücken großer Städte blockiert. Bei Bordeaux stoppten 100 Demonstranten in der Nacht einen Transport von Rumpfteilen des Airbus A380 in Richtung Toulouse. Auch gab es wieder Gleisbesetzungen. Mit Massenprotesten wehren sich Studenten und Gewerkschaften seit Wochen gegen den umstrittenen Erstanstellungsvertrag, der Unternehmen die Kündigung von Berufsanfängern erleichtert.

BAGDAD: Die US-Armee im Irak hat nach eigenen Angaben einen engen Mitarbeiter des Terroristenführers Abu Mussab el Sarkawi gefasst. Der Festgenommene Mohammed Hila Hammad Ubaidi sei der Hauptverdächtige im Entführungsfall der italienischen Journalistin Giuliana Sgrena, teilten die US-Streitkräfte mit. Ubaidi sei bereits am 7. März aufgespürt und gefasst worden. Seine Identität sei durch einen DNA-Test belegt. Die Journalistin Sgrena war Anfang Februar vergangenen Jahres in Bagdad verschleppt worden. Einen Monat später kam sie frei.

KATHMANDU: Ein von mehreren Oppositionsparteien ausgerufener Generalstreik hat das Leben in Nepal lahm gelegt. Schulen, Fabriken und die meisten Geschäfte in dem Himalaya-Königreich blieben geschlossen. Damit solle der Druck auf den autoritär herrschenden König Gyanendra verstärkt werden, so die Organisatoren. Am ersten Tag des Ausstands wurden nach Angaben der Opposition rund 300 Demonstranten festgenommen. Die Polizei sprach von 80 Festnahmen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden Regen- und Schneeschauer, im Süden freundlicher. Höchstwerte sieben bis 14 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 2°, stark bewölkt; Berlin: 1°, leicht bewölkt; Dresden: 1°, fast wolkenlos; Köln/Bonn: -2°, leicht bewölkt; Frankfurt am Main: -1°, fast wolkenlos und München: 0°, wolkig.