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Nachrichten

Donnerstag, 29. Dezember 2005

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

BERLIN: Die Bundesregierung bemüht sich weiter intensiv um die Freilassung des im Jemen entführten ehemaligen Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Jürgen Chrobog, und seiner Familie. Der Krisenstab sei mit allen relevanten Stellen in Kontakt, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Berlin. Zu einem Bericht des ARD-Fernsehens wonach Chrobog und seine Familie im Laufe dieses Donnerstags freikommen könnten, wollte sich der Sprecher nicht äußern. Reporter von Nachrichtenagenturen meldeten, Regierungskreise im Jemen gingen von einer schnellen Freilassung der Geiseln aus. Die Behörden stünden in Kontakt mit dem Stamm Al Abdullah, zu dem die Entführer vermutlich gehörten. Die Geiselnehmer wollten inhaftierte Stammesmitglieder freipressen.

BERLIN: Mit seinem Plädoyer für die Förderung von Mitarbeiter- Beteiligungen an Unternehmen stößt Bundespräsident Horst Köhler bei führenden Politikern auf Zustimmung. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) sagte, es sei ein großer Vorteil für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die Mitarbeiter am Erfolg der Firma zu beteiligen. FDP-Vize Rainer Brüderle betonte, mit seinem Vorstoß sei der Bundespräsident auf dem richtigen Weg. Der SPD-Arbeitsmarkt- Experte Klaus Brandner sagte, solche Beteiligungen könnten einen positiven wirtschaftspolitischen Beitrag leisten. Der Bundespräsident hatte vorgeschlagen, Arbeitnehmer angemessen an Unternehmenserträgen oder dem Produktivvermögen zu beteiligen.

BERLIN: Die Bundesregierung plant einen neuen Vorstoß gegen den Steuerwettbewerb, der innerhalb der Europäischen Union zu Lasten des Nettozahlers Deutschland gehe. Finanzminister Peer Steinbrück sagte der Zeitung "Die Welt", es gehe nicht an, dass einzelne Mitgliedsländer mehr Mittel aus dem EU-Haushalt forderten und zugleich ihre eigene Steuerbasis nicht verbesserten. Das habe mit fairem Steuerwettbewerb nichts zu tun und gehe zulasten deutscher Arbeitsplätze. Das Problem müsse intensiv diskutiert und gelöst werden.

WIESBADEN: Die Einnahmen der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern und Kommunen sind in den ersten drei Quartalen 2005 stärker gestiegen als die Ausgaben. Grund für das Plus von drei Prozent bei den Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr waren so genannte Sonderrückzahlungen in drei Bundesländern, Veräußerungen von Beteiligungen des Bundes und Mehreinnahmen aus der Lkw-Maut. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Die Ausgaben legten geringfügig um 0,5 Prozent zu.

BAGDAD: Bei einem Selbstmordanschlag in der irakischen Hauptstadt sind vier Polizisten getötet worden. Weitere vier hätten Verletzungen erlitten, als sich der Attentäter an einem Kontrollpunkt in der Nähe des Innenministeriums in die Luft gesprengt habe, teilte ein Polizeisprecher mit.

TEL AVIV: Bei einem Anschlag auf einen israelischen Kontrollposten im nördlichen Westjordanland ist nach ersten Berichten mindestens ein Israeli getötet worden. Nach Angaben des israelischen Rundfunks sprengte sich eine mutmaßlich palästinensische Selbstmordattentäterin an dem Kontrollpunkt in die Luft.

JERUSALEM: Die israelische Luftwaffe hat sechs Zufahrtsstraßen in den nördlichen Gazastreifen beschossen und zerstört. Eine Armeesprecherin teilte mit, die Straßen seien von militanten Palästinensern benutzt worden, die seit Wochen Kassam-Raketen auf israelisches Gebiet abfeuerten. Seit Einrchtung der Pufferzone im Norden des Gaza-Streifens am Mittwoch seien keine Raketen mehr auf Israel abgeschossen worden, berichtete der Sender der Armee. - Israel hat den Palästinensern das Betreten der etwa vier Kilometer tiefen Sperrzone verboten.

MOSKAU: Russland und die Ukraine haben ihre Verhandlungen über die russische Forderung nach höheren Preisen für Erdgaslieferungen wieder aufgenommen. Am Mittwoch hatten die Gespräche in Moskau keine greifbaren Fortschritte gebracht. Der staatlich kontrollierte russische Energiekonzern Gazprom will den Preis für Erdgaslieferungen an die Ukraine fast verfünffachen. Sollte das Nachbarland dies nicht akzeptieren, würden die Gaslieferungen am 1. Januar eingestellt, so das Unternehmen.

DÜSSELDORF: Der größte deutsche Gasimporteur, Eon-Ruhrgas, wappnet sich gegen einen möglichen Stopp der Lieferungen durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Laut "Rheinischer Post" denkt die Eon-Führung für den Fall eines Transitstopps nach Westeuropa über höhere Gas-Bezüge aus Norwegen und den Niederlanden nach. Aus den Energiekonzernen hieß es zudem, ihre Speicher seien "gut gefüllt". SEOUL: Der als Klon-Pionier gefeierte südkoreanische Wissenschaftler Hwang Woo Suk hat seine im Mai vorgelegte Studie zur Stammzellenforschung komplett gefälscht. Ein Untersuchungsausschuss der Universität Seoul teilte mit, Tests hätten ergeben, dass Hwang anders als behauptet keine einzige Stammzelllinie geklont habe. Hwangs Studie hatte im Frühjahr Hoffnungen auf einen Durchbruch beim so genannten therapeutischen Klonen geweckt.

JAKARTA: Die indonesischen Streitkräfte haben die letzten Soldaten aus der Provinz Aceh abgezogen. Dies teilte die Internationale Beobachtermission zur Überwachung des Friedensabkommens zwischen der Regierung und den ehemaligen Aceh-Rebellen mit. Die 'Bewegung freies Aceh', GAM, hatte ihren militärischen Flügel am Dienstag aufgelöst. - Nach der Tsunami-Katastrophe vor einem Jahr hatten die indonesische Regierung und die GAM Friedensgespräche aufgenommen und im August ein Abkommen unterzeichnet. Die Rebellen kämpften fast 30 Jahre für die Unabhängigkeit Acehs. Dem Konflikt fielen 15.000 Menschen zum Opfer.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Osten noch starker Schneefall, im Süden und Westen Auflockerungen. Höchstwerte minus sieben bis minus zwei Grad, an den Küsten um null Grad.