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Nachrichten

Donnerstag, 31. Januar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar um 253.000 auf knapp drei Millionen 660.000 gestiegen. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden dagegen 625.000 Erwerbslose weniger registriert. Die Arbeitslosenquote stieg auf 8,7 Prozent, vor einem Jahr hatte sie noch bei 10,2 Prozent gelegen. Der Chef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, erklärte, die positive Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt setze sich fort. Die Zahl der Erwerbslosen sei in diesem Januar weniger stark angestiegen als sonst üblich. Dafür hätten die robuste Konjunktur und auch das überwiegend milde Wetter in diesem Monat gesorgt.

WIESBADEN: Der deutsche Einzelhandel hat 2007 das höchste Umsatzminus seit fünf Jahren verbucht. Die Erlöse gingen im Vergleich zu 2006 preisbereinigt um 2,2 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Demnach brachte auch das Weihnachtsgeschäft den Händlern kein Umsatzplus. Verglichen mit dem Vormonat November seien die Umsätze im Dezember sogar leicht um 0,1 Prozent gesunken, hieß es in Wiesbaden weiter. Die Statistiker wiesen aber darauf hin, dass die Einzelhandelsumsätze 2006 wegen vorgezogener Käufe aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 besonders hoch waren.

PEKING: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat China zu mehr Zusammenarbeit bei der Umwelttechnologie aufgefordert. Im Bereich der erneuerbaren Energien wie etwa der Windenergie sehe er gute Möglichkeiten für einen Ausbau der Kooperation, sagte Gabriel in Peking. Zugleich lobte er China für seine Rolle bei der Bekämpfung der globalen Erwärmung. Der SPD-Politiker äußerte sich auf einer energiepolitischen Konferenz, wo er auch mit dem stellvertretenden chinesischen Außenminister Zhang Yesui zusammentraf. Gabriel ist der hochrangigste deutsche Besucher in China nach den diplomatischen Irritationen der vergangenen Monate. Sie waren im September durch den Empfang des Dalai Lama im Kanzleramt ausgelöst worden.

BERLIN: Führende CDU- und CSU-Politiker haben dafür plädiert, die Integrationspolitik aus Wahlkämpfen herauszuhalten. Die Einbindung von Einwanderern sei so fundamental für die Zukunft Deutschlands, dass sie nicht zum Wahlkampfthema degradiert werden dürfe, heißt es in einem in der Wochenzeitung 'Die Zeit' publizierten offenen Brief. Er ist unter anderem von Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust unterzeichnet, der sich am 24. Februar zur Wahl stellt. Zwei weitere Unterzeichner, Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Armin Laschet und die bayerische Sozialministerin Christa Stewens, wiesen inzwischen aber die Deutung von FDP und Grünen zurück, die in dem Brief Absetzbewegungen der Union von Hessens Ministerpräsident Roland Koch sehen. Laschet erklärte, Koch habe in Hessen eine vorbildliche Integrationspolitik betrieben. Koch hatte die Gewalttätigkeit junger Ausländer zu einem zentralen Wahlkampfthema gemacht.

WASHINGTON: Im US-Kongress zeichnet sich ein Streit über den Umfang eines von der Regierung geplanten Konjunkturprogramms ab, mit dem eine drohende Rezession verhindert werden soll. Der Finanzausschuss des Senats verabschiedete einen Entwurf, der deutlich über dem vom Repräsentantenhaus beschlossenen Volumen liegt. Das 157 Milliarden umfassende Programm soll mehr Menschen erreichen als das vom Abgeordnetenhaus verabschiedete Paket. Dafür sollen die Steuererleichterungen geringer ausfallen. Das Repräsentantenhaus hatte zuvor ein Programm in Höhe von 146 Milliarden Dollar beschlossen. Beide Parlamentskammern müssen sich nun auf einen gemeinsamen Entwurf einigen, der dann Präsident George W. Bush zur Unterschrift vorgelegt wird. Bush will das Gesetz bis Ende Februar absegnen.

