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Nachrichten

Donnerstag, 4. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: In der Affäre um deutsche Steuersünder in der Schweiz geht es nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" offenbar um wesentlich mehr Geld als bekannt. Bislang hieß es, dass die den deutschen Behörden angebotene Datensammlung dem Fiskus 100 Millionen Euro einbringen könnte. Tatsächlich hätten die Anleger aber weit mehr Steuern hinterzogen als zunächst geschätzt. Die Behörden gingen von einem der größten Fälle von Steuerhinterziehung überhaupt aus, heißt es in der SZ weiter. Danach stammt die von einem Informanten angebotene Datensammlung von der Bank Credit Suisse. Das Züricher Geldinstitut teilte jedoch mit, dass es keine Kenntnis von einem Datenklau habe. Nach Informationen des "Handelsblatts" bekommen die Steuerfahnder in Wuppertal an diesem Donnerstag grünes Licht für den Ankauf der Daten.

FRANKFURT AM MAIN: Die Deutsche Bank hat 2009 einen Gewinn von fünf Milliarden Euro verbucht. Dies teilte Bank-Chef Ackermann in Frankfurt mit. Allein 4,3 Milliarden Euro erzielte das größte deutsche Geldinstitut im Bereich Investment-Banking. 2008 war noch ein Verlust von 3,9 Milliarden Euro eingefahren worden. Es gebe einen klaren Trend zur Erholung der Wirtschaft und zur Stabilisierung der Finanzmärkte, so Ackermann weiter. Allerdings dauere die Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise noch an.

PARIS: Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident Sarkozy beraten an diesem Donnerstag in Paris über einen Kompromiss im Streit um den Airbus-Militärtransporter A400M. Der europäische Luftfahrt-Konzern EADS droht mit der Aufhebung des Projekts, sollten die Abnehmerländer nicht milliardenschwere Nachzahlungen leisten. Nach Angaben der französischen Regierung soll hier bis Ende Februar eine Einigung erzielt werden.

PORT-AU-PRINCE: Die Zahl der bei dem verheerenden Erdbeben auf Haiti getöteten Menschen ist auf mehr als 200.000 gestiegen. Das gab Ministerpräsident Bellerive in der Hauptstadt Port-au-Prince bekannt. Nicht enthalten in der Zahl seien diejenigen Haitianer, die noch unter den Trümmern lägen und die, die von ihren Verwandten bestattet worden seien. Bellerive geht zudem von mehr als 300.000 Verletzten, 250.000 zerstörten Häusern und mehr als einer Million Obdachlosen aus. Der frühere US-Präsident Bill Clinton übernahm auf Wunsch der Vereinten Nationen den Posten des Chefkoordinators der internationalen Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen in dem zerstörten Land.

PARIS/WASHINGTON: Frankreich will im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf eine neue Iran-Resolution und harte Sanktionen gegen die Führung in Teheran drängen. Der Iran habe das Angebot des Westens zum Dialog nicht akzeptieren wollen, sagte Ministerpräsident Fillon in Paris. Es sei aber noch nicht zu spät, den Iran mit politischen Mitteln vom Bau einer Atombombe abzuhalten. Auch die USA bleiben vorerst bei ihrer harten Haltung. So lange nicht ausgeschlossen sei, dass der Iran Atomwaffen entwickle, werde sich die US-Regierung alle Optionen offenhalten, sagte Verteidigungsminister Gates. Irans Präsident Ahmadinedschad hatte am Dienstag erklärt, sein Land sei bereit, wie von der Internationalen Atomenergiebehörde vorgeschlagen, iranisches Uran im Ausland anreichern zu lassen. Diese Ankündigung war im Westen auf starke Skepsis gestoßen.

LONDON: Eine Skulptur des Schweizer Bildhauers Alberto Giacometti ist in London für einen Rekordpreis versteigert worden. Die lebensgroße Bronzeplastik eines schreitenden Mannes, "L'Homme qui marche", wurde bei einer Versteigerung des Londoner Auktionshauses Sotheby's für 65 Millionen Pfund, umgerechnet gut 74 Millionen Euro, verkauft. Das Einstiegsangebot lag bei zwölf Millionen Pfund. Die Skulptur aus dem Jahre 1961 gilt als eines der wichtigsten Werke Giacomettis. Sie war Anfang der 1980er Jahre von der Dresdner Bank erworben worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden viele Wolken und gebietsweise Schnee oder gefrierender Regen. Nach Süden hin trocken, südlich der Donau auch sonnige Abschnitte. Die Höchstwerte liegen bei null bis plus sieben Grad.

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