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Nachrichten

Donnerstag, 5. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

LONDON: Die Maschine mit den vom Iran freigelassenen britischen Marineangehörigen wird in diesen Minuten auf dem Flughafen London-Heathrow erwartet. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sollen die 15 Soldaten unmittelbar nach ihrer Ankunft zu einer Dienstbesprechung auf einen Marinestützpunkt geflogen werden. Der iranische Präsident Muhmud Ahmadinedschad hatte sie am Mittwoch nach zwei Wochen Gefangenschaft freigelassen. Zuvor hatten einige der Soldaten im staatlichen iranischen Fernsehen erklärt, sie seien illegal in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen und würden dies bedauern. Dagegen hatte die Regierung in London betont, dass sich die britischen Patrouillenboote bei der Festnahme der Soldaten eindeutig in irakischen Gewässern befunden hätten.

BRÜSSSEL: Nach der Freilassung der britischen Marinesoldaten haben EU-Chefdiplomat Javier Solana und der iranische Unterhändler Ali Laridschani über das umstrittene Atomprogramm Teherans gesprochen. Ein EU-Mitarbeiter teilte nach dem Telefonat in Brüssel mit, man hoffe, dass beide Seiten an den Verhandlungstisch zurückkehrten. Es gebe zwar keine neue Entwicklung, doch die rasche Gesprächsaufnahme zeige, die Kommunikationswege mit dem Iran seien intakt.

KABUL: Im nordafghanischen Bundeswehr-Stützpunkt Masar-i-Scharif sind sechs deutsche Tornado-Aufklärungsflugzeuge gelandet. Anfang nächster Woche werden die Tornados dem NATO-Kommando unterstellt. Sie sollen vor allem die im Süden operierenden Soldaten der Internationalen Schutztruppe durch Aufklärungsflüge unterstützen. An Kampfeinsätzen sollen sich die deutschen Piloten nicht beteiligen. Afghanistans Außenminister Rangin Dadfar Spanta dankte der Bundesregierung für ihre Hilfe.

DAMASKUS: Syriens Präsident Baschar al Assad hat seine Bereitschaft zu Friedensverhandlungen mit Israel erklärt. Die Präsidentin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sagte in Damaskus, Assad habe auf ein von ihr überbrachtes Gesprächsangebot Israels positiv reagiert. Die Friedensverhandlungen zwischen Israel und Syrien liegen bereits seit dem Jahr 2000 auf Eis. Hauptstreitpunkt sind die Golanhöhen, die Israel seit 1967 besetzt hält.

KIEW: Anhänger der ukrainischen Regierung haben ihre Demonstrationen gegen den westlich orientierten Präsidenten Viktor Juschtschenko fortgesetzt. Bis zu 2.000 Menschen versammelten sich vor dem Parlament in Kiew, um gegen die von Juschtschenko angeordnete Auflösung der Volksvertretung zu protestieren. Das ukrainische Verfassungsgericht teilte unterdessen mit, dass es innerhalb von 15 Tagen über die Rechtmäßigkeit der Parlamentsauflösung entscheiden werde. Regierungschef Viktor Janukowitsch hatte das Gericht angerufen.

NEW YORK: Vor der Entscheidung des Weltsicherheitsrates über den künftigen Status des Kosovo will sich eine UN-Delegation vor Ort über die Lage informieren. Nach Angaben aus New York ist geplant, dass die UN-Botschafter der 15 Ratsmitglieder noch in diesem Monat nach Pristina reisen. Das höchste UN-Gremium ist über den Vorschag des UN-Sondergesandten Martti Ahtisaari bisher noch gespalten. Er plädiert für eine weitgehende Unabhängigkeit der mehrheitlich von Albanern bewohnten Provinz im Süden Serbiens. Dagegen lehnt die UN-Vetomacht Russland die Loslösung des Kosovo von Serbien strikt ab.

BERLIN: Der Datenschutzbeauftragte des Bundes, Peter Schaar, hat das Vorgehen der USA bei der Speicherung europäischer Fluggastdaten kritisiert. Die bis zu 34 Angaben, die pro EU-Passagier übermittelt würden, seien zu viele, bemängelte Schaar. Zuvor hatte bereits EU-Innenkommissar Franco Frattini vor einer Verschlechterung des Datenschutzes für Amerika-Reisende gewarnt. In Berlin beriet er heute mit US-Heimatschutzminister Michael Chertoff und Innenminister Wolfgang Schäuble über eine Neugestaltung des Abkommens zur Weitergabe von Passagierdaten.

BERLIN: Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat an die Industriestaaten appelliert, ihre Hilfe für diejenigen Länder aufzustocken, die von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen sind. Entwicklungspolitik müsse sich künftig noch stärker am Klimaschutz orientieren, forderte die SPD-Ministerin. Unterstützung sei auch nötig, um Menschen aus Küstenregionen umzusiedeln, die von Überschwemmungen bedroht seien. - Am 17. April wird sich erstmals in seiner Geschichte der UN-Sicherheitsrat in New York mit den Bedrohungen durch den Klimawandel befassen.

HONIARA: Hilfsorganisationen und Vereinte Nationen haben vor einem massiven Ausbruch von Krankheiten auf den Salomonen gewarnt. Um dies zu verhindern, sei die rasche Verteilung von Trinkwasser und Hilfsgütern an die Tsunami-Opfer dringend notwendig, erklärten etwa Mitarbeiter der Organisation Oxfam. Es fehle aber weiter an Schiffen, um die Bewohner des Inselstaates im Südpazifik zu erreichen. Den Angaben zufolge sind derzeit mehr als 5.400 Menschen notdürftig in Zelten untergebracht. Bislang wurden 30 Todesopfer geborgen.

WIESBADEN: Die deutschen Sozialversicherungen haben angesichts der boomenden Wirtschaft im vergangenen Jahr einen Milliardenüberschuss verbucht. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, übertrafen die Einnahmen die Ausgaben um mehr als 20 Milliarden Euro. Durch einen veränderten Abrechnungsmodus hätten die Sozialkassen im vergangenen Jahr allerdings einmalig mehr Geld eingenommen. 2005 verzeichneten die gesetzlichen Versicherungen noch ein Defizit von gut drei Milliarden Euro. - Zu den Sozialversicherungen zählen Kranken-, Unfall-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Süden sonnig. Von Nordwesten ziehen Wolkenfelder auf. Höchstwerte zwischen neun und 18 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: neun Grad, bedeckt; Berlin: sechs Grad, stark bewölkt; Dresden: acht Grad, leicht bewölkt; Köln/Bonn: sieben Grad, wolkig; Frankfurt am Main: neun Grad, wolkig und München: sieben Grad, leicht bewölkt.

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