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Nachrichten

Donnerstag, 5. Juli 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag

KABUL: Der vor einer Woche in Afghanistan entführte deutsche Staatsbürger ist nach Angaben des afghanischen Innenministeriums wieder frei. Der Deutsche und sein Dolmetscher seien mit Hilfe der Polizei befreit worden, teilte ein Ministeriumssprecher in Kabul mit. Beide Männer seien wohlauf. Das Auswärtige Amt bestätigte diese Angaben bislang nicht. Die Berichte würden geprüft, hieß es. - Der Gouverneur der südwestafghanischen Provinz Farah, Ghulom Muhyuddin Baluch, hatte zuvor mitgeteilt, die Entführer verlangten ein Lösegeld von 40.000 Dollar. Er machte zugleich die Taliban für die Geiselnahme verantwortlich. Die radikal-islamischen Rebellen wiesen dies zurück.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag im Südosten Afghanistans sind fünf einheimische Polizisten getötet und elf verletzt worden. Der Attentäter habe sich als Polizist getarnt an einem Kontrollpunkt unter die Beamten gemischt und dann seinen Sprengsatz gezündet, teilten die Sicherheitskräfte mit. Bei einem weiteren Anschlag in der Provinz Paktika wurde ein Soldat der Nato getötet. Zwei weitere wurden verletzt. Der Süden gilt als Hochburg der radikal-islamischen Taliban. Sie verübt immer wieder Anschläge auf einheimische Sicherheitskräfte und ausländische Truppen.

BERLIN: In den Tarifverhandlungen bei der Bahn hat das Unternehmen eine Einkommenserhöhung von 3,4 Prozent zum 1. Januar 2008 angeboten. Zudem solle es eine Einmalzahlung von 450 Euro geben, sagte die Verhandlungsführerin der Bahn, Margret Suckale in Berlin. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA akzeptierten das Angebot als Basis für weitere Verhandlungen. Die Warnstreiks würden vorerst ausgesetzt, erklärten die Gewerkschaften. - Parallel zu den Tarifverhandlungen in Berlin kam Bahnchef Hartmut Mehdorn in Frankfurt mit dem Vorsitzenden der Gewerkschaft der Lokführer, Manfred Schell, zusammen. Die GDL fordert einen eigenen Tarifvertrag mit Einkommensanhebungen von bis zu 31 Prozent.

BERLIN: Der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland wird nach Auffassung der Bundesregierung durch einen Fachkräftemangel gebremst. Diese Situation gebe zu Besorgnis Anlass, sagte Wirtschaftsminister Michael Glos im Bundestag. Nach Angaben von Wirtschaftsverbänden könnten mindestens 40.000 Stellen wegen fehlender Fachkräfte nicht besetzt werden. Der CSU-Politiker forderte eine Reform des Zuwanderungsrechts. Nur so könne Deutschland im globalen Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen.

BERLIN: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat sich dafür ausgesprochen, deutsche Schlüsselbranchen vor ausländischen Interessenten zu schützen. Der Zeitung Handelsblatt sagte der SPD-Politiker, wenn die Bundesregierung vermeiden wolle, dass Bereiche wie Banken, Energie, Post, Telekommunikation und Logistik übernommen würden, müsse sie aktive Industriepolitik betreiben. Welche gesetzlichen Maßnahmen die Regierung ergreifen sollte, sagte Steinbrück nicht.

BERLIN: Der BND-Untersuchungsausschuss des Bundestages hat den früheren Datenschutzbeauftragten Joachim Jacob zum Ermittlungsbeauftragten berufen. Er soll Vorwürfe prüfen, dass der US-Geheimdienst CIA Terrorverdächtige verschleppt und zu geheimen Verhörzentren auch in Europa gebracht habe. Dabei soll Jacob insbesondere klären, ob deutsche Stellen daran möglicherweise beteiligt waren. - Es ist das erste Mal, dass ein Bundestags-Untersuchungsausschuss einen Ermittlungsbeauftragten ernennt.

ISLAMABAD: Die Sicherheitskräfte in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad haben ihren Druck auf die militanten Koranschüler in der belagerten Roten Moschee weiter erhöht. Gepanzerte Truppentransporter seien in Richtung des Komplexes vorgestoßen, jedoch nicht in das Gelände der Moschee eingedrungen, teilte ein Sicherheitsbeamter mit. Zuvor brachten Sicherheitskräfte Sprengsätze zur Explosion, eines der Tore der Moschee wurde gesprengt. Der Vizechef der Koranschule, Abdul Rashid Ghazi, lehnt eine von der Regierung geforderte bedingungslose Kapitulation weiter ab. Ghazi befehligt die in der Moschee verbliebenen bewaffneten Islamisten, deren Zahl unbekannt ist.

GAZA-STADT: Die israelische Armee hat bei einem Einsatz im Gaza-Streifen mindestens acht Palästinenser getötet. Nach palästinensischen Angaben handelte es sich überwiegend um bewaffnete Mitglieder der radikal-islamischen Hamas. Die Soldaten waren zuvor mit Panzern in das Gebiet eingerückt. Nach eigenen Angaben wurden sie in der Nähe des Flüchtlingslagers Maghasi östlich von Gaza-Stadt angegriffen.

CANBERRA: Australiens Premierminister John Howard hat Äußerungen seines Verteidigungsministers Brendan Nelson relativiert, wonach die langfristige Versorgung mit Erdöl einer der Hauptgründe für die Militärpräsenz seines Landes im Irak sei. Es sei überzogen, das australische Engagement im Irak allein mit Ölinteressen zu erklären. Im Nahen Osten liefen mehrere Themen zusammen, die von strategischer Bedeutung seien, so Howard. Dazu zählten Terrorismus, das Streben nach Massenvernichtungswaffen, Energiebedarf und das Ringen um die politische Vormacht. Nelson hatte zuvor erklärt, die Sicherung von Ressourcen sei eine der "Prioritäten" in den neuen verteidigungspolitischen Richtlinien Australiens.

DUBAI: Das Emirat Dubai ist beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS eingestiegen. Der staatliche Investitionsfonds DIC erwarb nach eigenen Angaben 3,12 Prozent des Mutterkonzerns des Flugzeugherstellers Airbus. - Haupteigner von EADS sind der französische Staat und Daimler-Chrysler mit je 15 Prozent.

GUATEMALA-STADT: Die Olympischen Winterspiele 2014 finden in Sotschi in Russland statt. Bei den Abstimmungen im Internationalen Olympischen Komitee in Guatemala setzte sich die Schwarzmeer-Stadt gegen Salzburg in Österreich und das südkoreanische Pyeongchang durch. - München prüft nach Angaben von Oberbürgermeister Christian Uhde nun eine Kandidatur für die Winterspiele 2018.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils gewittrige Schauer und Regenfälle. An der Nordsee längere sonnige Abschnitte - in Vorpommern Dauerregen. Tagestemperaturen 14 bis 19 Grad Celsius.
Am Morgen meldeten:

Hamburg: 17 Grad, wolkig;
Berlin: 15 Grad, Schauer;
Köln/Bonn und
Dresden: 16 Grad, nach Schauer;
Frankfurt am Main: 14 Grad, nach Regen und
München: 14 Grad, nach Schauer.

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