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Nachrichten

Donnerstag, 29. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: In Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen auf den niedrigsten November-Stand seit 15 Jahren gesunken. Wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte, waren zuletzt drei Millionen 378.000 Erwerbslose registriert. Das sind 55.000 weniger als im Oktober und fast 620.000 weniger als vor einem Jahr. Damit habe sich die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt fortgesetzt, sagte Bundesagentur-Chef Frank-Jürgen Weise. Er führte dies vor allem auf den Konjunkturaufschwung zurück. - Die Lage am Arbeitsmarkt war heute auch Thema der Haushaltsberatungen im Bundestag. Für das Ressort des neuen Arbeits- und Sozialministers Olaf Scholz steht mit 124 Milliarden Euro das meiste Geld im Haushaltsplan 2008 zur Verfügung.

ISLAMABAD: Einen Tag nach seinem Rücktritt als Armeechef ist der pakistanische Machthaber Pervez Musharraf für eine weitere fünfjährige Amtszeit als Präsident vereidigt worden. Damit enden formal acht Jahre Militärherrschaft in der südasiatischen Atommacht. Mit seinem Rücktritt als Oberbefehlshaber der Streitkräfte hatte Musharraf eine wichtige Forderung der Opposition und der internationalen Gemeinschaft erfüllt. Eine weitere zentrale Forderung ist ein Ende des Ausnahmezustandes, den Musharraf am 3. November über das Land verhängt hatte. Anfang Januar soll in Pakistan ein neues Parlament gewählt werden.

MANILA: In der philippinischen Hauptstadt ist erneut ein Aufstand gegen Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo gescheitert. Ehemalige Putschisten, die sich vor Gericht verantworten mussten, waren während der Verhandlung aus dem Gerichtssaal gestürmt und hatten sich in einem nahe gelegenen Luxushotel verschanzt. Sie forderten von dort Präsidentin Arroyo zum Rücktritt auf. Nachdem Spezialeinheiten das Hotel umstellt und gestürmt hatten, gaben die Anführer der rund 50 Rebellen auf.

WASHINGTON: Die USA haben den ehemaligen Nato-Oberbefehlshaber in Europa, James Jones, zum Sonderbeauftragten für die neu angestoßenen Friedensverhandlungen im Nahen Osten ernannt. Der frühere General werde sich zusammen mit Israelis und Palästinensern vor allem um eine bessere Sicherheitslage in der Region bemühen, sagte US-Außenministerin Condoleezza Rice in Washington. - Unterdessen hat die israelische Armee wieder Ziele im Gazastreifen aus der Luft angegriffen. Nach übereinstimmenden Berichten wurden dabei mindestens vier Mitglieder der radikal-islamischen Hamas-Bewegung getötet. Sie sollen Attacken auf Israel mit Sprengsätzen und Raketen vorbereitet haben.

NEW YORK: Die internationale Untersuchung des tödlichen Sprengstoffanschlags auf den ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri macht Fortschritte. Die Ermittler hätten neue Erkenntnisse über die Art des benutzten Sprengstoffs und mehrere mutmaßliche Mitverantwortliche identifiziert, heißt es in einem Zwischenbericht von Sonderermittler Serge Brammertz für den UN-Sicherheitsrat. Bei dem Sprengstoffanschlag waren im Februar 2005 neben Hariri 22 Menschen getötet worden. Von westlicher Seite wird dem syrischen Geheimdienst eine Mitverantwortung an dem Anschlag zugewiesen. Syrien bestreitet dies.

KIEW: Zwei Monate nach der Parlamentswahl in der Ukraine scheint der Weg für die Bildung einer neuen Regierung der pro-westlichen Kräfte frei. Alle 228 Abgeordneten aus dem Parteienbündnis der möglichen neuen Regierungschefin Julia Timoschenko und des Lagers von Präsident Viktor Juschtschenko hätten nach langem Streit jetzt einer Koalition zugestimmt, melden örtliche Agenturen. Die Fraktionen Timoschenkos und Juschtschenkos haben damit eine knappe Mehrheit im Parlament.

BERLIN: Nach den Jugendkrawallen in Frankreich hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble vor einer ähnlichen Entwicklung in Deutschland gewarnt. Die Gesellschaft müsse darauf achten, dass sich nicht auch in Deutschland sozialer Sprengstoff aufbaue und in Gewalt entlade, betonte der CDU-Politiker. Bund, Länder und Kommunen arbeiteten bereits mit Nachdruck daran, Probleme abzubauen, sagte Schäuble der 'Neuen Presse' aus Hannover. Der französischen Polizei gelang es inzwischen, die Krawalle in Pariser Vororten weitgehend einzudämmen. Um weitere nächtliche Ausschreitungen zu verhindern, waren Hundertschaften der Polizei im Einsatz. Entzündet hatten sich die Krawalle am Tod zweier Jugendlicher, die auf einem Moped mit einem Polizeiauto zusammengestoßen waren.

BERLIN: Bei einer neuen PISA-Schulstudie hat Deutschland besser abgeschnitten als noch vor vier Jahren. Das bestätigte der Bildungskoordinator der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Andreas Schleicher. Nach seinen Angaben belegt Deutschland in der aktuellen Studie mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften Platz 13 von 57. Bei der PISA-Studie 2003 lag die Bundesrepublik noch auf Rang 18. Wegen ihrer unterschiedlichen Aufgabenstruktur seien die beiden Untersuchungen allerdings nicht direkt miteinander vergleichbar, sagte Schleicher. Im Mittelpunkt einer anderen Untersuchung, der so genannten IGLU-Studie, stand die Lesekompetenz von Grundschülern. Dabei belegten die Jungen und Mädchen aus Deutschland Platz elf. Insgesamt wurden 35 Staaten und zehn Regionen untersucht.

MÜNCHEN: Der Siemenskonzern wird als Konsequenz aus dem Schmiergeldskandal radikal umgebaut. Der neue Konzernchef Chef Peter Löscher bekam hierfür vom Aufsichtsrat grünes Licht. Künftig wird der Technologiekonzern statt bislang in neun in nur noch drei Hauptfelder gegliedert. Für die Kernsparten Energie, Industrie und Medizintechnik bestimmte der Aufsichtsrat zugleich drei neue Chefs. Mehrere teils langjährige Vorstände müssen ihre Posten räumen.

ZUM SPORT: In der Fußball-Champions League bleiben Werder Bremen und Schalke 04 im Rennen um den Einzug ins Achtelfinale. Die Bremer bezwangen am Mittwochabend den spanischen Rekordmeister Real Madrid 3:2. Schalke spielte beim FC Valencia 0:0.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Baden-Württemberg und Bayern bis nach Südbrandenburg heiter bis wolkig und trocken. Sonst meist stark bewölkt und von Nordwesten her aufkommender Regen. Höchstwerte null bis acht Grad.

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