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Nachrichten

Donnerstag, 29. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Bundesregierung plant ihre Notfallhilfe für Griechenland nach Informationen der "Berliner Zeitung" schon bis einschließlich 2012. Das Blatt zitiert aus dem Gesetzentwurf, den das Kabinett am Montag beraten will. Danach sind allein für das laufende Jahr 8,4 Milliarden Euro vorgesehen. Finanzminister Schäuble verteidigte das Engagement Deutschlands als unumgänglich. Mit der Unterstützung Athens werde die Stabilität des gesamten Euroraums bewahrt, sagte Schäuble im deutschen Fernsehen. Der CDU-Minister ergänzte, bei der Hilfe gehe es um die Bereitstellung eines Kredites und nicht um Steuergelder, damit Griechenland weiter zahlungsfähig bleibe.

DÜSSELDORF: Nordrhein-Westfalens Regierungschef Rüttgers hält Steuersenkungen in Deutschland bis einschließlich 2012 nicht für realisierbar. Zur Begründung verwies der CDU-Politiker im Fernsehen auf die Griechenland-Krise. In Berlin sei inzwischen klar, dass es in diesem und im nächsten Jahr keine Steuererleichterungen geben werde, sagte Rüttgers. Wegen der massiven Verschärfung des Finanzproblems in Athen sehe er auch für 2012 keinen Spielraum.

NÜRNBERG: Wegen des kräftigen Frühjahrsaufschwungs in der deutschen Wirtschaft ist die Zahl der Arbeitslosen stärker als erwartet gesunken. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im April drei Millionen 406.000 Menschen offiziell erwerbslos gemeldet. Das sind 162.000 weniger als im März. Die Arbeitslosenquote sank von 8,5 auf 8,1 Prozent. Im Jahresvergleich gab es 178.000 Erwerbslose weniger. BA-Vorstandschef Weise sagte, die Auswirkungen der Finanzkrise seien weiter moderat - vor allem, weil Kurzarbeit und andere betriebliche Vereinbarungen den Arbeitsmarkt entlasteten.

WASHINGTON: Im US-Senat ist der Weg für eine Debatte über die von Präsident Obama angestrebte Finanzmarktreform frei. Die Republikaner gaben ihren Widerstand auf und vereinbarten mit den Demokraten, den Gesetzentwurf für schärfere Regeln an der Wall Street bereits ab diesem Donnerstag im Plenum zu diskutieren. Obama begrüßte den Durchbruch.

NEW ORLEANS: Der Ölteppich im Golf von Mexiko wird immer größer. Nach dem Untergang einer Bohrinsel vor einer Woche wurde inzwischen ein drittes Leck in rund 1500 Metern Tiefe entdeckt, aus dem Rohöl in das Meer sprudelt. Nach Angaben des britischen Ölkonzerns BP strömen rund 670 Tonnen Rohöl täglich aus den Lecks. Zuvor war noch von knapp 140 Tonnen gesprochen worden. Inzwischen wurde im Kampf gegen die Ölpest erstmals ein Abschnitt "kontrolliert abgefackelt".

BAGNKOK: Nach den neuen schweren Auseinandersetzungen in Thailand haben die oppositionellen "Rothemden" die Europäische Union um HiIfe gebeten. Die Opposition veröffentlichte einen Brief an die EU-Botschaft in Bangkok, in dem sie "dringend" um die Entsendung von EU-Beobachtern in das südostasiatische Land bat. Der Machtkampf in Thailand hatte sich am Mittwoch auf das Umland der Hauptstadt ausgeweitet. Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Rothemden und Sicherheitskräften nördlich von Bangkok wurde ein Soldat getötet.

GAZA-STADT: Beim Einsturz eines Schmugglertunnels zwischen dem Gazastreifen und Ägypten sind nach palästinensischen Angaben mindestens vier Palästinenser ums Leben gekommen. Die palästinensischen Behörden warfen den ägyptischen Sicherheitskräften vor, ein giftiges Gasgemisch in den Tunnel eingeleitet und gezündet zu haben. Von ägyptischer Seite wurde dies bestritten.

PEKING: Ein Amokläufer hat in einem Kindergarten in der ostchinesischen Provinz Jiangsu 28 Kinder niedergestochen und einige von ihnen schwer verletzt. Der Gesundheitszustand von fünf Kindern sei kritisch, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua. Der 47-jährige Angreifer sei überwältigt worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst wieder überall sonnig. Später im Nordosten wolkiger, aber trocken. Höchstwerte 24 bis 28 Grad, an den Küsten nur bis 18 Grad.

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