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Nachrichten

Donnerstag, 3. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Das iranische Parlament hat die Bestätigung von drei durch Präsident Mahmud Ahmadinedschad für sein neues Kabinett vorgeschlagene Kandidaten abgelehnt - davon zwei Frauen. Alle anderen 18 vorgeschlagenen Minister wurden bestätigt. Darunter ist auch Marsieh Wahid Dastdscherdi, die das Gesundheitsministerium leiten soll und als erste Frau einen Kabinettsposten übernimmt. Die beiden Kandidatinnen für die Ressorts Bildung und Soziales wurden hingegen abgelehnt. Auch der Kandidat für das Energieministerium fiel durch. Die Bestätigung der Minister ist Voraussetzung dafür, das Ahmadinedschad seine zweite vierjährige Amtszeit antreten kann. Er war im Juni bei einer Wahl in seinem Amt bestätigt worden. -- Mit einer überwältigenden Mehrheit stimmten die Abgeordneten für die Ernennung von Ahmad Wahidi zum neuen Verteidigungsminister. Er wird wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an einem Anschlag in Argentinien international gesucht. Er soll in das Attentat auf ein jüdisches Kulturzentrum in Buenos Aires im Juli 1994 verstrickt sein, bei dem 85 Menschen getötet und 300 verletzt wurden.

TEHERAN: Im Streit um das iranische Atomprogramm hat die Regierung in Teheran eine vom Westen gesetzte Frist für die Rückkehr zu Verhandlungen abermals abgelehnt. Die Islamische Republik werde nicht weiter mit politischen Vertretern westlicher Länder über die umstrittene Uran-Anreicherung verhandeln, sagte der Sprecher des Außenministeriums Hassan Ghaschghawi laut einer von der amtlichen Nachrichtenagentur Irna verbreiteten Meldung. Für Fragen des iranische Nuklearprogramms sei allein die Atomenergiebehörde zuständig, so Ghaschghawi. Am Vortag hatten Vertreter der fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrat und Deutschlands in der Nähe von Frankfurt am Main über das weitere Vorgehen im Atomstreit beraten. Auf höherer Ebene soll das Thema demnächst bei der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien und später am Rande der UN-Vollversammlung in New York beraten werden. Ständige Mitglieder des Sicherheitsrats sind die USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich.

MOSKAU: In dem neuen Prozess um die Ermordung der Journalistin Anna Politkowskaja hat das Oberste Gericht Russlands die Staatsanwaltschaft mit weiteren Ermittlungen beauftragt. Damit sei dem Antrag von Angehörigen der Kreml-kritischen Journalistin stattgegeben worden, sagte ein Justizsprecher. Die Familie hatte sich an das Oberste Gericht gewandt, nachdem eine untere Instanz Anfang August neue Ermittlungen abgelehnt hatte. Anfang des Jahres waren drei Männer freigesprochen worden, die im ersten Prozess als Drahtzieher der Ermordung angeklagt waren. Regierungsgegner hatten dies als Zeichen gewertet, dass die Behörden nicht daran interessiert seien, die Mörder zu finden. Politikowskaja, die unter anderem über Gräueltaten russischer Truppen in Tschetschenien berichtet hatte, wurde 2006 in Moskau erschossen.

RANGUN: Birmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat Berufung gegen die Verlängerung ihres schon Jahre andauernden Hausarrests eingelegt. Dies teilte ihr Anwalt, Kyi Win mit. Ein Sondergericht hatte Suu Kyi Anfang August zu weiteren 18 Monaten Hausarrest verurteilt, nachdem sie ungebetenen Besuch eines US-Bürgers erhalten hatte. Das Urteil löste weltweit Empörung aus - auch, weil die 60-jährige Oppositionsführerin damit von den für nächstes jahr in Aussicht gestellten Parlamentswahlen ausgeschlossen bleibt.

FRANKFURT AM MAIN: Die Krankenkassen in Deutschland fordern eine Gesetzesänderung, um gegen bestechliche Ärzte vorzugehen. Der Bestechungs-Paragraf 299 des Strafgesetzbuches müsse so geändert werden, dass er auch auf niedergelassene Ärzte angewendet werden könne, verlangte die Chefermittlerin der Kaufmännischen Krankenkasse, Dina Michels, in der "Frankfurter Rundschau". Dies sei bisher nicht der Fall. Laut Michels ist die Bestechung niedergelassener Ärzte auch jenseits der Krankenhäuser verbreitet - etwa bei der Zusammenarbeit mit Sanitätshäusern und Hörgeräteakustikern. Hintergrund ist der Streit zwischen Ärzten und Kliniken über angebliche Bestechungsgelder für Ärzte für Einweisungen in Krankenhäuser.

NEW YORK: Die Zukunft des Autobauers Opel bleibt weiter unsicher. Die bisherige Opel-Mutter General Motors (GM) ist nun angeblich bereit, mehr als eine Milliarde Dollar in den deutschen Autohersteller zu investieren. Das berichtet das "Wall Street Journal". Das Geld soll von den Regierungen in Spanien, Großbritannien und Polen eingesammelt werden. Diese Länder mit Opel-Standorten hatten sich unzufrieden mit einseitigen deutschen Finanzierungszusagen für den Autozulieferer Magna gezeigt. Nach dem Zeitungsbericht plant der Detroiter Konzern zudem, eine weitere Milliarde aus eigenen Mitteln in Opel zu investieren. Die noch nicht bestätigten Pläne wären eine radikale Abkehr vom bisherigen Kurs und verstärken die Spekulation, GM plane, Opel doch noch zu behalten.

FRANKFURT AM MAIN: Der deutsche Maschinenbau steckt weiter in der Krise. Die Auftragseingänge brachen im Juli um real 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Dies teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Frankfurt mit. Für das Gesamtjahr rechnet der Verband mit einem Produktions-Minus von 20 Prozent im Vergleich zum Rekordjahr 2008.

MEXIKO-STADT: In einem Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige sind im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua 17 Jugendliche erschossen worden. Nach Behördenangaben war eine Gruppe Maskierter in das Gebäude in der Stadt Ciudad Juarez eingedrungen und hatte das Feuer eröffnet. In dem Ort an der Grenze zum US-Bundesstaat Texas machen sich mehrere Rauschgiftkartelle die lukrativen Schmuggelrouten für Drogen in die USA streitig. Mit 1.300 Morden in diesem Jahr gilt der Ort als die tödlichste Stadt Mexikos.

JAKARTA: Bei dem schwere Erdbeben in Indonesien sind nach jüngsten Angaben 49 Menschen ums Leben gekommen. Da es immer noch keine Verbindungen zu einigen der betroffenen Gebiete gebe, sei zu befürchten, dass die Zahl der Opfer noch weiter steige, teilten die Behörden mit. Der Erdstoß hatte am Mittwoch den Westen der Insel Java erschüttert. In einigen Dörfern löste er Erdrutsche aus, die ganze Häuser samt ihrer Bewohner unter sich begruben. Über 100 Menschen wurden verletzt, zahlreiche gelten noch als vermisst. Das Beben hatte eine Stärke von 7,0 und brachte auch Häuser in der Hauptstadt Jakarta ins Wanken.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Es bleibt unbeständig mit Regenfällen, Schauern und Sturmböen. Mit höchstens 14 bis 23 Grad Celsius bleibt es überwiegend kühl.

Am Morgen meldeten bei verhangenem Himmel:

Hamburg: 14 Grad;

Dresden: 19 Grad;

Köln/Bonn: 15 Grad sowie

Berlin, Frankfurt am Main und München: 16 Grad.

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