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Nachrichten

Donnerstag, 28. September 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen ist im September um rund 134.000 auf 4,23 Millionen gesunken. Dies teilte die Bundesagentur für Arbeit soeben in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote ging um 0,4 auf 10,1 Prozent zurück. In Folge der guten Konjunkturentwicklung sei die für den Herbst übliche Belebung auf dem Arbeitsmarkt stärker ausgefallen als in den Jahren zuvor.

BERLIN: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat den Auftakt der deutschen Islam-Konferenz als gelungen bezeichnet. Die Debatte am Mittwoch sei offen und in Teilen durchaus kontrovers gewesen, sagte Schäuble in einer Regierungserklärung vor dem Deutschen Bundestag. Der Islam sei längst Teil der deutschen Gesellschaft geworden, Muslime nicht mehr nur Ausländer oder Fremde. Ein Ziel der Islam-Konferenz sei es, dies sowohl den Deutschen als auch den Muslimen zu vermitteln. In den kommenden beiden Jahren sollten jetzt in drei Arbeitsgruppen Fragen des Zusammenlebens in allen Bereichen der Gesellschaft geklärt werden, so der Minister weiter. Grundlage dafür müssten die deutsche Verfassung sowie die deutsche Werte- und Sozialordnung sein. - Die Koordination der Konferenz liege bei der Bundesanstalt für Migration in Nürnberg.

BERLIN: Der Bundestag entscheidet an diesem Donnerstag über die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr. Das Mandat für die bis zu 3.000 Soldaten läuft am 13. Oktober aus und soll um ein Jahr verlängert werden. Eine Zustimmung des Parlaments gilt trotz der angespannten Sicherheitslage in dem asiatischen Land als sicher. Derzeit sind rund 2.900 Bundeswehrsoldaten im Norden Afghanistans stationiert. Verteidigungsminister Franz Josef Jung sagte am Morgen im ZDF, das Konzept der Bundesregierung, neben der Stabilisierung auch den Wiederaufbau des Landes voran zu treiben, habe sich bewährt. Eine Entsendung von Soldaten in den Süden Afghanistans lehnte er erneut ab. Dort gibt es seit Monaten heftige Kämpfe zwischen Nato-Soldaten und den wiedererstarkten Taliban.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat die Nachbarländer Afghanistan und Pakistan aufgerufen, im Kampf gegen den Terrorismus besser zusammenarbeiten. Beide Staaten sähen sich gemeinsamen Herausforderungen gegenüber, sagte Bush im Weißen Haus bei einem Treffen mit den Präsidenten Afghanistans und Pakistans, Hamid Karsai und Pervez Musharraf. Zudem müsse sichergestellt werden, so Bush weiter, dass der Chef des Terrornetzwerkes El Kaida, Osama bin Laden, vor Gericht gestellt werde. - Karsai und Musharraf haben sich in den vergangenen Wochen mehrfach vorgeworfen, die wiedererstarkten Taliban und den Terrorismus nicht entschieden genug zu bekämpfen. Bin Laden wird im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet vermutet.

WASHINGTON: Das US-Repräsentantenhaus hat das umstrittene Gesetz zum Umgang mit Terror-Verdächtigen gebilligt. Es gilt als sicher, dass auch der Senat zustimmen wird. Das neue Gesetz erlaubt es US- Präsident George W. Bush, mutmaßliche Terroristen vor Militär- Tribunale statt vor zivile Gerichte zu stellen. Es verbietet zudem 'grausame Bestrafungen' von Gefangenen, ohne jedoch festzulegen, was darunter zu verstehen ist. Bush erklärte, das Gesetz lasse es zu, dass der Geheimdienst CIA weiterhin aggressive Verhörmethoden anwende. Menschenrechtler und Verfassungsexperten äußerten Bedenken.

WARSCHAU: Der polnische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski hat die Äffäre um die versuchte Bestechung einer Oppositionsabgeordneten heruntergespielt. Seine Partei PiS führe derzeit Gespräche, um Unterstützung für die Regierung zu finden, sagte Kaczynski im Fernsehen. Eines dieser Gespräche sei, so der Regierungschef, für eine Provokation missbraucht worden. - Am Dienstag hatte ein polnischer Sender ein Video ausgestrahlt, in dem ein Vertrauter Kaczynskis eine Oppositionspolitikerin nach dem Preis für einen Seitenwechsel befragt hatte. Die Oppositionsparteien fordern den Rücktritt der Regierung.

BERLIN: Die Sondierungsgespräche zwischen dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana und dem Unterhändler des Iran, Ali Laridschani, über eine diplomatische Lösung im Atomstreit werden an diesem Donnerstag in Berlin fortgesetzt. Die Beratungen am Mittwoch seien sehr intensiv gewesen, teilte eine Sprecherin Solanas mit, ohne Einzelheiten zu nennen. - Bei den Gesprächen zwischen Solana und Laridschani geht es darum, unter welchen Bedingungen offizielle Verhandlungen zur Beilegung des Atomstreits wieder aufgenommen werden können. Die internationale Gemeinschaft besteht bislang darauf, dass der Iran zuvor die Anreicherung von Uran aussetzt.

SAN FRANCISCO: Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat ein für die USA bahnbrechendes Gesetz zur Reduzierung von Treibhausgasen unterzeichnet. Bis zum Jahr 2020 will der bevölkerungsreichste US- Bundesstaat den Ausstoß an Kohlendioxid und anderen klimaschädlichen Gasen um ein Viertel reduzieren. Damit verabschiedet sich Kalifornien von der Politik von US-Präsident George W. Bush, der gesetzliche Beschränkungen ablehnt.

BRÜSSEL: Auf Empfehlung von Luftfahrt-Experten werden in der Europäischen Union voraussichtlich Anfang November neue Sicherheitsvorschriften für Flugpassagiere in Kraft treten. Die geplante Neuregelung sieht vor, dass die Passagiere im Handgepäck nur noch kleine Flüssigkeitsbehälter mit maximal 0,1 Liter Inhalt mit an Bord nehmen dürfen. Damit sollen mögliche Anschläge mit Flüssigsprengstoff verhindert werden. Ausnahmeregelungen gibt es für Einkäufe in so genannten Duty-Free-Shops.

ZUM SPORT: In der Fußball-Champions-League hält der FC Bayern Kurs auf den Gruppensieg. Die Münchner gewannen bei Inter Mailand am Mitttwochabend mit 2:0. Werder Bremen spielte gegen Titelverteidiger FC Barcelona 1:1.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden zunächst zäher Nebel oder Hochnebel, sonst wechselnd bewölkt und meist trocken. Höchstwerte 18 bis 23 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 28.09.2006
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