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Nachrichten

Donnerstag, 31. Mai 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat ihren tiefsten Stand seit mehr als fünf Jahren erreicht. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, waren im Mai rund 3,8 Millionen Erwerbslose gemeldet - 160.000 weniger als im April. Als Grund führte der Chef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, den anhaltenden konjunkturellen Aufschwung an. Auch die im Frühjahr übliche Belebung des Arbeitsmarktes habe zum Rückgang der Erwerbslosigkeit beigetragen. Die Arbeitslosenquote sank auf 9,1 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei fast elf Prozent gelegen. - Auch die Zahl der Erwerbstätigen hat einen neuen Rekordwert erreicht. Das Statistische Bundesamt teilte mit, im April seien 39 Millionen 250-Tausend Erwerbstätige registriert worden und damit so viele wie nie zuvor.

BERLIN: Angesichts der andauernden Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern plant das so genannte Nahost-Quartett ein Treffen mit den Konfliktparteien. Vertreter der Vereinten Nationen, der Europäischen Union, der USA und Russlands wollten noch im Juni mit Israelis und Palästinensern sprechen, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nach einer Sitzung in Berlin. Ziel seien direkte Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien. In einer gemeinsamen Erklärung forderten die Mitglieder des Quartetts die Palästinenser auf, umgehend alle Akte der Gewalt zu stoppen und die Waffenruhe zu respektieren. An Israel erging die Aufforderung, das Militär zurückhaltend einzusetzen und zivile Opfer zu vermeiden. - Nach einem neuen palästinensischen Raketenangriff ist in der südisraelischen Stadt Sderot teilweise der Strom ausgefallen.

NEW YORK: Mit knapper Mehrheit hat der UN-Sicherheitsrat die Bildung eines internationalen Tribunals zur Aufklärung des Mordes an dem früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri beschlossen. Der Politiker, ein Gegner der jahrzehntelangen syrischen Truppenpräsenz im Libanon, war bei einem Bombenanschlag im Februar 2005 in Beirut getötet worden. Der syrische Geheimdienst wird verdächtigt, in den Anschlag verwickelt zu sein, was die syrische Regierung bestreitet. Vor einer Zuspitzung der politischen Auseinandersetzungen im Libanon warnte der Direktor der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, Volker Perthes, in der Deutschen Welle. Der UN-Sicherheitsrat habe mit seiner Entscheidung einseitig die Position der pro-westlichen Regierung in Beirut übernommen, die Einschätzung der Opposition hingegen nicht berücksichtigt, bemängelte der Nahostexperte Perthes.

BAGDAD: Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Rekrutierungsbüro der Polizei im irakischen Falludscha sind zahlreiche Menschen getötet worden. Die Polizei spricht in ersten Meldungen von mindestens 20 Toten und mehr als 20 Verletzten. Der Attentäter habe sich unter die Wartenden vor der Rekrutierungsstelle gemischt und dann den Sprengsatz gezündet. Falludscha liegt rund 50 Kilometer westlich von Bagdad.

KABUL: Der am Mittwoch im Süden Afghanistans abgestürzte US-Militärhubschrauber ist nach ersten Ermittlungen der US-Streitkräfte von einer Rakete getroffen worden. Dabei kamen sieben Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF ums Leben. Die Taliban-Milizen erklärten, sie hätten den Helikopter abgeschossen. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe eines Staudamms in der Provinz Helmand, in dessen Umgebung sich Taliban-Kämpfer immer wieder heftige Gefechte mit US-geführten Koalitionstruppen und der ISAF-Schutztruppe liefern. Das Elektrizitätswerk am Staudamm von Kadschaki wird von ISAF-Soldaten gesichert und derzeit von US-Firmen instandgesetzt. Es soll Kandahar mit Strom versorgen.

ANCHORAGE: Die Internationale Walfangkommission, die das Verbot des kommerziellen Walfangs überwacht, hat von Japan erneut einen Stopp der Jagd auf Großwale im Schutzgebiet Antarktis gefordert. 40 der 76 Mitgliedstaaten stimmten auf der Jahrestagung der Kommission in Anchorage im US-Bundesstaat Alaska für eine entsprechende Resolution. Japan nutzt für seine Jagdprogramme im Nordpazifik und in der Antarktis eine Ausnahme des weltweiten Walfangmoratoriums, das die Waljagd zu wissenschaftlichen Zwecken zulässt. Besonders in Japan, aber auch in Island und Norwegen, landet das Walfleisch oftmals trotzdem als Delikatesse auf dem Teller. Alle drei Länder dringen auf eine Aufhebung des Jagdverbots für die Meeressäuger.

FRANKFURT AM MAIN: Der Boom im deutschen Maschinen- und Anlagebau hält unvermindert an. Nach guten Geschäften zu Jahresbeginn erhöhte der Branchenverband VDMA seine Wachstumsprognose für dieses Jahr von vier auf neun Prozent. Vor allem aus dem Ausland seien deutlich mehr Aufträge eingegangen als erwartet, sagte Verbandspräsident Dieter Brucklacher. Aber auch das Inlandsgeschäft bleibe auf Wachstumskurs.

BONN: Der Korruptionsskandal bei Siemens führt nun auch in einem anderen deutschen Großkonzern zu einem Wechsel im Management. Die Deutsche Telekom teilte mit, ihr Geschäftskunden-Vorstand Lothar Pauly habe den Aufsichtsrat um seine Entlassung gebeten. Pauly werde in gegenseitigem Einvernehmen aus dem Konzern ausscheiden. Der 48-Jährige war vor seinem Wechsel zu T-Systems Vorstand der Siemens-Kommunikationssparte. Medienberichten zufolge untersucht die Münchner Staatsanwaltschaft, ob Pauly in die Korruptionsaffäre bei Siemens verwickelt ist.

LEIPZIG: Das Bundesverwaltungsgericht wird erstmals von einer Frau geführt. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ernannte die 58-jährige Marion Eckertz-Höfer zur neuen Präsidentin. An der Spitze des Leipziger Gerichts löst sie Eckart Hien ab, der in den Ruhestand geht.

FRANKFURT AM MAIN: In der Doping-Affäre im Radsport ist Bundestrainer Peter Weibel bis auf weiteres suspendiert worden. Der Bund Deutscher Radfahrer begründete den Enschluss mit Doping-Vorwürfen gegen den 56-Jährigen. Weibel soll in den Achtziger Jahren junge Sportler gedopt haben. Zuletzt war er für die U23-Straßenfahrer zuständig.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Westhälfte vielfach stark bewölkt mit Schauern und Gewittern, sonst nur wenige Wolken und teils längere sonnige Abschnitte. Höchstwerte 18 bis 23 Grad.

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