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Nachrichten

Donnerstag, 4. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

NEW YORK/BAGDAD: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon unterstützt den Appell von Menschenrechtskommissarin Louise Arbour an die irakische Führung, die beiden zum Tode verurteilten Gefolgsleute von Ex-Machthaber Saddam Hussein nicht hinzurichten. Bans Sprecherin verwies auf die Deklaration der Menschenrechte, wonach jeder ein Recht auf Leben habe. Ein Vertrauter des irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki teilte unterdessen in Bagdad mit, die eigentlich für diesen Donnerstag geplante Hinrichtung von Saddams Halbbruder Barsan al-Tikriti und Ex-Richter Awad al-Bandar sei verschoben worden. Als möglichen neuen Termin nannte er den kommenden Sonntag.

WASHINGTON: Das US-Verteidigungsministerium hat eine vorübergehende Aufstockung der Truppen im Irak um bis zu 9.000 Soldaten vorgeschlagen. Dies sei eine der Optionen, die das Pentagon dem Präsidenten unterbreitet habe, hieß es in Washington. Demnach könnten rund 7.000 zusätzliche Soldaten nach Bagdad entsandt werden. Weitere 1.500 Soldaten würden dem Vorschlag zufolge in der Unruheprovinz Anbar stationiert. US-Präsident George W. Bush erwägt angesichts der immer weiter eskalierenden Gewalt einen Richtungswechsel in der Irak-Politik. Es wird erwartet, dass er die neue Strategie in der kommenden Woche vorstellt.

WASHINGTON: US-Geheimdienstdirektor John Negroponte wird nach Medienberichten seinen Posten räumen und ins Außenministerium wechseln. Negroponte solle Stellvertreter von Außenministerin Condoleezza Rice werden, heißt es unter Berufung auf Regierungskreise. Der frühere Vize-Außenminister Robert Zoellick war im Juni zurückgetreten. Unklar ist noch, wann Negroponte seine neue Aufgabe übernehmen wird.

WASHINGTON: Vor der Küste Somalias patrouillieren jetzt US-Kriegsschiffe, um islamistische Milizen an der Flucht auf dem Seeweg zu hindern. Außenamtssprecher Sean McCormack sagte in Washington, die USA arbeiteten hier eng mit den Staaten am Horn von Afrika zusammen. Kenia hält derweil weiter seine Grenze zu Somalia geschlossen und verweigert mehreren tausend Flüchtlingen die Aufnahme. Angesichts anhaltender Gefechte in Somalia forderte das UN-Flüchtlingshilfswerk die Regierung Kenias auf, bedrohten Flüchtlingen Asyl zu gewähren. In Brüssel hatte die EU am Mittwoch an die Übergangsregierung in Somalia appelliert, bei ihren Bemühungen um eine friedliche Entwicklung auch gesprächsbereite islamische Gruppen einzubinden.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel reist an diesem Donnerstag zu einem Kurzbesuch in die USA, wo sie Präsident George W. Bush treffen wird. Gesprächsthemen sollen der Nahost-Konflikt, die Lage im Irak und in Afghanistan sowie das umstrittene iranische Atomprogramm sein. Es ist Merkels erste Auslandsreise, seit Deutschland zum Jahreswechsel die EU-Ratspräsidentschaft und den Vorsitz in der G-8-Gruppe der führenden Industrienationen übernommen hat. Die EU-Kommission lobte die Initiative der Kanzlerin, die europäisch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen stärken zu wollen.

BERLIN: Gesundheitsministerin Ulla Schmidt will Befürchtungen einiger Bundesländer ausräumen, die geplante Gesundheitsreform werde zu Mehrbelastungen in Milliardenhöhe führen. Die SPD-Ministerin wird an diesem Donnerstag ein neues Gutachten zu den finanziellen Folgen der Reform vorlegen. Unionspolitiker warfen Schmidt nochmals vor, die in der Koalition ausgehandelten Eckpunkte nicht exakt umgesetzt zu haben. Das System der privaten Krankenversicherung dürfe nicht zerstört werden, sagte CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer.

FRANKFURT AM MAIN: Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Flugsicherung gibt es wieder Hoffnung, dass der geplante Fluglotsen-Streik doch noch abgewendet werden kann. Die Arbeitgeberseite legte erstmals ein konkretes Angebot vor. Es sieht unter anderem eine Anhebung der Gehälter um drei Prozent und eine Einmal-Zahlung von 1.750 Euro vor. Die Gewerkschaft der Flugsicherung hatte zuletzt vier Prozent mehr Geld gefordert. - Von einem Fluglotsen-Streik in Deutschland wären hunderttausende Passagiere betroffen.

JAKARTA: Sechs Tage nach dem schweren Schiffsunglück in Indonesien sind weitere 15 Überlebende geborgen worden. Ein Fischerboot habe die Menschen aufgenommen, sagte ein Marinesprecher. Die Fähre war am Freitag vergangener Woche in einem Sturm gesunken. An Bord befanden sich mehr als 600 Menschen. Rund 220 von ihnen konnten bislang gerettet werden. Drei Tage nach dem Verschwinden eines Verkehrsflugzeugs im Osten Indonesiens wird die intensive Suche dort jetzt auch von zwei Flugzeugen aus Singapur unterstützt. Die Boeing 737 einer privaten indonesischen Gesellschaft war auf einem Inlandsflug von den Radarschirmen verschwunden. Sie stürzte vermutlich ins Meer.

SUVA: Einen Monat nach dem unblutigen Putsch hat das Militär auf den Fidschi-Inseln die Macht wieder an Präsident Ratu Josefa Iloilo zurückgegeben. Dies gab Armeechef Voreqe Bainimarama in der Inselhauptstadt Suva bekannt. Eine Begründung für seinen Schritt nannte er nicht. Bainimarama hatte nach dem Putsch Anfang Dezember die Funktion des Staatsoberhauptes übernommen. Ungeachtet der neuen Entscheidung soll das Militär aber nach Agenturberichten die Kontrolle über die Regierung behalten. Der Militärcoup war international verurteilt worden. Es war bereits der vierte Putsch auf der Inselgruppe innerhalb der vergangenen 20 Jahre.

BERLIN: In Deutschland leben immer mehr Kinder auf der Straße. Derzeit seien es bis zu 7.000, teilte das Hilfswerk 'terre des hommes' mit. Eine der Ursachen sei die wachsende Schere zwischen Armut und Reichtum in Deutschland. Außerdem seien familiäre Bindungen weniger wichtig als früher.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt bis bedeckt und regnerisch. Höchstwerte fünf bis elf Grad.

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