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Nachrichten

Donnerstag, 5. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Nach dem Austreten von Kühlflüssigkeit im slowenischen Atomkraftwerk Krsko hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel Entwarnung gegeben. Es bestehe keine Gefahr für die deutsche Bevölkerung, sagte er im deutschen Fernsehen. Der Sprecher der Umweltorganisation Greenpeace, Thomas Breuer, warf Gabriel in einem Interview der Deutschen Welle vor, die Angelegenheit herunterzuspielen. Kühlmittelverlust sei einer der schlimmsten Reaktorunfälle, der zur Kernschmelze führen könne. Der Reaktor wurde inzwischen heruntergefahren. Die EU-Kommission hatte nach dem Zwischenfall am Mittwochabend über das europäische Warnsystem bei radioaktiven Vorfällen (ECURIE) alle 27 EU-Staaten informiert. Slowenien selbst informierte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO), die daraufhin die vier Nachbarländer Sloweniens warnte.

MOSKAU: Russland misst dem Deutschland-Besuch seines Präsidenten Dmitri Medwedew eine symbolische Bedeutung zu. Dass dieser als erstes EU-Land Deutschland bereise, bestätige den Vorrang der deutsch-russischen Beziehungen, sagte Kreml-Berater Sergej Prichodko in Moskau. Medwedew wolle an diesem Donnerstag mit der Bundesregierung nicht nur über eine Zusammenarbeit im Erdöl- und Gasbereich sondern auch in den Bereichen Atomkraft und Stromerzeugung sprechen. Auch die Bundesregierung zeigte sich erwartungsvoll. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler, lobte den eingeschlagenen Kurs des neuen Präsidenten. Dieser habe damit begonnen, seine Wahlversprechen in die Tat umzusetzen. So habe er angekündigt, ein schärferes Mediengesetz wieder abzuschaffen.

WASHINGTON: US-Senatorin Hillary Clinton will ihr Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten am Samstag einstellen. Ihre Wahlkampfhelfer teilten mit, die ehemalige First Lady wolle bei einer Veranstaltung in Washington ihren Anhängern danken und ihre Unterstützung für den parteiinternen Rivalen Barack Obama erklären. Ob sie auch als Vizepräsidentin zur Verfügung stünde, ist noch unklar. Unmittelbar nach Ende des verlorenen Vorwahlmarathons hatte Clinton es noch abgelehnt, ihre Niederlage einzugestehen. Obama erreichte zuletzt die notwendige Zahl von Delegiertenstimmen, um als Präsidentschaftskandidat der Demokraten nominiert zu werden.

WASHINGTON: Fast sieben Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA soll heute der Prozess gegen fünf der mutmaßlichen Drahtzieher beginnen. Der als Planer der Flugzeugattentate verdächtigte Kuwaiter Chalid Scheich Mohammed und seine vier Mitangeklagten müssen persönlich vor einem US-Militärgericht im Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba erscheinen. Unter ihnen ist auch Ramzi Binalshibh, der als Cheflogistiker der Hamburger Zelle um den Flugzeugattentäter Mohammed Atta gilt. Im Falle einer Verurteilung droht ihnen die Todesstrafe.

ISLAMABAD: Das Terrornetzwerk El-Kaida hat sich zu dem Anschlag auf die dänische Botschaft in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad bekannt. Der Autobombenanschlag sei Rache für die Veröffentlichung der Karikaturen des Propheten Mohammed gewesen, hieß es in einer im Internet verbreiteten Erklärung der Islamisten. Bei dem Anschlag waren am Montag sechs Menschen ums Leben gekommen.

PEKING: Im Zusammenhang mit den blutigen Unruhen in Tibet hat China jetzt die Festnahme von 16 Personen bekanntgegeben. Sie seien im vergangenen Monat verhaftet worden, meldet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Den überwiegend buddhistischen Mönchen würden Bombenanschläge zur Last gelegt. Ein Grund für die späte Veröffentlichung wurde nicht genannt. Im März war es in Tibet und in angrenzenden Provinzen zu gewalttätigen Demonstrationen gegen die Regierung in Peking gekommen.

ANKARA: In der Türkei befasst sich das Verfassungsgericht mit der Frage, ob das islamische Kopftuch für Studentinnen an den Universitäten des Landes freigegeben werden soll. Den elf Richtern liegt eine Klage von zwei Oppositionsparteien vor. Das Parlament hatte im Februar mit den Stimmen der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan das bislang bestehende Kopftuchverbot für Studentinnen aufgehoben. Kritiker werfen der Regierung Erdogans vor, eine schleichende Islamisierung der Türkei zu betreiben und die Trennung von Staat und Religion aufzuweichen. Das Urteil wird in einigen Wochen erwartet.

BERLIN: Die Milchbauern in Deutschland wollen an diesem Donnerstag bundesweit mit Veranstaltungen auf ihre Lage aufmerksam machen. Zu einer zentralen Kundgebung am Brandenburger Tor in Berlin erwartet der Bundesverband deutscher Milchviehhalter mehrere tausend Demonstranten. Außerdem sind Aktionen unter anderem vor Molkereien geplant. Ziel ist, bei den Verhandlungen mit den Molkereien und den Einzelhandelsunternehmen höhere Preise durchzusetzen. Der Lieferboykott soll bis auf weiteres fortgesetzt werden. Mit dem Discounter Lidl erklärte sich inzwischen ein erstes Unternehmen bereit, den Milch-Verkaufspreis um zehn Cent je Liter anzuheben.

WARSCHAU: Bei einer Explosion in einem polnischen Bergwerk sind vier Grubenarbeiter getötet und mehr als 20 verletzt worden. Bei Wartungsarbeiten in rund 900 Metern Tiefe habe sich eine Methangasexplosion ereignet, teilte die Betreiberfirma des Kohlebergwerks in Schlesien mit. Bei einem ähnlichen Grubenunglück waren im Januar zwei Bergleute getötet worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten weiterhin sonnig und trocken. Ansonsten meist stark bewölkt und häufig Schauer und Gewitter. Höchstwerte 20 bis 28 Grad.

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