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Nachrichten

Donnerstag, 31. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen ist im August nur geringfügig zurückgegangen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren rund 4,37 Millionen Menschen ohne Arbeit, etwa 14.000 weniger als im Juli. Die Arbeitslosenquote verharrt bei 10,5 Prozent. Als Gründe für den leichten Rückgang wurden die weiterhin positive Konjunkturentwicklung ebenso gesehen wie das Ende der Ferienzeit in vielen Bundesländern. Von Mai bis Juli war die Zahl der Arbeitslosen vor allem wegen der Fußball-Weltmeisterschaft überdurchschnittlich stark gesunken.

NEW YORK: Im Atomstreit mit dem Iran läuft an diesem Donnerstag die vom UN-Sicherheitsrat gesetzte Frist zur Einstellung der Urananreicherung ab. Die Regierung in Teheran weigert sich bisher, der Aufforderung nachzukommen. Die USA sprachen sich dafür aus, Anfang kommender Woche Verhandlungen über Sanktionen des Weltsicherheitsrates aufzunehmen, falls die iranische Führung nicht doch noch in letzter Minute im Atomstreit einlenken sollte. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier warnte den Iran vor einer Konfrontation mit der westlichen Welt. Deutschland wolle weiterhin eine diplomatische Lösung, betonte Steinmeier. Die Internationale Atomenergiebehörde wird heute ihren Bericht zum iranischen Atomprogramm vorlegen.

STOCKHOLM: In der schwedischen Hauptstadt beraten an diesem Donnerstag Vertreter von 60 Regierungen und internationalen Organisationen über Hilfsmaßnahmen für das vom Nahost-Krieg stark zerstörte Libanon. Nach Angaben der schwedischen Regierung werden Hilfszusagen über etwa 500 Millionen Dollar erwartet. Umstritten ist bei der Konferenz die Beteiligung der radikal-islamistischen Hisbollah. Israel wurde von den schwedischen Veranstaltern nicht zu der Konferenz eingeladen.

NEW YORK: Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, Jan Egeland, hat Israel wegen des Einsatzes von Streubomben im Südlibanon scharf kritisiert. Er nannte es schockierend und unmoralisch, dass die israelische Armee neunzig Prozent der Streubomben erst in den letzten 72 Stunden des bewaffneten Konflikts abgeworfen habe, als der Zeitpunkt für den Beginn des Waffenstillstands bereits feststand. Nicht explodierte Streubomben gefährden nach UN-Angaben weiterhin die Zivilbevölkerung im Südlibanon.

AMMAN: Im Rahmen seiner Rundreise durch den Nahen Osten will UN-Generalskretär Kofi Annan an diesem Donnerstag Gespräche in Jordanien und Syrien führen. Bei einem Treffen am Toten Meer wollen Annan und der jordanische König Abdullah über die Umsetzung der UN-Pläne für einen Friedenseinsatz im Libanon beraten. Auch der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern soll Thema der Gespräche sein. Noch im Laufe des Tages will der Generalsekretär nach Syrien weiterreisen, um mit der Führung in Damaskus über die Lage im Libanon zu reden.

RAMMALAH: Israelische Soldaten haben in Nablus im Westjordanland ein führendes Mitglied der palästinensischen Al-Aksa-Brigaden erschossen. Nach israelischer Darstellung eröffneten Palästinenser in der Altstadt von Nablus das Feuer auf eine Militärpatrouille. Daraufhin sei es zu dem Schusswechsel gekommen. Der getötete Fadi Chafischa wurde von Israel seit Jahren gesucht. Er soll an der Vorbereitung von zahlreichen Selbstmordanschlägen in Israel beteiligt gewesen sein.

PEKING: Ein chinesisches Gericht hat einen Journalisten aus Hongkong unter dem Vorwurf der Spionage für Taiwan zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ching Cheong war für die in Singapur erscheinende Zeitung "The Straits Times" tätig, als er im April 2005 in Kanton festgenommen wurde. Staatlichen Medienberichten zufolge soll er zugegeben haben, dass er Militärgeheimnisse an Taiwan verkaufte und ein Spionagenetzwerk aufbauen wollte. Seine Familie wies die Vorwürfe als ungerechtfertigt zurück.

BANGKOK: In der südthailändischen Provinz Yala sind mehr als ein Dutzend Sprengsätze nahezu zeitgleich vor Banken gezündet worden. Nach Angaben der Polizei wurden dabei mindestens zwei Menschen getötet und mehr als 20 verletzt. Banken, Schulen und Geschäfte waren bereits häufig Ziel moslemischer Separatisten, die für einen islamischen Staat im Süden Thailands kämpfen.

SACRAMENTO: Kalifornien will als erster US-Bundesstaat den Ausstoß an Klimagasen gesetzlich beschränken. Ziel ist die Senkung des Ausstoßes an Kohlendioxid und anderen klimaschädlichen Gasen um 25 Prozent bis 2020. Erreicht werden soll dies über die Möglichkeit des Kaufs, Verkaufs und Handels mit Emissionsrechten. Mit diesem Schritt verabschiedet sich Kalifornien von der Politik von US-Präsident George W. Bush, der gesetzliche Beschränkungen ablehnt. Kalifornien ist der bevölkerungsreichste Staat der USA und der zwölftgrößte Verursacher von Klimagasen auf der Welt.

MIAMI: Mit schweren Regenfällen und Windböen kündigt sich der Hurrikan 'John' an der mexikanischen Pazifikküste an. Der Wirbelsturm erreichte nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums in Miami Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Stundenkilometern. Er wurde inzwischen zu einem Sturm der zweithöchsten Kategorie vier hochgestuft.

VENEDIG: Mit einer großen Gala ist am Mittwochabend das 63. Filmfestival von Venedig eröffnet worden. Gezeigt wurde zum Auftakt der Thriller "Die schwarze Dahlie" des US-Regisseurs Brian de Palma. Im Wettbewerb um den Goldenen Löwen konkurrieren insgesamt 21 Filme. Die Preisverleihung findet am 9. September statt.

LOS ANGELES: Im Alter von 90 Jahren ist in Beverly Hills in Kalifornien der US-Schauspieler Glenn Ford gestorben. Er galt als eine der letzten Hollywoodgrößen der so genannten 'goldenen Jahre'. Mit Rollen in mehr als 100 Filmen, zahlreichen Bühnenstücken und Fernsehserien war Ford jahrzehntelang einer der meistbeschäftigten Darsteller.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt, ab und zu Sonne. Im Tagesverlauf Wolkenverdichtung und später Regen. Tageswerte zwischen 17 und 22 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 31.08.2006
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  • Datum 31.08.2006
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