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Nachrichten

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PJÖNGJANG: Die Staatschefs von Süd- und Nordkorea, Roh Moo Hyun und Kim Jong Il, haben sich bei ihrem Gipfel auf vertrauensbildende und friedensschaffende Maßnahmen geeinigt. In einer nach den Gesprächen in Pjöngjang unterzeichneten Erklärung bekunden beide Seiten ihren Willen, 54 Jahre nach dem Koreakrieg die Waffenstillstandsregelung durch einen Friedensvertrag zu ersetzen. Darüber solle mit den beiden Schutzmächten USA und China gesprochen werden, heißt es in dem Papier. - Völkerrechtlich befinden sich Süd-und Nordkorea seit Ende des Krieges 1953 immer noch im Kriegszustand. - Roh und Kim unterstreichen in der Erklärung zudem ihre Bereitschaft, bei der Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel zusammenzuarbeiten.

KINSHASA: In der Demokratischen Republik Kongo ist ein Frachtflugzeug in ein Wohngebiet der Hauptstadt Kinshasa abgestürzt. Ein Mitarbeiter des Flughafens teilte mit, die Maschine vom Typ Antonow sei auf einen Marktplatz gestürzt. Ob es Tote und Verletzte gegeben habe, sei noch nicht bekannt.

PRETORIA: Die Rettungsaktion für mehr als 3.000 Bergleute, die in Südafrika in einer Goldmine in rund 2.000 Meter Tiefe eingeschlossen sind, verläuft reibungslos. Eine Sprecherin der Minengesellschaft teilte in Carletonville südwestlich von Johannesburg mit, die Kumpel würden in Gruppen mit einem Materialaufzug nach oben geholt. Alle Bergleute seien wohlauf. - Ursache des Unglücks in dem Gold-Bergwerk ist der Riss eines Kabels. Dadurch war die Stromversorgung des Hauptaufzugs gekappt worden.

ADDIS ABEBA: Am ersten Tag ihrer Afrika-Reise hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Europäer aufgerufen, sich stärker auf dem Kontinent zu engagieren. Europa müsse für Afrika mehr tun, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem äthiopischen Regierungschef Meles Zenawi in Addis Abeba. Die Kanzlerin sprach auch Demokratiedefizite in dem nordost-afrikanischen Land an, das zu den ärmsten der Welt zählt. - Im Laufe des Tages wird die Kanzlerin in der äthiopischen Hauptstadt mit Repräsentanten der Afrikanischen Union zusammenkommen, die nach Ansicht der Bundesregierung eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung des Kontinents spielen sollte. Weitere Reise-Stationen Merkels sind in den kommenden Tagen Südafrika und Liberia.

RANGUN: Die Militärjunta in Birma geht weiter mit harter Hand gegen Regimegegner und deren Sympathisanten vor. Wie die Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Diplomaten und Augenzeugen in Rangun meldeten, wurden auch in der Nacht zum Donnerstag zahlreiche Menschen festgenommen. Die Inhaftierten würden aus Rangun an unbekannte Orte weggebracht, hieß es. - Eine unabhängige Berichterstattung aus dem abgeschotteten asiatischen Land ist nicht möglich. - Der UN-Sondergesandte Ibrahim Gambari will dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, an diesem Donnerstag über seine jüngste Birma-Reise berichten. Gambari war mit führenden Generälen und der unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi zusammengetroffen.

ROM: Auf der süditalienischen Insel Lampedusa sind seit Mittwoch fast 600 Flüchtlinge eingetroffen. Wie die italienischen Behörden mitteilten, erreichten sie die südlich von Sizilien gelegene Insel mit insgesamt acht Booten. Die Flüchtlinge stammten aus Ägypten, Tunesien, Marokko, dem Iran und Ghana.

BONN: Im Prozess um den Foltertod eines 20-jährigen Häftlings im Jugendgefängnis Siegburg sind die drei angeklagten Mithäftlinge zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Das Bonner Landgericht verhängte gegen sie zwischen zehn und 15 Jahre Haft. Die jungen Männer hatten gestanden, den 20-Jährigen im November 2006 in einer Gemeinschaftszelle stundenlang gequält, erniedrigt und schließlich umgebracht zu haben. Das Verbrechen hatte wegen seiner Brutalität bundesweit Entsetzen ausgelöst.

CHEMNITZ: Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn entscheidet das Amtsgericht Chemnitz, ob die für Freitag angekündigten Lokführer-Streiks stattfinden dürfen. Die Bahn-Führung hat gegen einen entsprechenden Aufruf der Lokführer-Gewerkschaft GDL einstweilige Verfügungen beantragt. Die Entscheidung des Gerichts wird erst am Donnerstagabend erwartet. Die GDL will im Laufe des Tages bekanntgeben, wann und wo das Zugpersonal am Freitag die Arbeit niederlegen soll. Die Gewerkschaft beharrt auf deutlichen Einkommensverbesserungen und einem eigenen Tarifvertrag. Die Bahn lehnt dies ab.

OSNABRÜCK: Die deutsche Drogeriemarktkette Schlecker übernimmt den Konkurrenten 'Ihr Platz' und baut damit ihre führende Stellung in der Branche aus. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. 'Ihr Platz' betreibt in Deutschland rund 700 Drogeriemärkte.

BRÜSSEL: Die Wirtschaft in der Euro-Zone ist nach Ansicht der EU-Kommission von den weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten kaum betroffen. In einem Konjunkturbericht für die 13 Euro-Länder prognostiziert die Kommission sogar eine kurzfristige Beschleunigung des Wachstums im laufenden zweiten Halbjahr 2007. Im gesamten Jahr werde die Wirtschaft in der Euro-Zone um 2,5 Prozent wachsen.

MOSKAU: Mit einer Feierstunde haben ehemalige sowjetische Kosmonauten, Wissenschaftler und frühere Militärs an den Start von Sputnik Eins vor 50 Jahren erinnert, des ersten von Menschen in den Weltraum geschossenen Satelliten. Der Sputnik-Start am 4. Oktober 1957 markiert den Beginn der Raumfahrt und zugleich des Wettlaufs zwischen der Sowjetunion und den USA im Weltall. - Sputnik Eins umkreiste in 92 Tagen die Erde rund 1.400 mal.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stärkere Bewölkung, örtlich Auflockerungen. Im Tagesverlauf von Westen her etwas freundlicher. Tagestemperaturen 13 bis 23 Grad.

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