1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Donnerstag, 29. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

BERLIN: Ex-Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hat für den Fall des langjährigen Guantánamo-Häftlings Murat Kurnaz die politische Verantwortung übernommen. Das Innenministerium und nicht das Kanzleramt oder das Außenministerium habe die Kernverantwortung für die Bewertung von Sicherheitsgefahren gehabt. Sein Ministerium habe sich im Fall Kurnaz völlig korrekt verhalten. Schily ergänzte, Kurnaz sei nicht harmlos gewesen. Es gebe keine Veranlassung, diese Bewertungen des Verfassungsschutzes, des Bundeskriminalamtes und des Bundesnachrichtendienstes in Zweifel zu ziehen.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März im Vergleich zum Vormonat um 114.000 auf rund 4,1 Millionen gesunken. Die Quote verringerte sich damit um 0,3 Prozentpunkte auf jetzt 9,8 Prozent, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Ihr Chef Frank-Jürgen Weise erklärte, getragen von der guten Konjunktur sei die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt kräftig ausgefallen. Das Beschäftigungswachstum habe nochmals an Fahrt gewonnen und die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibe hoch.

BERLIN: Die Deutsche Bahn hat 2006 mit einem Umsatz von 30,1 Milliarden Euro das beste Jahresergebnis ihrer Geschichte verbuchen können. Der Gewinn stieg nach Angaben von Bahn-Chef Hartmut Mehdorn auf 1,7 Milliarden Euro. Insgesamt beförderte die Bahn vergangenes Jahr 1,85 Milliarden Passagiere, knapp vier Prozent mehr als im Vorjahr. Der Transport von Gütern wuchs um zehn Prozent. Wie es weiter hieß, will die Bahn nach ihrem Rekordgewinn nun bereits nächstes Jahr an die Börse.

BRÜSSEL: Im Konflikt um die vom Iran verschleppten 15 britischen Marinesoldaten hat sich die Europäische Union eingeschaltet. Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana sagte im Europaparlament, er habe dem iranischen Außenminister Manuschehr Mottaki gesagt, dass die EU die Festnahme der Briten nicht hinnehmen könne. Die Regierung in London rief derweil den Weltsicherheitsrat an. Im Entwurf einer Erklärung heiße es, die Seeleute seien unter UN-Mandat im Einsatz gewesen und hätten sich nicht in iranischen Hoheitsgewässern aufgehalten. Am Mittwoch hatte Großbritannien wegen des Konflikts alle Beziehungen zum Iran eingefroren.

MÜNCHEN: In der Schmiergeldaffäre bei Siemens ist der verhaftete Top-Manager Johannes Feldmayer beurlaubt worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, mehr als 15 Millionen Euro veruntreut zu haben. Das Geld soll an den ebenfalls inhaftierten Vorsitzenden der bei Siemens einflussreichen Gewerkschaft AUB geflossen sein. Siemens-Chef Klaus Kleinfeld versicherte, er habe von den Zahlungen nichts gewusst. Siemens beschäftigt weltweit rund 475.000 Mitarbeiter und ist in 190 Ländern vertreten.

JAKARTA: Aus Asien werden weitere Opfer der Vogelgrippe gemeldet. In Indonesien starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein 14-jähriger Junge und eine 28 Jahre alte Frau an der Krankheit. Auch in China sei ein Jugendlicher an der Vogelgrippe gestorben, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. In allen drei Opfern wurde der Virusstamm H-5-N-1 nachgewiesen. Seit Beginn des Ausbruchs der Vogelgrippe vor vier Jahren starben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit 169 Menschen an dem Erreger. HARARE: Simbabwes Oppositionschef Morgan Tsvangirai hat die Staaten des südlichen Afrikas aufgefordert, den autoritär regierenden Präsidenten Robert Mugabe zu isolieren. Jetzt müsse gehandelt werden, sagte Tsvangirai der 'Frankfurter Rundschau'. In dem Interview warf er dem südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki vor, Mugabe zu unterstützen. In Daressalam, der Hauptstadt Tansanias kamen mehrere Staatschefs aus dem südlichen Afrika zusammen, um über die Lage in Simbabwe zu beraten.

BERLIN: Nach wochenlangem Alkohol-Koma ist ein 16-jähriger Berliner Schüler im Krankenhaus gestorben. Der Gymnasiast war in einem Lokal mit 4,8 Promille zusammengebrochen. Die Polizei ermittelt, ob der Wirt oder Lokalbesucher für den Tod mitverantwortlich sind.--Der Fall hatte eine Debatte ausgelöst, auch über so genannte Flatrate-Partys, bei denen Besucher zum Pauschalpreis trinken dürfen, so viel sie wollen. KÖLN: Auf dem Rhein bei Köln sind die Bergungsarbeiten nach der Havarie des Frachtschiffs 'Excelsior' fortgesetzt worden. Von den 32 über Bord gegangenen Containern wurden bislang 16 geborgen, darunter auch drei mit Gefahrgut. Der Rhein, die wichtigste Wasserstraße Europas, bleibt noch bis mindestens Freitag für die Schifffahrt gesperrt.

ANKARA: Bei der Explosion eines Gastanks in einem türkischen Hotel ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Nach Berichten türkischer Nachrichtenagenturen wurden zehn Menschen verletzt, darunter auch drei deutsche Touristen. Das Unglück ereignete sich danach in der Ortschaft Belek nahe dem Ferienort Antalya.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten und Norden teils sonnig, teils locker bewölkt, im Westen und Süden mehr Wolken, gelegentlich Schauer. Höchstwerte elf bis 17 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 12 Grad, heiter; Dresden: 11 Grad, leicht bewölkt; Berlin: 13 Grad, heiter; Köln: 12 Grad, nach Regen; Frankfurt am Main: 12 Grad, leicht bewölkt und München: 13 Grad, leicht bewölkt.

Audio und Video zum Thema