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Nachrichten

Donnerstag, 4. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KAIRO: Mit Spannung wird in der ägyptischen Hauptstadt die Grundsatzrede von US-Präsident Barack Obama zum Verhältnis der USA zur islamischen Welt erwartet. Zwischen beiden Seiten habe es zuletzt große Missverständnisse gegeben, hatte Obama kürzlich eingeräumt. Beratern zufolge will der US-Präsident in der Rede an der Universität von Kairo für einen Neuanfang in den Beziehungen zur islamischen Welt werben, sich aber auch deutlich zum gewalttätigen Extremismus im Namen des Islam und den Werten der Demokratie äußern. Dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak versprach Obama bei einem kurzen Treffen zum Auftakt seines Besuchs, dass er sich gemeinsam mit Ägypten für einen umfassenden Frieden im Nahen Osten einsetzen werde. Von Kairo aus reist Obama nach Deutschland weiter, wo er am Abend in Dresden erwartet wird.

LONDON: In den Niederlanden und Großbritannien beginnt die Wahl zum Europäischen Parlament. Auch am Freitag und Samstag wird bereits in einigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gewählt, etwa in Irland, Tschechien und Italien. In den meisten der 27 EU-Staaten findet die Wahl am Sonntag statt, auch in Deutschland. Hochrechnungen dürfen erst nach Schließung der letzten Wahllokale am Sonntagabend veröffentlicht werden. Insgesamt sind 375 Millionen Bürger zur Europawahl aufgerufen. - In Großbritannien gilt die Wahl auch als Stimmungstest für Premierminister Gordon Brown, der im Strudel eines riesigen Spesenskandals steckt. In den Niederlanden wird ein weiteres Erstarken der Rechtspopulisten befürchtet.

PEKING: In vielen Ländern wird heute an die Niederschlagung der chinesischen Demokratiebewegung vor 20 Jahren erinnert. In der Volksrepublik China selbst sind Gedenkveranstaltungen anlässlich der Jahrestages verboten. Sicherheitskräfte riegelten den Platz des Himmlischen Friedens in Peking hermetisch ab. Auch ausländischen Journalisten soll der Zugang verweigert worden sein. Die chinesische Armee war in der Nacht vom 3. auf den 4. Juni 1989 auf dem Platz des Himmlischen Friedens brutal gegen Demonstranten vorgegangen. Nach offiziellen Angaben aus China wurden etwa 240 Menschen getötet. Menschenrechtsorganisationen sprechen von mehreren tausend Opfern. Amnesty International wies anlässlich des Jahrestages darauf hin, dass schätzungsweise 200 Menschen wegen ihrer Beteiligung an den Protesten immer noch in China im Gefängnis sitzen.

PJÖNGJANG: In Nordkorea wird zwei US-Journalistinnen vor einem der höchsten Gerichte des Landes der Prozess gemacht, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldet. Die beiden Frauen sollen laut Anklage illegal und in feindlicher Absicht in das Land eingedrungen sein. Ihnen droht eine Verurteilung zu langjähriger Zwangsarbeit. Sie waren Mitte März bei Filmarbeiten für eine Reportage über nordkoreanische Flüchtlinge an der chinesisch-koreanischen Grenze am Tumen-Fluss festgenommen worden. Westliche Politiker und Nichtregierungsorganisationen drängten die kommunistische Führung in Pjöngjang in den vergangenen Wochen zur Freilassung der Journalistinnen.

BRASILIA: Trotz intensiver Suche sind auch drei Tage nach dem Absturz der Air-France-Maschine im Atlantik noch keine Spuren von den 228 Opfern des Unglücks entdeckt worden. Allerdings wurden in dem rund 1.000 Kilometer von der Küste Brasiliens entfernten Seegebiet weitere Wrackteile gesichtet. Über die Absturzursache herrscht noch immer Unklarheit. Weitere Schiffe, darunter zwei Spezial-U-Boote, sind unterwegs zur vermuteten Absturzstelle. Mit den U-Booten soll auf dem Meeresgrund nach den Flugschreibern des verunglückten Airbus A330 gesucht werden, um doch noch etwas über die Absturzursache zu erfahren.

TEGUCIGALPA: Nach jahrzehntelangem Ausschluss hat die Organisation Amerikanischer Staaten -OAS- den Weg für eine Wiederaufnahme Kubas frei gemacht. Bei ihrem Jahresgipfel in Honduras stimmten die 34 Mitgliedsländer einstimmig dafür, Kuba einzuladen, der Staatengruppe wieder beizutreten. Allerdings müsse das kommunistisch regierte Land demokratische Grundsätze einhalten und die Menschenrechtslage verbessern. Die Regierung in Havanna begrüßte den Beschluss, lehnte aber eine Rückkehr in die Organisation ab. - Kuba war 1962 auf Druck der USA aus der OAS ausgeschlossen worden. Die Karibikinsel ist der einzige Staat Amerikas, der der Organisation nicht angehört.

LUXEMBURG: Die Innenminister der Europäischen Union beraten über die von den USA gewünschte Aufnahme von Insassen des Gefangenenlagers Guantanamo. Vor allem Deutschland, Österreich und Italien machen bei dem Treffen in Luxemburg Sicherheitsbedenken geltend. Als problematisch gilt insbesondere die Reisefreiheit im sogenannten Schengen-Raum.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg favorisiert als Lösung für die Probleme der angeschlagenen Karstadt-Kaufhauskette eine Fusion mit dem Kaufhof des Handelskonzerns Metro. Dies sei ein interessanter Weg, der allerdings schnell beschritten werden müsse, sagte der CSU-Politiker. Metro-Chef Eckhard Cordes wird nach Presseberichten bis Ende der Woche mit Kanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier sprechen. Um mögliche Fusionsverhandlungen auf Augenhöhe zu gewährleisten, hält die SPD trotz ablehnender Signale der Europäischen Union an staatlichen Hilfen für die Karstadt-Mutter Arcandor fest. Diese erhofft sich 650 Millionen Euro als Bürgschaft und einen Kredit über 200 Millionen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden mehr Wolken als Sonne und östlich der Elbe Schauer. Im Süden ist es zum Teil freundlich. Die Höchsttemperaturen erreichen im Norden zehn bis 14, im Süden 15 bis 19 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 11 Grad, wolkig;

Berlin: 8 Grad, bewölkt;

Dresden: 8 Grad bedeckt;

Köln/Bonn: 10 Grad, stark bewölkt;

Frankfurt am Main: 11 Grad, leicht bewölkt und

München: 11 Grad, stark bewölkt.

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