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Nachrichten

Donnerstag, 30. November 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

NÜRNBERG: Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im November erstmals seit vier Jahren wieder unter die Vier-Millionen-Marke gesunken. Im abgelaufenen Monat seien drei Millionen 995.000 Arbeitslose gezählt worden, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Das waren 89.000 weniger als im Oktober und 536.000 weniger als vor einem Jahr. Die Quote sank von 9,8 Prozent im Oktober auf 9,6 Prozent.

BERLIN: Der Sozialverband Deutschland hat den Kabinettsbeschluss zur Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre als "Rentenkürzungsprogramm" kritisiert. Ältere hätten auch künftig schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Der spätere Ruhestand führe nur zu einer Verlängerung der Arbeitslosigkeit, bevor die Menschen mit hohen Abschlägen in Rente gingen, sagte Verbands-Chef Adolf Bauer. Er befürchte, einen Anstieg der Vorruhestandsarmut. Die Bundesregierung hatte am Mittwoch die Rente mit 67 beschlossen. Danach soll das Rentenalter von derzeit 65 Jahren von 2012 an schrittweise angehoben werden. Die Jahrgänge ab 1964 müssen dann regulär bis 67 Jahre arbeiten, oder Abschläge hinnehmen. Um die Beschäftigungschancen Älterer zu verbessern, plant die Bundesregierung Förderprogramme.

ISTANBUL: Papst Benedikt XVI. bemüht sich bei seinem Besuch in der Türkei um einen verstärkten Dialog mit orthodoxen Christen. Nach einem Gottesdienst in Istanbul wollen Benedikt und der orthodoxe Patriarch Bartholomäos I. eine gemeinsame Erklärung über die weitere Annäherung beider Kirchen unterzeichnen. Es handelt sich um einen der Höhepunkte der viertägigen Papst-Reise. Anschließend wird Benedikt die Hagia Sophia und - als Geste der Versöhnung mit dem Islam - auch die Blaue Moschee in Istanbul besichtigen. Es ist sein erster Besuch in einem muslimischen Gotteshaus seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr.

AMMAN: Angesichts von Gewalt und Anarchie im Irak hat US-Präsident George W. Bush dem irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki demonstrativ den Rücken gestärkt. Nach einem Treffen mit Al-Maliki in der jordanischen Hauptstadt Amman erklärte Bush, der irakische Ministerpräsident sei ein "starker politischer Führer". Washington werde ihn weiter unterstützen. Al-Maliki zeigte sich enttäuscht darüber, dass die Sicherheitskräfte im Irak noch nicht in der Lage seien, Extremisten erfolgreich zu bekämpfen. Die Ausbildung der Sicherheitskräfte müsse daher verbessert werden. - Aus Protest gegen das Treffen erklärten mehrere irakische Minister und 30 Abgeordnete, dass sie ihre Arbeit in Regierung und Parlament bis auf weiteres ruhen lassen.

WASHINGTON: Die von der US-Regierung eingesetzte Kommission zur Überprüfung der Irak-Politik hat sich auf gemeinsame Empfehlungen verständigt. Das überparteiliche Expertengremium unter Leitung des früheren Außenministers James Baker wird den Bericht nach eigenen Angaben am kommenden Mittwoch vorstellen. Von den Empfehlungen für eine neue Irak-Politik erhofft sich das Weiße Haus entscheidende Anstöße für einen Ausweg aus der Irak-Krise. Nach Informationen der 'New York Times' werden die Experten unter anderem einen schrittweisen Abzug der US-Kampfeinheiten vorschlagen, der bereits im kommenden Jahr beginnen soll.

BERLIN: Zum Abschluss des Kongo-Einsatzes der Bundeswehr hat Verteidigungsminister Franz Josef Jung eine positive Bilanz gezogen. Er sagte im deutschen Fernsehen, der Einsatz sei "hervorragend gelaufen". Ein Bundeswehrsprecher erklärte in Kinshasa, die Soldaten der Eingreiftruppe EUFOR hätten zur Stabilität im Kongo beigetragen. Der Einsatz endet offiziell an diesem Donnerstag. Der Abzug der mehr als 700 deutschen Soldaten soll bis zum 22. Dezember abgeschlossen sein. Die Bundeswehr hatte dabei geholfen, die ersten freien Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo seit mehr als vier Jahrzehnten abzusichern.

LONDON: Bei den Ermittlungen zum Tod des russischen Ex-Agenten und Kreml-Kritikers Alexander Litwinenko in London gibt es eine neue Spur nach Moskau. In Flugzeugen der British Airways, die auf der Strecke London-Moskau im Einsatz waren, wurden Spuren einer radioaktiven Substanz entdeckt. Es soll sich um Polonium 210 handeln, das auch im Körper Litwinenkos gefunden worden war. Der ehemalige Agent hatte den russischen Präsidenten Wladimir Putin vom Sterbebett aus beschuldigt, seine Ermordung angeordnet zu haben. - Wie russische Medien berichten, wird seit einigen Tagen auch der frühere Regierungschef und Kreml-Kritiker Jegor Gajdar wegen einer rätselhaften Erkrankung behandelt. Er liege auf der Intensivstation einer Moskauer Klinik.

WASHINGTON: Der Deutsch-Libanese Khaled el Masri hat im Anschluss an eine gerichtliche Anhörung im US-Bundesstaat Virginia seine Vorwürfe gegen den Geheimdienst CIA auch in Washington vorgebracht. Nach einem Treffen mit Vertretern des Senats sagte El Masri, er wolle die US-Regierung dazu bringen, seine Verschleppung durch die CIA nach Afghanistan einzuräumen und sich dafür zu entschuldigen. Der Fall El Masri ist auch Gegenstand im Bundestags-Untersuchungsausschuss zum Nachrichtendienst BND. Das Gremium soll klären, wann die damalige Bundesregierung von der Verschleppung El Masris erfuhr und ob deutsche Sicherheitsbehörden an der Vernehmung in Kabul beteiligt waren.

ZUM FUSSBALL: Bayer Leverkusen muss um den Einzug in die Zwischenrunde des UEFA-Cups bangen. Der Fußball-Bundesligist verlor gegen Dinamo Bukarest 1:2. Um doch noch weiterzukommen, muss Leverkusen das letzte Vorrundenspiel gegen Beskitas Istanbul gewinnen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils wolkig, teils sonnig. Im Süden häufig noch neblig-trüb. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen fünf und zwölf Grad.

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