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Nachrichten

Donnerstag, 5. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW ORLEANS: Nach der erfolgreichen Abdichtung des Öllecks im Golf von Mexiko mit Spezialschlamm will der britische Energiekonzern BP das defekte Bohrloch nun mit Zement versiegeln. Die US-Regierung gab grünes Licht für die zweite Stufe des "static kill" genannten Einsatzes. BP will noch an diesem Donnerstag damit beginnen, den Zement von Schiffen aus in das Bohrloch in rund 1500 Meter Tiefe zu pumpen. Später soll tief im Meeresboden die Ölquelle selbst durch Entlastungsbohrungen ein für allemal verschlossen werden.

MOSKAU: In Russland gelingt es den zehntausenden Einsatzkräften weiterhin nicht, die verheerenden Waldbrände unter Kontrolle zu bringen. Regierungschef Wladimir Putin sagte bei einem Besuch von Feuerwehrleuten in der besonders betroffenen Region um die Stadt Woronesch, die Lage bleibe angespannt und gefährlich. In ganz Russland wüten nach offiziellen Angaben 520 Brände bei denen mindestens 50 Menschen ums Leben kamen. Bundeskanzlerin Merkel bot in einem Telefonat mit Präsident Medwedew deutsche Hilfe bei der Brandbekämpfung an.

ISLAMABAD: In den Hochwassergebieten in Pakistan ist die Cholera ausgebrochen. Es seien schon mehrere Fälle der gefährlichen Durchfallerkrankung registriert worden, teilten Vertreter von Hilfsorganisationen mit. Zerstörte Verkehrswege erschwerten die notwendige schnelle medizinische Hilfe. - Während das Hochwasser im Nordwesten Pakistans langsam zurückgeht, sind nun die südlicheren Landesteile bedroht. In der Provinz Punjab wurden schon hunderte Dörfer zerstört. Entlang des Flußlaufes des Indus wurden bereits 200.000 Menschen evakuiert.

TOKIO: Vor dem 65. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki hat UN-Generalsekretär Ban eine Ächtung von Nuklearwaffen gefordert. Ihre Abschaffung sei das einzige Mittel, um sicherzustellen, dass solche Waffen niemals eingesetzt würden, sagte Ban in Nagasaki. Die Stadt wurde am 9. August 1945 völlig zerstört, nachdem die USA drei Tage zuvor bereits eine Atombombe auf Hiroshima abgeworfen hatten. In Nagasaki starben damals 70.000 Menschen, in Hiroshima 140.000.

KABUL: Im Norden Afghanistans sind bei einem Anschlag auf einen Militärkonvoi in der Provinz Kundus mindestens sieben afghanische Polizisten getötet worden. Ein Selbstmordattentäter sei im Bezirk Imamsaheb mit einem Auto in den gemeinsamen Konvoi von NATO- und afghanischen Truppen gerast und habe sich in die Luft gesprengt, teilte das Innenministerium in Kabul mit. Mehrere weitere Menschen, darunter zwei US-Soldaten, seien verletzt worden.

SEOUL: Ungeachtet neuer Drohgebärden Nordkoreas haben die südkoreanischen Streitkräfte ein neues Manöver zur U-Boot-Abwehr begonnen. Nach Angaben des Generalstabs nehmen an den fünftägigen Übungen im Gelben Meer etwa 4500 Soldaten, mehr als 20 Kriegsschiffe und U-Boote sowie rund 50 Flugzeuge teil. Mit dem Manöver reagiert Südkorea nach eigenen Angaben auf die Versenkung eines seiner Kriegsschiffe im März, für die der kommunistische Norden verantwortlich gemacht wird. Nordkorea weist dies zurück.

FRANKFURT AM MAIN: Die im Rahmen der Finanzkrise teilverstaatlichte Commerzbank wird nach eigener Einschätzung statt 2011 schon in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben. Augrund der erfreulichen Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr gehe man davon aus, auch das Gesamtjahr 2010 mit einem Gewinn abschließen zu können, sagte Vorstandschef Blessing in Frankfurt am Main. Der Überschuss in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres lag danach bei 1,1 Milliarden Euro. 2009 hatte die zweitgrößte Bank Deutschlands noch einen Verlust von 4,5 Milliarden Euro eingefahren.

KOUROU: Das europäische Raumfahrtunternehmen Arianespace hat zwei weitere Fernsehsatelliten erfolgreich ins All gebracht. Die Trägerrakete vom Typ Ariane 5 startete vom Stützpunkt Kourou in Französisch-Guyana in Südamerika. Die Satelliten sollen in den kommenden fünfzehn Jahren vor allem Nordafrika, den Nahen Osten und die Golfregion sowie ländliche Gegenden in Afrika mit Fernseh- und Internetdiensten versorgen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Holstein bis zum Alpenrand wolkenreich mit Schauern und Gewittern, in Südbayern auch länger andauernd. Nur zwischen Pommerscher Bucht und der Lausitz heiter und kaum Regen. Höchstwerte 14 bis 26 Grad.

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