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Nachrichten

Donnerstag, 4. Mai 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag.

WASHINGTON: Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident George W. Bush haben ihren gemeinsamen Willen bekräftigt, im Streit um das iranische Atomprogramm eine diplomatische Lösung zu finden. Sie sehe dafür gute Chancen, sagte Merkel nach einem Treffen mit Bush im Weißen Haus in Washington. Es gebe 'völlige Übereinstimmung', dass der Iran auf gar keinen Fall in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe. Bush lobte die Kanzlerin für ihre 'Standhaftigkeit' und rief den Iran nochmals auf, seine nuklearen Ambitionen aufzugeben. Der US-Präsident nahm die Einladung Merkels an, unmittelbar vor dem G8-Gipfel in St. Petersburg Mitte Juli nach Deutschland zu kommen.

NEW YORK: Die USA, Frankreich und Großbritannien haben im Weltsicherheitsrat einen Resolutionsentwurf eingebracht, der das Atomprogramm des Iran als 'Bedrohung des internationalen Friedens' verurteilt. Zugleich wird die iranische Führung in dem Papier nochmals aufgefordert, die Uran-Anreicherung 'unverzüglich' zu stoppen. Mit konkreten Sanktionen wird in dem Resolutionsentwurf nicht gedroht. Allerdings ist in dem Text von 'weiteren Maßnahmen' die Rede, sollte sich der Iran unnachgiebig zeigen. China und Russland, die Sanktionen strikt ablehnen, forderten Änderungen an dem Entwurf.

WASHINGTON: Im bisher einzigen US-Prozess um die Terror-Anschläge vom 11. September 2001 ist der Franzose Zacarias Moussaoui zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Geschworenen in Alexandria folgten damit nicht dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die für den 37-Jährigen die Todesstrafe beantragt hatte. Der gebürtige Marokkaner Moussaoui hatte sich in dem Verfahren schuldig bekannt, an dem Terror-Komplott beteiligt gewesen zu sein. Er war jedoch einen Monat vor den Anschlägen festgenommen worden, weil er an einer Pilotenschule als verdächtig aufgefallen war. - US-Präsident George W. Bush begrüßte das Urteil. Das Böse sei besiegt, sagte Bush in einer ersten Reaktion.

LEIPZIG: Nach der Freilassung der beiden im Irak entführten deutschen Geiseln hat der Leiter des Krisenstabs der Bundesregierung, Staatssekretär Reinhard Silberberg, jegliche Lösegeldzahlung bestritten. Die Bundesregierung lasse sich nicht erpressen und lehne Lösegeldzahlungen grundsätzlich ab, sagte Silberberg der 'Leipziger Volkszeitung'. Nach über drei Monaten Geiselhaft im Irak waren die beiden Leipziger Techniker René Bräunlich und Thomas Nitzschke am Vortag in ihre Heimat zurückgekehrt. Staatsminister Gernot Erler warnte ein weiteres Mal vor Reisen in den Irak. Deutsche Firmen, die dort tätig seien, sollten mit einheimischen Kräften arbeiten, so Erler.

GARMISCH-PARTENKIRCHEN: Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Günther Beckstein, rechnet mit einer heftigen Kontroverse zwischen seinen Kollegen über die geplanten neuen Einbürgerungsregeln. Ob am Ende eines Tests oder Kurses eine Prüfung stehe, sei eine der umstrittenen Detailfragen, sagte der bayerische CSU-Politiker vor Beginn der Innenministerkonferenz in Garmisch-Partenkirchen. Beckstein bekräftigte, einheitliche Regelungen seien nötig, um zu vermeiden, dass in einem Bundesland die Voraussetzungen für einen deutschen Pass leichter zu erfüllen sind als in einem anderen. Ein weiteres großes Thema der bis Freitag dauernden Tagung ist die Sicherheitslage während der Fußball-WM.

SEOUL: In Südkorea sind mehrere tausend Polizisten mit Schlagstöcken gegen Demonstranten vorgegangen, die gegen die geplante Erweiterung einer US-Militärbasis protestiert hatten. Nach Angaben der Behörden wurden bei den Zusammenstößen in Pyongtaek zahlreiche Menschen verletzt. Etwa 100 Demonstranten seien festgenommen worden. - Die USA haben derzeit etwa 30.000 Soldaten im Süden der koreanischen Halbinsel stationiert.

BERLIN: Das für die Präsentation deutscher Kultur im Ausland zuständige Goethe-Institut erwägt die Schließung von Filialen. Wie Präsidentin Jutta Limbach in Berlin mitteilte, ist die Beibehaltung des gesamtes Institutsnetzes nur möglich, wenn die Bundesregierung mehr Geld zur Verfügung stellt. Derzeit gibt es 128 Goethe-Institute in 79 Ländern. Limbach äußerte sich nach einer Präsidiumssitzung. Dabei hatte der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Hans-Georg Knopp, vorgeschlagen, vor allem in Westeuropa Filialen zu schließen. - Limbach kündigte an, zunächst mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier zu sprechen. Aus dessen Haus stammt der staatliche Zuschuss für das Goethe-Institut. Er beträgt in diesem Jahr 109 Millionen Euro, 2001 waren es noch gut 125 Millionen.

NEW YORK: Das 1941 entstandene Picasso-Gemälde 'Dora Maar mit Katze' ist bei Sotheby's in New York für 95,2 Millionen Dollar versteigert worden. Dies ist der zweithöchste Preis, der jemals bei einer Auktion für ein Gemälde erzielt wurde. Der Käufer blieb anonym. - Das teuerste jemals versteigerte Gemälde ist ebenfalls ein Werk des spanischen Künstlers: Der 'Junge mit Pfeife' hatte vor zwei Jahren die Rekordsumme von 104 Millionen Dollar eingebracht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend sonnig, nur im Südwesten und Nordosten einige Wolken. Temperaturen zwischen 23 und 29 Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten bei nahezu wolkenfreiem Himmel:

Hamburg: 15 Grad;
Berlin: 13 Grad;
Dresden: 14 Grad;
Köln/Bonn: 16 Grad;
Frankfurt am Main: 15 Grad und
München: 11 Grad.

  • Datum 04.05.2006
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