WASHINGTON: Wenige Tage vor dem so genannten "SuperTuesday" ist das Feld der Bewerber für die US-Präsidentschaftskandidatur deutlich geschrumpft. Bei den Republikanern zeichnet sich ein Duell zwischen Senator John McCain und dem früheren Gouverneur Mitt Romney ab. Der frühere New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani zog nach seinem schlechten Abschneiden bei den Vorwahlen im US-Bundesstaat Florida seine Bewerbung zurück. Bei den Demokraten reduzierte sich das Kandidatenfeld nach dem Rückzug von Ex-Senator John Edwards auf die Senatoren Hillary Clinton und Barack Obama. Am kommenden Dienstag finden in mehr als 20 Bundesstaaten Vorwahlen statt. Unterdessen startete der Verbraucheranwalt Ralph Nader erste Schritte für eine erneute Kandidatur als unabhängiger Bewerber. Er war bereits im Jahre 2000 angetreten. Viele machten seine Kandidatur für die Niederlage von Al Gore gegen George W. Bush verantwortlich.

WASHINGTON: Afghanistan droht nach der Ansicht von US-Experten als Staat zu scheitern, wenn nicht bald dringende Schritte zu Verbesserung der Sicherheitslage und zum Wiederaufbau unternommen würden. Vor allem in den dünnbesiedelten Landesteilen seien die radikal-islamistischen Taliban wieder auf dem Vormarsch, heißt es in einem Bericht des US-Atlantikrates an den Kongress. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Fähigkeiten der Regierung und der internationalen Gemeinschaft bei der Bekämpfung von Korruption und Arbeitslosigkeit und der Verbesserung der Sicherheitslage lasse nach. Und weniger als zehn Prozent der internationalen Hilfe für Afghanistan gehe direkt an die Afghanen, so die Experten. Ein Scheitern des afghanischen Staates bedrohe die Stabilität der gesamten Region.

ADDIS ABEBA: In der äthiopischen Hauptstadt hat der zehnte Gipfel der Afrikanischen Union begonnen. Zum Auftakt des dreitägigen Treffens forderte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die politischen Führer Kenias auf, die anhaltenden Unruhen friedlich zu beenden. Der Vorsitzende der AU-Kommission, Alpha Oumar Konaré, sprach von einem drohenden Völkermord in Kenia und forderte die Organisation auf, bei der Bewältigung der Krise zu helfen. Kenias Präsident Mwai Kibaki nimmt an dem Treffen teil, Oppositionsführer Raila Odinga wurde nicht eingeladen. In Kenia kamen unterdessen die Unterhändler der Regierungspartei und der Opposition unter Vermittlung des früheren UN-Generalsekretärs Kofi Annan zu ersten Gesprächen zur Lösung der Krise zusammen. Der AU-Gipfel wird sich auch mit den ungelösten Konflikten des Kontinents wie den Krisen in Somalia und der sudanesischen Krisenprovinz Darfur befassen. Offizielles Thema ist die industrielle Entwicklung Afrikas.

ISTANBUL: Bei der Explosion in einer Fabrik sind in der türkischen Metropole mindestens elf Menschen getötet und etwa 40 weitere verletzt worden. Wie der Gouverneur der Stadt mitteilte, ereignete sich die Explosion in einer Sockenfabrik im europäischen Teil der Stadt. Nach Angaben der Rettungskräfte detonierte ein Heizkessel im Keller des Hauses. Teile des Gebäudes stürzten ein. Mindestens 15 Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Aus Furcht vor weiteren Detonationen sperrte die Polizei den Bereich ab. In den Gebäude befinden sich mehr als 130 Handwerksbetriebe.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nur im Südosten anfangs zeitweise noch aufgelockert, sonst meist bewölkt. Im Tagesverlauf von Norden her zunehmend regnerisch, in höheren Lagen auch Schnee. Die Tageshöchstwerte bewegen sich zwischen einem und sieben Grad.

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