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Nachrichten

Donnerstag, 29. Mai 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: Die Zahl der arbeitslos Gemeldeten ist in Deutschland im Mai um rund 131.000 auf 3,28 Millionen gesunken. Das sind nach den neuesten Angaben der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg etwa 530.000 weniger als vor einem Jahr. Fachleute begründen den neuerlichen Rückgang mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt. Dieser präsentiere sich wegen einer stabilen wirtschaftlichen Konjunktur mit guten Auftragsbeständen und hoher Mitarbeiter-Nachfrage in guter Verfassung. Für die kommenden Monate wird erwartet, dass sich der Abbau der Arbeitslosigkeit wegen eingetrübter Aussichten für die Weltwirtschaft verlangsamt.

BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat in einer Bundestagsdebatte anlässlich des 60. Jahrestages der Staatsgründung Israels die deutsch-israelischen Beziehungen gewürdigt. Für die deutsche Politik benannte er in diesem Zusammenhang drei Kernaufgaben: Dies sei ungeachtet politischer Meinungsverschiedenheiten zunächst das Eintreten für die Existenz und die Sicherheit des Staates Israel. Als weitere politische Leitlinien nannte Steinmeier den Ausbau der bilateralen Beziehungen sowie das Engagement für den Frieden im Nahen Osten. Steinmeier reist am Wochenende zu einer Reise in die Region auf und macht dabei auch Station in Israel.

TEL AVIV: Der unter Korruptionsverdacht stehende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert will sich den Rücktrittsforderungen nicht beugen. Nach Presseberichten erklärte Olmert den Ministern seiner Kadima-Partei und Parlamentsabgeordneten, er habe kein Verbrechen begangen, als er Bargeld von einem amerikanischen Geschäftsmann akzeptiert habe. Sein Sprecher stellte klar, Olmert werde kommende Woche wie geplant nach Washington reisen. Die Anti-Korruptionsbehörde ermittelt gegen den 62-Jährigen unter anderem wegen des Verdachts der illegalen Geldannahme. Sein wichtigster Koalitionspartner, die Arbeitspartei, hatte zuvor mit Neuwahlen gedroht, falls der Regierungschef seine Amtsgeschäfte nicht niederlegen sollte. Erstmals ging auch Olmerts Stellvertreterin, Außenministerin Zipi Liwni, öffentlich auf Distanz. Sie gilt als populärste Politikerin der Kadima-Partei, in der bereits über die Nachfolge Olmerts gestritten wird.

STOCKHOLM: In Schweden ist die zweite internationale Konferenz über die Sicherheitslage und den Wiederaufbau im Irak eröffnet worden. Man stehe bereit, die Iraker im Ringen um Souveränität, Einheit und wirtschaftlichen Aufschwung zu unterstützen, sagte der gastgebende Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt zum Auftakt in der Hauptstadt Stockholm. US-Außenministerin Condoleezza Rice hatte im Vorfeld eingeräumt, dass die Entwicklung im Irak allgemein mit Skepsis betrachtet werde. Die Sicherheitslage habe sich jedoch verbessert und man müsse Bagdad jetzt für die Umsetzung von Reformen belohnen, so Rice. Es wurde erwartet, dass der Irak insbesondere seine arabischen Nachbarn um Schuldenerlass bitten werde. --- Nach Stockholm sind fast 100 Delegationen aus der ganzen Welt angereist. Vertreten sind auch der Iran und arabische Länder wie Ägypten und Saudi-Arabien. Den Vorsitz haben UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und der irakische Ministerpräsident Nuri Al-Maliki.

KABUL: Auf einen Konvoi ausländischer Einheiten in der afghanischen Hauptstadt ist ein Selbstmordanschlag verübt worden. Dabei wurden laut Polizei drei afghanische Zivilisten getötet. Soldaten kamen in den gepanzerten Fahrzeugen nicht zu Schaden. --- Bei Luftangriffen der NATO auf ein Lager der Taliban in der Provinz Farah im Südwesten sollen am Mittwoch nach Regierungsangaben 30 Rebellen getötet worden sein, darunter auch Pakistaner.

DUBLIN: In der irischen Hauptstadt haben sich 109 Regierungen auf ein Verbot von Streubomben geeinigt. Nach dem Entwurf einer Anti-Streubomben-Konvention sollen innerhalb von acht Jahren diese für Zivilisten besonders gefährlichen Waffen weltweit aus den Arsenalen der Streitkräfte, auch der Bundeswehr, verschwinden. Geplant ist, den Text im Dezember in der norwegischen Hauptstadt Oslo zu unterzeichnen. Die praktische Durchsetzung eines Verbots bleibt indessen ungewiss, weil die Hauptproduzenten USA, China, Russland, Israel, Indien und Pakistan sich nicht an der Konferenz beteiligt haben. - Streubomben verteilen viele kleine Bomben über eine große Fläche. Einige der Sprengkörper explodieren aber in der Regel nicht direkt und gefährden noch für lange Zeit die Zivilbevölkerung.

PEKING: Nach rund zehn Jahren diplomatischer Krise wollen China und Taiwan wieder direkte Gespräche aufnehmen. Er akzeptiere die Einladung Chinas, sagte Taiwans Chef-Unterhändler Chiang Pin-kun vor Journalisten in Taipeh. Das Treffen solle vom 11. bis 14. Juni in Peking stattfinden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Verhandelt werden könnte demnach über direkte Flüge zwischen der Volksrepublik und dem Inselstaat sowie über die Erlaubnis für Touristen, von China aus nach Taiwan zu reisen. --- Am Mittwoch waren der chinesische Staatschef Hu Jintao und der Chef der in Taiwan regierenden Kuomintang-Partei (KMT), Wu Poh-hsiung, in Peking zum ranghöchsten Treffen zwischen beiden Seiten seit 60 Jahren zusammengekommen.

HAMBURG: Die Deutsche Telekom hat nach Informationen der 'Financial Times Deutschland' bereits im Jahr 2000 Spitzelaufträge erteilt, um Informanten aus dem Konzern und missliebige Journalisten zu identifizieren. Die Methoden seien weit über das für die Jahre 2005 und 2006 bekannte Auswerten von Telefonverbindungen hinausgegangen, berichtet das Blatt. Für den ehemaligen Staatskonzern suchte danach eine von ehemaligen Geheimdienstlern gegründete Berliner Wirtschaftsdetektei nach einem Leck. Unterdessen hat sich der Aufsichtsrat des Unternehmens hinter den aktuellen Konzernchef Rene Obermann und dessen Bemühungen um Aufklärung gestellt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Westhälfte wechselnd bewölkt mit Schauern und Gewittern. Im Osten freundlich und meist trocken. Höchstwerte im Norden bis 28 Grad, im Süden bis 33 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 16 Grad, leicht bewölkt;

Berlin: 15 Grad, wolkig;

Dresden: 18 Grad, wolkig

Köln/Bonn: 18 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 21 Grad, bewölkt;

München: 20 Grad, stark bewölkt.

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