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Nachrichten

Donnerstag, 29. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli leicht um 39.000 auf knapp 3,2 Millionen gestiegen. Wie die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit mitteilte, erhöhte sich die Arbeitslosenquote deshalb gegenüber Juni leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres waren allerdings 270.000 Menschen weniger arbeitslos. Der Chef der Bundesanstalt, Weise, sagte, der Anstieg gehe auf die Sommerpause zurück. Saisonbereinigt habe sich die Arbeitslosenzahl verringert. Die deutsche Wirtschaft und der Arbeitsmarkt, so Weise, seien auf Erholungskurs.

ATHEN: Die griechische Polizei hat mit Tränengas eine Demonstration von rund 500 Tankwagenfahrern vor dem Verkehrsministerium in Athen aufgelöst. Die Fahrer erklärten, mit Aktionen wie dieser wollten sie ihren Protest gegen die Änderungen der Fahrlizenzen fortsetzen. Die Regierung hatte den zu Wochenbeginn begonnen Streik der Last- und Tankwagenfahrer zuvor per Notfallverordnung gestoppt und die Fahrer zur Arbeit zwangsverpflichtet. Akute Versorgungsengpässe gibt es inzwischen bei Treibstoff, aber auch bei Obst und Gemüse.

MOSKAU: Der russische Präsident Medwedew hat das umstrittene Gesetz zur Ausweitung der Befugnisse des Inlandsgeheimdienstes FSB in Kraft gesetzt. Damit bekommt die Nachfolgebehörde des berüchtigten KGB unter anderem das Recht, bei bloßem Verdacht auch ohne Beweise direkt gegen Bürger vorzugehen. Der Geheimdienst kann Verdächtige bis zu 15 Tage festhalten und Geldstrafen aussprechen. Laut Kreml soll dadurch der Extremismus effektiver bekämpft und die illegale Teilnahme an verbotenen Demonstrationen verhindert werden.

WASHINGTON: Der Internationale Währungsfonds hat der wirtschaftlich angeschlagenen Ukraine neue Kredite über 15 Milliarden Dollar gewährt. Im Gegenzug akzeptierte die Regierung von Präsident Janukowitsch die harten Sparauflagen des IWF. Als Bedingung hat die Regierung in Kiew laut Währungsfonds akzeptiert, das Haushaltsdefizit im Jahr 2011 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu drücken und im Jahr 2012 auf 2,5 Prozent.

PHOENIX: Das umstrittene neue Einwanderungsgesetz des US-Bundesstaates Arizona ist kurz vor Inkrafttreten von der Justiz teilweise gestoppt worden. Gekippt wurde unter anderem der Schlüssel-Paragraf, wonach die Polizei Menschen bei bloßem Verdacht auf illegale Einwanderung hätte festnehmen dürfen. Kritiker meinen, dies sei gezielt gegen Menschen mit dunklerer Hautfarbe gerichtet, insbesondere aus Lateinamerika. - Schätzungen zufolge leben in den gesamten USA bis zu zwölf Millionen illegale Einwanderer.

SACRAMENTO: Der Gouverneur des US-Bundesstaats Kalifornien, Schwarzenegger, hat seinen Beamten einen Zwangsurlaub verordnet. Von August an sollen die rund 200.000 Staatsbediensteten pro Monat drei Tage unbezahlten Urlaub nehmen. Ausgenommen davon sind Verkehrspolizisten, Feuerwehrleute und Finanzbeamte, die Steuern eintreiben. Das Haushaltsdefizit von rund 19 Milliarden Dollar zwinge ihn zu der Maßnahme, so Schwarzenegger.

KARLSRUHE: Der TV-Wettermoderator Kachelmann wird aus der Untersuchungshaft entlassen. Das Oberlandesgericht in Karlsruhe gab der Haftbeschwerde des 52-Jährigen mit der Begründung statt, dass im derzeitigen Stadium des Verfahrens kein dringender Tatverdacht mehr bestehe. Der Meteorologe sitzt wegen des Verdachts der Vergewaltigung seiner Ex-Freundin seit dem 20. März in Untersuchungshaft. Er hat den Vorwurf stets bestritten. Am 6. September beginnt vor dem Landgericht Mannheim der Prozess gegen den Schweizer.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken, vor allem im Süden gebietsweise Schauer und Gewitter und nur gelegentliche Aufheiterungen. Im Norden und Osten etwas mehr Sonne und weniger Regen.

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