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Nachrichten

Donnerstag, 5. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

RÜSSELSHEIM: Nach dem Rückzieher des US-Autokonzerns General Motors vom Verkauf der deutschen Tochter Opel machen deren Beschäftigte mit Großdemonstrationen gegen die Entscheidung mobil. Massenproteste gegen drohende Werksschließungen und den Verlust tausender Arbeitsplätze sind für alle vier deutschen Standorte in Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern angekündigt. Am morgigen Freitag sollen nach dem Willen der Betriebsräte europaweit Kundgebungen stattfinden. In Deutschland arbeiten mehr als 25.000 Menschen für Opel. Über die Pläne des GM-Mutterkonzerns ist bisher wenig bekannt. Etwa 10.000 der insgesamt 50.000 Arbeitsplätze in Europa wolle man streichen, verlautete zuletzt aus Detroit.

LEIPZIG: Wegen eines international viel kritisierten Luftangriffes auf entführte Tanklastwagen im nordafghanischen Kundus wird nach Presseinformationen ein Strafverfahren gegen den verantwortlichen deutschen Oberst immer wahrscheinlicher. Die "Leipziger Volkszeitung" und die "Mitteldeutsche Zeitung" berichten übereinstimmend von Ermittlungen der Dresdner Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung von Zivilisten. Auch der neue CSU-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gehe zunehmend auf Distanz zu seinem CDU-Vorgänger Franz-Josef Jung und Generalinspekteur Wolfgang Scheiderhahn, die den deutschen Offizier öffentlich verteidigt hatten, heißt es. Ein geheimer Untersuchungsbericht der NATO wirft diesem vor, gegen militärische Einsatzregeln verstoßen zu haben.

KABUL: Eine Woche nach dem Anschlag auf ein UN-Gästehaus in Kabul bringen die Vereinten Nationen vorübergehend 600 ihrer internationalen Mitarbeiter an sichereren Orten unter, die meisten außerhalb des Landes. UN-Sprecher teilten mit, die Evakuierung etwa der Hälfte des ausländischen UN-Personals sei zunächst für mehrere Wochen geplant. Die Entscheidung gilt als Rückschlag für die Bemühungen des Westens, Afghanistan zu stabilisieren. Der Leiter der UN-Mission, Kai Eide, betonte aber, von einem Abzug könne keine Rede sein. --- Ende Oktober waren bei dem schweren Anschlag auch fünf UN-Mitarbeiter getötet worden. Es war der folgenschwerste Angriff auf eine UN-Einrichtung in dem rund 50-jährigen Engagement der Weltorganisation am Hindukusch.

NAIROBI: Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC), Luis Moreno-Ocampo, ist in Kenia eingetroffen, um mit der politischen Führung über die Bestrafung der Hintermänner der Unruhen von 2008 zu verhandeln. Geplant waren unter anderem Treffen mit Vertretern der Einheitsregierung der früheren Rivalen, Präsident Mwai Kibaki und Ministerpräsident Raila Odinga. Nach der Gewaltwelle mit mehr als 1.300 Toten war bei Versöhnungsgesprächen ein Sondertribunal angekündigt worden, das vom Parlament aber mehrfach vertagt wurde. Der Krisenvermittler Kofi Annan hatte Moreno-Ocampo im Juli eine Liste mit Hauptverdächtigen für die Gewaltakte übergeben, auf der Spitzenpolitiker aus den Lagern Kibakis und Odingas, Minister, Abgeordnete und einflussreiche Geschäftsleute stehen sollen.

RANGUN/ BANGKOK: Regierungsvertreter haben die Bereitschaft der USA bekräftigt, die Beziehungen zu Birma zu verbessern, eine Aufhebung der Sanktionen aber von einer Demokratisierung abhängig gemacht. Man stehe noch ganz am Anfang, verlautete von den beiden US-Gesandten nach Gesprächen mit der birmanischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi in einem Luxushotel in Rangun und einem Treffen mit Ministerpräsident Thein Sein. Washington warte nun ab, wie die Militärjunta reagiere, erläuterten der für Ostasien zuständige US-Außenstaatssekretär Kurt Campbell und sein Stellvertreter Scott Marciel im Anschluss bei einem Forum im benachbarten Thailand. - Bei ihrer zweitägigen "Erkundungsmission" handelte es sich um den hochrangigsten offiziellen US-Besuch in Birma seit 1995. Das US-Außenministerium sprach von der "Vorbereitung eines Dialogs"

HANOI: In Vietnam ist die Zahl der Todesopfer durch den Tropensturm "Mirinae" auf mindestens 99 gestiegen. Zudem würden noch mehr als 20 Personen vermisst, teilten die Behörden mit. --- Der Sturm hatte Anfang der Woche zu schweren Überschwemmungen in den Provinzen in der Mitte Vietnams geführt.

PASSAU: Die neue Bundesregierung hat die Pläne für eine Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen wiederbelebt. CSU-Verkehrsminister Peter Ramsauer kündigte in der "Passauer Neuen Presse" eine Kommission zur Prüfung aller Möglichkeiten an. Eine höhere Maut für Lastwagen schloss er in der laufenden Legislaturperiode aus. Unterstützung für seinen Vorstoß erhielt Ramsauer vom designierten CDU-Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg, Stefan Mappus.

HAMBURG: Der Otto-Versand übernimmt nach eigenen Angaben ab sofort das Russland-Geschäft des insolventen Konkurrenten Quelle. Das in einem offenen Bieterverfahren gegen zahlreiche Konkurrenten erworbene Paket umfasse darüber hinaus die Markenrechte für Russland, Deutschland und weitere mittel- und osteuropäische Länder sowie die Nutzung der meisten Internetseiten, hieß es aus Hamburg. Quelle-Russland beschäftigt 280 Mitarbeiter. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bis stark bewölkt. Gelegentlich Regen, vor allem im Westen und Nordwesten. Höchstwerte sieben bis zwölf Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 7 Grad, stark bewölkt;

Berlin: 6 Grad, regnerisch;

Dresden: 6 Grad, wolkig;

Köln/Bonn: 8 Grad, wolkig;

Frankfurt am Main: 8 Grad, stark bewölkt und

München: 5 Grad, leicht bewölkt.

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