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Nachrichten

Donnerstag, 30. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli um 52.000 auf 3.462.000 gestiegen. Das waren 252.000 mehr als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 Punkte auf 8,2 Prozent zu. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 7,7 Prozent gelegen. Experten hatten einen stärkeren Anstieg erwartet. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt seien bisher vergleichsweise moderat, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Vor allem die starke Nutzung der Kurzarbeit wirke stabilisierend.

POTSDAM: Rund zwei Monate vor der Bundestagswahl stellt SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier an diesem Donnerstag in Potsdam sein Wahlkampfteam vor. Wie bisher verlautete, sollen dem Schattenkabinett unter anderem die stellvertretende Parteivorsitzende Andrea Nahles, Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann und die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, angehören. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat am Mittwoch nach Rücksprache mit der SPD-Spitze vorläufig auf eine Mitarbeit verzichtet. Zunächst sollen die offenen Fragen zur umstrittenen Nutzung ihres Dienstwagens im Spanienurlaub geklärt werden. Alle anderen SPD-Bundesminister sind Mitglieder des so genannten Kompetenzteams von Steinmeier.

DÜSSELDORF: Die Maschinenbauer in Deutschland kommen aus der schwersten Krise seit über 60 Jahren nicht heraus. Im Juni seien die Aufträge um 46 Prozent eingebrochen, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau mit. Auch im gesamten Halbjahr liege das Minus auf dieser Höhe. Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse sagte, solange sich die Lage im größten Einzelmarkt, den USA, nicht bessere, bleibe die Lage für die exportorientierte Branche schwierig. Mit knapp einer Million Beschäftigten zählt der Maschinenbau zu den wichtigsten Industriezweigen und den größten Arbeitgebern in Deutschland. Der Verband fürchtet bis zum Jahresende den Verlust von zehntausenden Stellen.

MÜNCHEN: Siemens hat zwei Aufträge der russischen Eisenbahn im Gesamtvolumen von fast 900 Millionen Euro erhalten. Siemens-Chef Peter Löscher sagte, der Kaufvertrag für 200 Schlafwagenzüge über 320 Millionen Euro sei unterschrieben. Zudem sei eine Absichtserklärung zur Lieferung von 54 Nahverkehrszügen für die Olympischen Spiele in Sotschi 2014 unterzeichnet worden. - Der Technologiekonzern geriet im dritten Geschäftsquartal tiefer in den Strudel der Wirtschaftskrise als befürchtet. Der Auftragseingang fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro. Erstmals seit Ausbruch der Krise sank auch der Umsatz, und zwar um vier Prozent auf 18,3 Milliarden Euro.

HAMBURG: Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat die Forderung der gesetzlichen Krankenkassen zurückgewiesen, Bund und Länder sollten sich an den Impfkosten gegen die so genannte Schweinegrippe beteiligen. Solange die Krankenkassen einen Überschuss an Einnahmen hätten, müssten diese Versichertengelder auch zur Vorbeugung gegen die Schweinegrippe eingesetzt werden, sagte die Ministerin. Genau dafür sei man krankenversichert. Es koste viel mehr, Schweinegrippe zu behandeln, als durch Impfung vorzubeugen. Das Virus breitet sich nach wie vor rasant aus: Die Zahl der registrierten Fälle stieg innerhalb eines Tages um 635 auf 4.445, wie das Robert-Koch-Institut mitteilte.

CHISINAU: Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Moldawien haben die regierenden Kommunisten deutliche Verluste erlitten. Jüngste Prognosen sehen die Partei von Staatspräsident Wladimir Woronin bei nur noch knapp über 40 Prozent. Das wären über zehn Prozentpunkte weniger als bei der Wahl Anfang April. Die vier prowestlichen Oppositionsparteien legten deutlich zu und schafften den Einzug ins Parlament. Drei Monate nach den heftigen politischen Unruhen in der ehemaligen Sowjetrepublik gilt die Abstimmung als wichtiger Richtungsentscheid zwischen einer weiteren Anlehnung an Russland oder einer engeren Anbindung an die Europäische Union.

WASHINGTON: In der Diskussion um die US-Gesundheitsreform hat Präsident Barack Obama erstmals alle Abgeordneten seiner demokratischen Partei hinter sich versammeln können. Die Parteiführer im Repräsentantenhaus kündigten einen Gesetzesentwurf an, über den nach der parlamentarischen Sommerpause im September abgestimmt werden soll. Wie die „New York Times“ weiter berichtet, haben Zugeständnisse an den konservativen Flügel der Demokraten den Kompromiss ermöglicht. So sollen kleinere Unternehmen entlastet und die Kosten des Reformprojekts verringert werden. Der geplante Umbau des Gesundheitssystems ist das wichtigste innenpolitische Reformwerk Obamas. Mehr als 46 Millionen Amerikaner haben bislang keine Krankenversicherung.

JERUSALEM: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den geplanten Bau von rund 900 Wohnungen im besetzten Ost-Jerusalem vorerst gestoppt. Das meldet das israelische Fernsehen. Am Dienstag hatte Netanjahu den amerikanischen Nahostgesandten George Mitchell zu einem rund dreistündigen Gespräch empfangen. US-Präsident Barack Obama verlangt einen kompletten Baustopp für jüdische Siedlungen in den besetzten Palästinensergebieten. – Zudem sei zum ersten Mal seit dem Gaza-Krieg vor sechs Monaten die Einfuhr von Baumaterialien in das Palästinensergebiet erlaubt worden, berichtet das israelische Staatsfernsehen weiter. Bislang waren solche Lieferungen verboten, um den Bau von Bunkern und Raketen-Abschussrampen im Gazastreifen zu verhindern.

ABUJA: Im Norden Nigerias halten die blutigen Kämpfe zwischen der Armee und moslemischen Rebellen an. Die Regierungstruppen meldeten inzwischen die Einnahme der Islamisten-Hochburg Maiduguri. Dort befand sich das Hauptquartier ihres Anführes Mohammed Yusuf, der sich den afghanischen Taliban-Milizen verbunden fühlt und für einen moslemischen Gottesstaat im Norden Nigerias kämpft. Bei den Gefechten zwischen seinen Kämpfern und der Armee sind nach Schätzungen seit Sonntag mehr als 300 Menschen getötet worden. Etwa 4.000 Menschen sind nach Angaben von Hilfsorganisationen auf der Flucht.

WIEN: Der deutsche Theaterregisseur Peter Zadek ist tot. Das meldet die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf die Wiener Festwochen. Der 83-Jährige sei in der Nacht nach einer schweren Erkrankung gestorben.

MAILAND: Rekord-Weltmeister Michael Schumacher steht vor einem Comeback in der Formel 1. Der 40-Jährige bereitet sich darauf vor, für den verletzten Ferrari-Piloten Felipe Massa beim nächsten Rennen am 23. August in Valencia einzuspringen. Damit würde Schumacher nach knapp drei Jahren Pause in den Rennzirkus zurückzukehren. Ferrari teilte mit, Schumacher soll so lange im Massa-Auto sitzen, bis der Brasilianer wieder genesen sei.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden sowie am Alpenrand Schauer oder kurze Gewitter. Dazwischen ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken. Höchstwerte 18 bis 28 Grad.

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