1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im Oktober trotz Wirtschaftskrise besser entwickelt als von Experten erwartet. Die Bundesagentur für Arbeit registrierte 3,229 Millionen Arbeitslose. Dies waren 118.000 weniger als im September, aber 232.000 mehr als im Oktober vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote fiel im Monatsvergleich um 0,3 Punkte auf jetzt 7,7 Prozent. Ausschlaggebend dafür war die übliche Herbstbelebung.

BERLIN: Deutschlands größtes Stellenportal im Internet, die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, lädt nach Ansicht des Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar zum Missbrauch geradezu ein. Kriminelle könnten zu Unrecht an Bewerberdaten gelangen, etwa um persönliche Kontakte anzubahnen, sagte Schaar der "Süddeutschen Zeitung". Er betonte, prinzipiell könne sich jeder über die Jobbörse Bewerbungsunterlagen zuschicken lassen, mit Adresse, Telefonnummer, Geburtsdaten, Zeugnissen und Lebenslauf - egal, ob er einen Job zu vergeben habe oder nicht.

BERLIN: Eine Entscheidung über die von der neuen Regierungskoalition aus Union und FDP geplante Steuerreform wird erst im nächsten Jahr fallen. Das sagte der neue Finanzminister Wolfgang Schäuble der "Bild"-Zeitung. Er betonte, der gesetzgeberische Ablauf der Steuerreform sei mit komplizierten Fragen verbunden. Auch die Bundesländer hätten ein Mitspracherecht. Mehrere Bundesländer, darunter Baden-Württemberg, hatten Kritik an der Absicht von Union und FDP geübt, die Steuern zu senken.

BERLIN: Im Tarifstreit bei den Gebäudereinigern hat es eine Einigung gegeben. Das bestätigten Arbeitgeber und Gewerkschaft ohne zunächst Details der Einigung zu nennen. Die Gebäudereiniger hatten im ersten bundesweiten Streik in der Geschichte der Branche in den vergangenen Tagen immer wieder große Gebäude bestreikt. In der Branche arbeiten 860.000 Menschen.

PARIS: Mit einem Kurzbesuch in der französischen Hauptstadt hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den ersten Tag ihrer zweiten Amtszeit beendet. Die deutsche Regierungschefin wurde im Élyséepalast vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zur Vorbereitung des heutigen EU-Gipfeltreffens in Brüssel empfangen. Der Gastgeber kündigte an, dass Merkel als erster deutscher Regierungschef am 11. November in Paris mit einer Rede an das Ende des Ersten Weltkrieges erinnern werde. Die Kanzlerin war Stunden zuvor im Bundestag mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt worden. Mindestens neun Abgeordnete aus der Koalition von Union und Liberalen verweigerten der CDU-Vorsitzenden allerdings ihre Stimme.

BERLIN: Über einen international umstrittenen Luftangriff, der im September in Afghanistan von einem deutschen Oberst angeordnet worden war, liegt jetzt ein Untersuchungsbericht der NATO vor. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde das Papier per Flugzeug von Afghanistan ins Verteidigungsministerium nach Berlin gebracht. Beleuchtet werden darin die näheren Umstände der Attacke vom 4. September, durch die nach afghanischen Angaben rund 70 Taliban-Kämpfer und etwa 30 Zivilisten getötet worden waren. Der deutsche Oberst hatte aus Furcht vor Brandanschlägen gegen die Bundeswehr in der Region Kundus die Bombardierung zweier entführter Tanklastwagen durch US-Kampfflugzeuge angeordnet. Er war deshalb auch von westlichen Militärs scharf kritisiert worden.

TEHERAN: Die iranische Regierung hat den Vorschlag begrüßt, Uran für die zivile Nutzung in Russland anreichern zu lassen. Sein Land sei bereit, in diesem Punkt mit den westlichen Ländern zusammenzuarbeiten, sagte Präsident Mahmud Ahmadinedschad in einer vom Fernsehen übertragenen Rede. Seine Äußerung kam nur wenige Stunden bevor der Iran offiziell auf einen internationalen Vorschlag zur Entschärfung des Atomstreits reagieren wollte. Den Vorschlag zur Urananreicherung im Ausland hatte die internationale Atomenergiebehörde unterbreitet. Damit soll verhindert werden, dass die Islamische Republik Uran selbst so weit anreichert, dass sie möglicherweise waffenfähigen Atombrennstoff erhält.

WASHINGTON: Die verheerenden Anschläge in Kabul und Peschawar sind weltweit auf Kritik und Abscheu gestoßen. Das US-Präsidialamt bekräftigte seine Entschlossenheit, sich von den Taten radikal-islamischer Extremisten nicht beeindrucken zu lassen. US-Außenministerin Hillary Clinton sprach bei ihrem Besuch in Pakistan von feigen Anschlägen. Der Weltsicherheitsrat verurteilte vor allem den Angriff der Taliban auf ein UN-Gästehaus im afghanischen Kabul. Dabei waren elf Menschen getötet worden, darunter auch fünf Mitarbeiter der Weltorganisation. Bei der Explosion einer Autobombe im pakistanischen Peschawar starben mindestens 105 Menschen.

MOGADISCHU: Somalische Piraten haben nach Angaben des EU-Marinekommandos ein thailändisches Fischerboot entführt. Das Schiff sei rund 1000 Kilometer von Somalia entfernt im Seegebiet nördlich der Seychellen gekapert worden, teilte die Zentrale der "Operation Atalanta" mit. Nach einem Notruf sei ein Kriegsschiff zum Ort des Angriffs geeilt. Die Besatzung habe gesehen, wie die Piraten an Bord gegangen seien und Kurs auf Somalia genommen hätten. Derzeit haben die Seeräuber acht Schiffe in ihrer Gewalt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden bewölkt, vereinzelt Regen. Im Süden freundlicher, am meisten Sonne zwischen Schwarzwald und Berchtesgadener Land. Tageshöchstwerte acht bis 16 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 11 Grad, nach Regen;

Berlin: 10 Grad, leichter Regen;

Dresden: 9 Grad, stark bewölkt;

Köln/Bonn: 8 Grad, dunstig;

Frankfurt am Main: 6 Grad, Nebel und

München: 7 Grad, fast wolkenlos.

Audio und Video zum Thema