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Nachrichten

Donnerstag, 4. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hat den Personalabbau bei der Polizei kritisiert. Die Gewerkschaften beanstandeten zurecht, dass in den vergangenen Jahren fast 10.000 Stellen gestrichen worden seien, sagte die FDP-Politikerin im ZDF. Die versuchten Anschläge mit Paketbomben hätten jedoch gezeigt, dass mehr Kontrollen nötig seien. Leutheusser-Schnarrenberger kritisierte, nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 habe sich die Politik einseitig auf Eingriffe in Bürgerrechte konzentriert.

KABUL: Verteidigungsminister zu Guttenberg ist zu einem Truppenbesuch in Afghanistan eingetroffen. Der CSU-Politiker besuchte einen norwegischen Stützpunkt in der Provinz Farjab, in der die Bundeswehr das Regionalkommando inne hat. In Berlin erneuerte der Wehrbeauftragte des Bundestags, Königshaus, seine Kritik an der Ausstattung der deutschen Soldaten in Afghanistan. Es fehle nach wie vor an Personal, Ausrüstungsgegenständen und funktionsfähigen Fahrzeugen, schrieb der FDP-Politiker in einem internen Bericht, aus dem mehrere Zeitungen zititieren. Auch die Ausbildung sei vielfach mangelhaft.

KHARTUM: In der westsudanesischen Krisenregion Darfur ist es zu heftigen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen der "Bewegung Gerechtigkeit und Gleichheit" - JEM - gekommen. Die Sicherheitskräfte hätten schwere Verluste erlitten, teilte das Innenministerium in Khartum mit, ohne weitere Angaben zu machen. Die JEM boykottiert im Gegensatz zu anderen Rebellengruppen aus Darfur die Friedensverhandlungen mit der sudanesischen Regierung. - Im Darfur-Konflikt sind nach Schätzungen der UN seit 2003 rund 300.000 Menschen ums Leben gekommen.

WASHINGTON: US-Präsident Obama hat sich für die schwere Niederlage seiner Demokratischen Partei bei den Kongresswahlen verantwortlich gezeigt. Er habe die Auswirkung der schlechten Wirtschaftslage falsch eingeschätzt. Vorrangig werde er jetzt für neue Arbeitsplätze sorgen. Den Republikanern bot der Präsident enge Zusammenarbeit an. Meinungsunterschiede müssten zivilisiert ausgetragen werde. Der republikanische Spitzenpolitiker Boehner verlangte von Obama einen Politikwechsel. Seine Partei verfolge das Ziel, die umstrittene Gesundheitsreform rückgängig zu machen.

BERLIN: Die CDU hat dem katholischen Hilfswerk Misereor eine ideologische Ausrichtung ihrer Entwicklungshilfe vorgeworfen. Misereor und andere Organisationen seien mit verantwortlich für Hunger und Elend in der Welt, sagte der Welternährungs-Experte der Unions-Bundestagsfraktion, Röring. Er forderte, die Landwirtschaft in Afrika und Lateinamerika müsse stärker industrialisiert werden. Dagegen verherrliche Misereor eine kleinbäuerliche Struktur und lehne den technischen Fortschritt ab. Misereor und andere Hilfsorganisationen fordern von der Europäischen Union, von der Wachstumsstrategie abzulassen und ökologische und soziale Standards zum Maßstab für künftige Entwicklung zu machen. Vor allem fordern sie ein Ende der Exportsubventionen für die europäische Landwirtwirtschaft.

BRÜSSEL: Bei der Stärkung der Grundrechte kommt die Türkei nach Einschätzung der Europäischen Union nicht voran. Defizite gebe es vor allem bei der Meinungs- und Pressefreiheit sowie der Religionsfreiheit. Diese müssten sowohl per Gesetz als auch in der Praxis gestärkt werden, heißt es im diesjährigen Fortschrittsbericht, aus dem die Tageszeitung "Die Welt" vorab zitiert. Verbesserungen seien auch bei Frauenrechten, Geschlechtergleichheit und den Rechten der Gewerkschaften notwendig. Kritisch beurteilt die EU zudem das Verhältnis zwischen der Türkei und Zypern. In Bezug auf die Kurden-Frage habe die von Ministerpräsident Erdogan Ende 2009 begonnene demokratische Öffnung bisher nur begrenzte Fortschritte gebracht.

SINGAPUR: Feuer an einem Triebwerk hat einen australischen Riesen-Airbus A380 zu einer dramatischen Notlandung in Singapur gezwungen. Bei dem bislang schwersten Zwischenfall mit dem weltweit größten Passagierflugzeug wurde keiner der fast 460 Insassen verletzt. Passagiere des Qantas-Fluges berichteten von einem explosionsartigen Knall nur wenige Minuten nach dem Start in Singapur.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden überwiegend heiter und trocken. Nach Norden hin stärker bewölkt, zeitweise Regen. Tageshöchsttemperaturen zwischen elf Grad auf Rügen und 19 Grad am Oberrhein.

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