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Nachrichten

Donnerstag, 4. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DÜSSELDORF: Die muslimischen Terroristen der so genannten Sauerland-Gruppe müssen bis zu zwölf Jahre hinter Gitter. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht verurteilte drei der Angeklagten wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorvereinigung und Verabredung zum vielfachen Mord. Der vierte Angeklagte wurde als Unterstützer der Terroristen verurteilt. Die Männer im Alter zwischen 24 und 31 Jahren hatten zuvor ein Geständnis abgelegt. Sie wollten im Auftrag der Islamischen Dschihad Union in Deutschland Bomben-Anschläge auf US-Soldaten in Diskotheken, Kasernen und Flughäfen verüben. Drei von ihnen waren im September 2007 in einer spektakulären Polizeiaktion in einem Ferienhaus im sauerländischen Medebach festgenommen worden. Dorthin hatten sie sich zurückgezogen, um ihre Bomben zusammenzubauen. Der vierte Angeklagte war in der Türkei gefasst worden.

DEN HAAG: Bei den Kommunalwahlen in den Niederlanden hat die Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders erheblichen Auftrieb bekommen. In Den Haag wurde seine "Partei für die Freiheit" zweitstärkste Kraft nach den Sozialdemokraten. In der Stadt Almere konnte sie nach dem vorläufigen Endergebnis mit 21,6 Prozent alle anderen Parteien auf die Plätze verweisen. Wilders Partei hatte im Wahlkampf vor allem mit ausländerfeindlichen Parolen geworben. Die kommunalen Abstimmungen gelten als wichtiger Stimmungstest für die vorgezogene Parlamentswahl am 9. Juni.

STRASSBURG: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte beschäftigt sich mit der Zerschlagung des früheren russischen Erdölkonzerns Jukos durch den russischen Staat. Der inhaftierte Jukos-Gründer Michail Chodorkowski fordert gut 72 Milliarden Euro Schadenersatz von Moskau. Er wirft der russischen Regierung vor, gegen die Grundrechte auf einen fairen Prozess, den Schutz des Eigentums sowie das Verbot willkürlicher Strafverfolgung verstoßen zu haben. Ein russisches Gericht hatte Chodorkowski 2004 wegen Steuerbetrugs verurteilt. Im Laufe der Jahre kamen fast zwanzig Milliarden Euro zusammen, die Yukos an nachzuzahlenden Steuern und Zinsen sowie Strafgeldern zahlen musste. Das Unternehmen ging daran zugrunde.

PEKING: China will in diesem Jahr den niedrigsten Verteidigungshaushalt seit zwei Jahrzehnten verabschieden. Der Etat werde nur um 7,5 Prozent wachsen, kündigte ein Sprecher des Volkskongresses in Peking an. Dies würde einem Anstieg auf umgerechnet 57 Milliarden Euro entsprechen.

ISLAMABAD: Pakistanische Sicherheitskräfte haben bei neuen Kämpfen im Grenzgebiet zu Afghanistan bis zu 30 Aufständische getötet. Diese Zahl nannten die paramilitärischen Grenztruppen. Zu den Gefechten in der Stammesregion Mohmand sei es gekommen, nachdem die Islamisten einen Militärposten attackiert hätten. Auch ein Soldat sei getötet worden.

LOMÉ: Im westafrikanischen Togo wird an diesem Donnerstag ein neuer Präsident gewählt. Gegen Amtsinhaber Faure Gnassingbé treten sechs Gegenkandidaten an, darunter erstmals eine Frau. Die Wiederwahl des 43-jährigen Gnassingbé gilt als sicher. Er kam 2005 nach dem Tod seines Vaters Gnassingbé Eyadéma an die Macht, der das Land 38 Jahre lang diktatorisch geführt hatte.

BERLIN: In einer Aktuellen Stunde befasst sich der Deutsche Bundestag heute mit der Sponsoringpraxis der Parteien. Auf Antrag der Linksfraktion geht es um die Frage, inwieweit Sponsoring die Glaubwürdigkeit der Politik beeinträchtigt. Die Opposition wirft den beiden Ministerpräsidenten Rüttgers und Tillich Käuflichkeit vor. Ihre CDU-Landesverbände hatten Firmen Gespräche mit den beiden Politikern gegen Bezahlung in Aussicht gestellt. Die Grünen fordern eine Änderung des Parteiengesetzes, damit Einnahmen aus Sponsoring-Verträgen genauso wie direkte Parteienspenden künftig veröffentlicht werden müssen.

TAIPEH: Ein Erdbeben der Stärke 6,4 hat den Süden Taiwans erschüttert. Elf Menschen wurden nach Behördenangaben durch herabfallende Gegenstände verletzt. Das Epizentrum des Bebens lag nahe der Stadt Jiashian in einer Tiefe von rund fünf Kilometern. In der Stadt Tainan brach in einer Textilfabrik ein Feuer aus. Noch in der 400 Kilometer entfernten Hauptstadt Taipeh brachten die Erdstöße Häuser zum Schwanken.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Ein freundlicher Wechsel von Sonne und Wolken; örtlich auch Schneeschauer. Die Tagestemperaturen bewegen sich zwischen null und sechs Grad Celsius.

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